https://youtu.be/VwF50JNhAc0

 glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist......
(Hansi Strauss -Fledermaus....)

Ist es wirklich so,
dass man/frau glücklich ist, wenn er/sie vergisst...?

Soll man,
muss man,
kann man,
darf man,
ist es gut, wenn man,
ist es schädlich, wenn man,
ist es ein Verrat an wem und was auch immer,
bringt es Frieden,
oder Verwirrung,
Erleichterung,
oder Vorwürfe,..............!?

Ich denke,
manches sollte man vergessen können,
manches sollte einfach nur in den Hintergrund gedrängt werden,
vieles kann nicht vergessen werden,
weil es Teil meines Lebens war,
egal ob beruflich, oder familiär oder, oder....
Ich für mich bin davon überzeugt,
dass das menschliche Gehirn (wohlgemerkt, das gesunde menschliche Gehirn)
niemals
vergessen kann.
Verdrängen ja, vergessen nein.

Eine chinesische Weisheit sagt:
Erinnerungen muss man sich in der Jugend schaffen, damit man im Alter davon zehren kann...

OK..
aber:
auf manche meiner Erinnerungen könnte ich auch sehr gut VERZICHTEN :mrgreen:
Wie sieht das bei Euch aus.. und wie denkt Ihr darüber?
 
Das Vergessen für viele eine schreckliche Vorstellung.
Das Vergessen kann auch Gnade sein.
Würde das gesunde menschliche Hirn nicht immer wieder wirklich vergessen, wäre es sehr schnell nicht mehr gesund.
Das hängt von der jeweiligen Kreativität ab, wie oft man Wörter assoziiert.
Vor jedem Satz steht ein Wort. Und jedes Wort kann Erinnerungen an etwas hervorrufen, je nach innere Erwartungshaltung.
Voraussetzung ist natürlich, dass wir zu Thema etwas wissen. 
vergessen ..... ist ....wie ein stück des eigenen lebens nicht mehr zu haben ......

ich spreche jetzt nicht davon, wenn jemand dement wird oder die alzheimer erkrankung bekommt ....

sondern von situationen, die geschmerzt haben, auf die jeder hätte sicher verzichten können .....

und trotzdem, auch diese situationen sind für irgendwas gut gewesen, haben vielleicht innere muskeln aufgebaut, haben stärker gemacht (oder auch schwächer)

aber im nachhinein gesehen, ich hätte sicher auch auch vieles verzichten können, was in meinem leben war, aber vergessen, möchte ich es nicht, kann es nicht und wüsste auch nicht, warum ich es sollte.

ich finde es wichtig, auch solche situationen, vielleicht jahrelange situationen, ins heutige leben zu integrieren, auch manches zu hinterfragen, auch eigene anteile sehen an den dingen, auf die man hätte verzichten können,

auch andere und sich selber "milder" beurteilen, vielleicht über manches lächeln, und manches.....als einen wohl erforderlichen inneren wachstumsprozess zu sehen ........

nur an tollen erlebnissen wird wohl selten jemand reifen .......
Ich vergesse gerne
die Frösche,
die ich geküsst habe.
Vielleicht verziehen aber nicht vergessen .. die Zeit heilt die Wunden :D
Vergessen kann zum Wunsch werden,der verdrängen auslöst.Doch nichts lässt sich 
als Unverarbeitetes negieren,es kommt an die Oberfläche. Verzeihen sich selbst
oder anderen wäre der Weg.
Schönes nochmals im Gedanken zu erleben,bedarf eines bewussten Üben,da nichts
verloren geht ,die  Speicher sind vorhanden. :wink:
Lydia_muc hat geschrieben: Ich vergesse gerne
die Frösche,
die ich geküsst habe.



ach, wenn man sie anschliessend an die wand geknallt hat ...... :D
Also ich glaube nicht, dass vergessen nach Bestellung funktioniert. Selbst bei größtem Vergebung.
Weil das alles -Gedächtnis - an unzähligen feinen Fäden ausgerichtet ist. Und diese Fäden wiederum ihrerseits in unzähligen Abhängigkeiten stehen, so wohl mit dem Innenwelt, als auch mit dem Außenwelt. Und dann wird's schwierig...

 
Ich vergesse viel und gern.

Mit meinem Gedächtnis habe ich eine interessante Erfahrung gemacht. Je mehr ich Geschichten für mein Buch gesucht habe, desto mehr Geschichten fanden sich in meinem Gedächtnis. - Vielleicht gibt es verschiedene Vergessensgrade und je nach Anlass ist das Geddächtnis punkto Erinnerung zu Spitzenleistungen fähig.

Darum wird in Traumatas heutzutage nicht mehr rumgestochert bis ein Mensch retraumatisiert wird. Das bringt nämlich niemandem was.Solche Ereignisse können aber wieder und wieder umgelagert werden, bis sie zumindest weniger oder nicht mehr schmerzen.
@Zittergras
mein Gehirn vergißt manches - und manches nicht....

was ihm wichtig ist, speichert das Gehirn.....das Dumme an der ganzen Sache ist nur, dass ich manches vergessen will und es dann nicht geht......
und dann kratzt man immer an diesen "nicht-vergessen-können-Dingen" rum....

"sollte" bringt nicht viel, weil man sich zwar willentlich erinnern kann - doch vergessen können ist schwieriger....
Keine Frau hätte nach dem ersten Kind noch eines, würden die Geburtsschmerzen nicht gnädig vergessen gehen....

Das selektive Gedächtnis ist überlebenswichtig.


Und, da ist auch ein Haken....
es gibt Dinge, die darf man nicht vergessen oder besser, ausser Acht lassen, obwohl man gern würde, sonst kehren sie als Gespenster wieder.
„Wie sieht das bei Euch aus.. und wie denkt Ihr darüber?“ Zitat

In Deinem Text gibt es nichts, an dem ich mich reiben müsste. Sie sind ja recht umfasssend beschrieben, die Situationen und Dinge, die dem Vergessen überantwortet werden, bewusst oder unbewusst. Und so halte ich es auch – es gibt Dinge, die sind es nicht wert, nicht vergessen zu werden, es gibt Situationen, da muss man ganz schnell vergessen und es gibt Augenblicke, in denen es genau richtig ist, sich an längst Vergessenes zu erinnern.
vergeben und erinnern, die beiden ethischen dimensionen des vergessens...
wer verdrängt, tut weder das eine noch das andere, eine art leugnen des tatsächlichen geschehens.
die frage ist warum? 
cron