monty1 hat geschrieben: Zum Muttersöhnchen? Das würde ich nun gerade nicht sagen, aber ich denke, Frauen fehlt es oft an Durchsetzungsvermögen?


Das mag auch noch dazu kommen!
Ich denke jedoch, dass Frauen mehr mit Gefühlen zu tun haben und auch so zu erziehen versuchen. So frei nach dem Motto, Mutti ist nicht böse, Mutti ist jetzt nur sehr enttäuscht.
Bei Männern gibt es hingegen sofort eine Kopfnuss und gut ist. Erziehung ist bei Männern körperlich spürbarer und weniger auf Psychospielchen ausgerichtet.
.Erika hat geschrieben: Irgendwo zuvor stand geschrieben 'Jungen und Mädchen müssen unterschiedlich erzogen werden' .

Warum nur? Warum am Geschlecht fest machen?

Ja - warum nur?

Es wird oft übersehen, dass spätestens ab Eintritt in den Kindergarten bzw. in die Schule die Kinder nicht mehr nur von Erwachsenen erzogen werden, sondern sie besorgen das gegenseitig. Der Einfluss der "peer group" wird nach und nach immer stärker, und ist in der Pubertät schließlich stärker als derjenige der Eltern.

Das geschlechtliche Rollenverhalten gucken sich die Kinder erst bei den Eltern ab (Grundprägung), und dann wird es mit den Gleichaltrigen zurechtgefeilt.
Hellblaue und rosa Schleifchen sind völlig nutzlose (und unnötige) Erziehungsmittel.
Fumaria1 hat geschrieben: @Gundulabella Du schreibst
>> manchmal habe ich das Gefühl, dass es einfach zu viele "schwache" Männer gibt....auch in der Nachkriegs-Generation..... <<


Vielleicht gibt es auch einfach nur zu viele rechthaberische Frauen nach dem Vorbild von Alice Schwarzer, mit denen sich die Männer nicht auseinandersetzen wollen. Ich scheine ja auch der einzige Mann zu sein der hier mit schreibst, und ich weiß auch wovon ich schreibe, denn ich habe mit Sicherheit u. a. mehr Windeln gewechselt als manche Frau hier. Das Problem das ich sehe ist einfach dass Frauen Knaben zu keinen Männern erziehen können, sondern nur zu Muttersöhnchen.


ja - es gibt hier viele starke Frauen ......
rechthaberisch sind wir wohl alle irgendwie (Frauen UND Männer).....
das liegt vielleicht daran, dass wir schon so lange auf der Welt sind ...... :wink:

ansonsten darf ich hier eigentlich gar nicht mitreden, weil ich kein Kind erzogen habe....

dennoch glaube ich, dass dieser Satz von Dir nicht stimmt oder nur in Einzelfällen:
Das Problem das ich sehe ist einfach dass Frauen Knaben zu keinen Männern erziehen können, sondern nur zu Muttersöhnchen.


wie viele alleinerziehende Mütter haben es dennoch geschafft, ihre Söhne zu guten und starken Männern zu erziehen ?

ich lese seit einigen Jahren in den (Familien) Foren mit und spüre die Gewißheit aus den Beiträgen mancher Mütter, dass ihre Söhne dennoch etwas geworden sind und sich im Leben behaupten können....

und nochmal:
auch und gerade die Mädchen brauchen Väter, auf die sie sich verlassen können !
Tritt in den Arsch

Hast immer geholfen,
wo es gebrannt,
von Dir hat man immer,
nur Güte gekannt.

Ging’s anderen mies,
warst Du stets bereit,
man kannte Dich immer
als ein treues Geleit.

Waren die Sorgen
der and’ren Geschichte,
da machte man Dich
mit Lügen zunichte.

Das Ende vom Lied
stimmt traurig und harsch:
Der Dank dafür ist
Ein Tritt in den Arsch!

© Norbert van Tiggelen

So viel zu: Tritt in den Arsch

Hast immer geholfen,
wo es gebrannt,
von Dir hat man immer,
nur Güte gekannt.

Ging’s anderen mies,
warst Du stets bereit,
man kannte Dich immer
als ein treues Geleit.

Waren die Sorgen
der and’ren Geschichte,
da machte man Dich
mit Lügen zunichte.

Das Ende vom Lied
stimmt traurig und harsch:
Der Dank dafür ist
Ein Tritt in den Arsch!

© Norbert van Tiggelen

So viel zu "Verlässlichkeit" - oder: "Worauf man sich verlassen kann". ;-))
Fazit ?
dass man sich letztendlich nur auf sich selber verlassen kann ?
lieber selber stark werden - anstatt sich auf andere verlassen ?

klingt irgendwie traurig ...
Gundulabella hat geschrieben: Fazit ?
dass man sich letztendlich nur auf sich selber verlassen kann ?
lieber selber stark werden - anstatt sich auf andere verlassen ?

klingt irgendwie traurig ...


