auf manche meiner Erinnerungen könnte ich auch sehr gut VERZICHTEN

Solange Ereignisse nicht virulent sind und präsent gehalten werden müssen um sie einer Lösung zuzuführen, verdränge ich ganz absichtlich, habe auch kein Bedürfnis, mich in Gram oder nicht erhaltenen Lorbeeren zu verquälen.

Manchmal werden Erinnerungen geweckt, die mir wie von einem anderen Leben an den Strand schwappen.

Etwas Beunruhigendes hat es schon, sich z.B an den 13. Mai 1984 im Detail nicht erinnern zu können. Schliesslich war man ja dabei. Einen Weg zu gehen, der sich selber löscht, bedenkenswert.
es gibt ereignisse, die kann man nicht vergessen. es klingt hier alles so, als hätte man das gedächtnis unter kontrolle. ich will vergessen, also vergesse ich auch.
das gedächtnis ist ein bereich, der nicht vollständig kontrollierbar ist.
spätestens die träume erzählen darüber.
bestimmte äußerungen werde ich nie vergessen, auch wenn ich das wollte. meine äußerungen, die äußerungen anderer oder meiner eltern, meiner lehrer die äußerungen meiner kinder usw.
Das Verdrängen geschieht ja nicht absichtlich, es ist sowas wie ein ´Überlebensmechanismus´..gehört zum Themenkomplex der Traumatas
@wulliwo
genau das ist das Problem (hatte ich gepostet):
mit dem Willen kann man nichts vergessen....vieleicht ist sogar das Gegenteil der Fall:
je mehr man etwas vergessen möchte, desto mehr erinnert man sich daran.....

@Aura hat vom "vergeben" gesprochen - das verstehe ich so, dass wir etwas nicht "mit Gewalt" abhaken müssen (und das uns dann deshalb verfolgt).....sondern dass durch das "vergeben" ein "positives" "hinter sich lassen" ausgeöst wird.......

"gute Erlebnisse" kann man besser und leichter "hochholen" - glaube ich....
bei guten und positiven Erinnerungen hat man wahrscheinlich kein Interesse daran, sie vergessen zu müssen eben weil sie ja "positiv" sind und einem Aufrieb geben.....

@Leiolente
ja - das sehe ich genauso
In der 'Fledermaus' mußte es sich natürlich reimen, aber im wirklichen Leben würde ich es schon anders sehen wollen.

Wenn wir negative Ereignisse vergessen, vertun wir damit die Chance, evtl. an ihnen wachsen zu können. Ich fände es weitaus besser, sie nach dem Verarbeiten einfach beiseite zu legen und ihnen damit Wichtigkeit in unserem Leben zu nehmen.

Und doch scheine ich Einiges vergessen zu haben: Ich hörte gerade wieder, daß auch meine letzten 3 Enkelchen nachts nicht durchschlafen und tagsüber überhaupt keine Lust zum Schlafen haben.

In meiner Erinnerung habe ich mich bei meinen dreien auf 2 Stunden Mittagsschlaf immer verlassen können, nachts haben sie ab der 6. bis 8. Lebenswoche durchgeschlafen und gebrüllt haben sie nur äußerst selten. Ja, stimmt das wirklich oder habe ich vergessen :?: :?: :?:
Herrjemineeeeee
da hab ich doch heute tatsächlich meine Zahnarzttermin ----------vergessen-------... :mrgreen:
oder hab ich ihn verdrängt,
oder ist das der Beginn von Alzheimer,
oder ist es bereits ein Vorbote von Demenz,
hatte da mein Unterbewußtsein die Hand im Spiel, :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?:

FüF :idea:

jedenfalls hab ich jetzt den Salat.. der nächste Termin dauert............
Schitt aber auch..!!!! :

A BER:
Im Moment bin ich...glücklich...weil: Er hat überhaupt nicht gebohrt... :lol:
Ich denke, man sollte nach dem WARUM des Nichtvergessens fragen. Was will es dir sagen? WAS lässt dich nicht los, hält dich daran gebunden? Lässt sich daraus etwas erkennen, ändern, lernen? Vielleicht das eigene Handeln der Vergangenheit zu hinterfragen? Hat man sich genügend in Nachsicht, Verzeihen, Akzeptieren, Demut und Liebe geübt...?? Oder hat man nur Augen für die Schuld des Anderen??
Was es durch das Nichtvergessen auch zu Lernen gilt; jeder muss das für SICH SELBST zu erkennen versuchen. Die Welt ist eine Schule. Jeder bekam seine ihm ganz eigenen Lebenssituationen und Prüfungen. Abschreiben geht nicht. Daher lässt sich der Begriff "Vergessen" nicht in eine allg. Schublade stecken und auf EINEN Nenner bringen. Er ist ganz individuell und verfolgt beharrlich seinen Sinn - Gott sei Dank!!
Hier gibt es manches was ich gerne vergessen möchte! :mrgreen:
Leiolente hat geschrieben: Das Verdrängen geschieht ja nicht absichtlich, es ist sowas wie ein ´Überlebensmechanismus´..gehört zum Themenkomplex der Traumatas


So ist es, und wenn man bestimmte Ereignisse und Zeiten nicht vergessen, ich sage lieber verdrängen könnte, dann wäre das Leben für manche Menschen nicht mehr lebenswert. Es gibt einfach Dinge, die muß man vergessen um überleben zu können.

Schlimm wird es wenn es zu einem Flashback kommt.
Pfloete hat geschrieben: Einen Weg zu gehen, der sich selber löscht, bedenkenswert.


Fussspuren im Morast, wie von Zauberhand laufend weggelättet....
das bildlich vor sich zu sehen....

So ist es und es ist gut so.
Ja, vergessen kann indirekt glücklich machen, es schützt die Psycho davor erheblichen Schaden zu nehmen, da bin ich mir absolut sicher.
Es können Dinge im Leben passieren,(oft schon im Kindesalter) die das Gehirn verarbeiten muss und je nach dem wie gut seine
"Firewall" ist gelingt das "relativ" gut, oder man wird krank, angefangen bei Depressionen, bis hin zu Persönlichkeitsstörungen und Geisteskrankheiten.
Es gibt Menschen, deren Unterbewusstsein gefüllt ist mit schlimmen Erinnerungen, die aber gut verwahrt sind und nur ab und zu durch einen "Trigger" aufblitzen und dann wieder in der Versenkung verschwinden.
Das ist eine tolle physiologische Anlage und wer sie hat kann sich glücklich schätzen.
Sagt Eine, die weiß wovon sie spricht :wink:
Das war vor mehr als 50 Jahren ein Deutschprüfungs-Aufsatzthema:
Vergessen - ein Fehler, eine Tugend, ein Glück
wenn ich immer die Niederlage im Kopf habe, kann ich nicht mehr gewinnen.
Man kann verschiedene unangenehme Sachen gerne vergessen.
Die Geburtsschmerzen lassen sich nicht mehr so abrufen, man hat sie vergessen, weiß aber darum, also vergessen sind sich nicht, nur nicht mehr fühlbar.
Vergessen heißt ja so im Volksmund auch abgehakt und hat deshalb etwas Befreiendes. 

Doch wirklich vergessen, das kann ich mir nicht vorstellen, weil ich das weiß, was da ist. Und da fehlt mir eben nichts. Das Vergessen im Sinne von Verzeihen ist auch da und wird immer noch praktiziert.

Was mir jetzt in den Sinn kommt, sind seriöse Berichte von Leuten, die in Narkose oder unter Hypnose eine andere 'Sprache sprechen.  Das ist mir unerklärlich und darüber würde ich auch mal gerne diskutieren. 
cron