Für mich ist es nur ein Zeichen dafür, dass man es heute nicht mehr lernt wie man bitten soll,
Menschen helfen einem gerne wenn man weiß wie manum Hilfe fragen oder bitten soll.
Timarisu,
an dem Gedicht ist viel Wahres dran.
Verlässlichkeit ist der Kitt für Freundschaften.

Eine -Freundschaft besteht aber auch darin, dass ich mich darauf verlassen kann, dass ein Freund NEIN sagt, bevor er einem den besagten Tritt verpasst.

Der Stärkste braucht ab und zu Hilfe, und wie Fumaria so richtig bemerkt hat, ist es einem oft sehr unangenehm, um Hilfe bitten zu müssen.

Ich stelle mir oft vor, ich lande überraschend im Spital und brauche jemanden, der mir einige Sachen bringt und zu Hause erledigt.

Wen ruf ich an?
In welcher Reihenfolge?
Du sprichst da etwas sehr Wichtiges an, an das man manchmal gar nicht denkt.
Nämlich an das Nein-Sagen.
Bevor einen ein Freund aus dem Leben stößt, weil ihm irgendwas was nicht passt oder er überfordert ist, sollte er wirklich mal Nein sagen, wenn er nicht mehr kann oder mag. Leider vergisst man das gerne.

Ich gehöre zu den Verlässlichen. Frage mich aber manchmal, ob das nicht nur ein Zeichen von Sicherheit ist, sondern Unsicherheiten überdecken soll ? Ob man das für sich selbst braucht, zu den Verlässlichen zu zählen ?
Inzwischen sage ich auch mal Nein. Und siehe da, es geht mir besser damit.

Und wenn man dann mitkriegt, welche Probleme manche Leute haben.....örks.....
Vor Jahren wurde ich gefragt, ob ich Taufpatin sein wolle? Ich habe mir das lange überlegt und dann abgelehnt.
Der Hintergrund meiner Ablehnung war, dass ich meiner Aufgabe als Taufpatin nicht wirklich hätte gerecht werden können. Ich war damals alleinerziehend und baute mir meine Existenz auf. Das war nicht einfach, es kostete Zeit, Kraft und Nerven.
Als Taufpatin hätte ich gerne wirklich für das Kind da sein wollen, insbesondere, wenn die Eltern mal nicht "gekonnt" hätten. Aber genau das konnte ich nicht garantieren.

Oh ha.

Meine Ablehnung wurde so was von aggressiv beantwortet, das mag ich nicht hier beschreiben. Dabei waren es gerade "Verlässlichkeit" und "Ehrlichkeit", also Überlegungen dazu, was mich zu dieser Haltung veranlasst hatte.
Ein Taufpate ist nicht einfach nur ein "schicker" Titel oder "hipp", sondern eine Verpflichtung, und ich war mir zu dem damaligen Zeitpunkt nicht sicher, ob ich dem gerecht werden könnte.
interessante Beiträge - ein Thema wird da von verschiedenen Seiten beleuchtet.....

@Timarisu
leider habe ich damals nicht die Kraft gehabt, den "Taufpaten-Status" abzulehnen, den meine Mutter mir in jungen Jahren nahegelegt hat....

d.h. ich habe nachgegeben und das gemacht, was meine Mutter wollte......
Fazit:
ich habe meine Mutter "machen" lassen und habe mich bei meinen 3 Patenkindern nie als Patentante gefühlt denn "eigenltich" war meine Mutter die Patentante....
mein "erstes" Patenkind war mein jüngerer Vetter !
@Timarisu,
eine kluge Entscheidung !
Dein Gegenüber hat es wahrscheinlich persönlich genommen und nicht erkannt, dass Du in Deiner Situation nicht anders handeln konntest, wenn Du nicht bei Dir und Deinem Kind Abstriche machen wolltest.

Taufpaten. Ich habe die Erfahrung gesammelt, dass Taufpaten oft als Pflegeeltern fungieren sollen. Meistens läuft es darauf hinaus, den Paten in die Erziehung, aber auch finanzielle Hilfe mit einzubinden.
Ich habe es immer abgelehnt, Taufpate zu sein, hatte mit meiner eigenen Familie genug zu tun.
Und die Erwartungshaltung hätte ich auch nicht bedienen wollen.

Zu dem Gedicht:
Da steckt sehr viel Wahrheit drin.
Allerdings möchte ich dazu bemerken: wer es mit sich machen läßt............?
cron