Verlass dich auf andere, dann bist du verlassen..........oder so ähnlich war wohl der Spruch.

Gestern beklagte sich ein Vater bei mir. Er könne sich auf seinen Sohn nicht verlassen, und von allen fünf Kindern sei da nur eine Tochter, auf die er sich verlassen könne, und diese sei ja noch ein Kind.

Was ist da schief gelaufen?

Und überhaupt: kann man sich in der heutigen Zeit überhaupt noch auf etwas verlassen?
Es gibt Absprachen zwischen meinen Mitmenschen und mir, und da verlasse ich mich ziemlich drauf. Es geht aber mehr um Termine oder kleinere Hilfeleistungen.
Klappt das nicht, bin ich etwas frustriert, jedoch keinesfalls am Boden zerstört.
Generell habe ich gelernt, dass man sich nicht auf das Dauerhafte in den Aussagen anderer verlassen sollte.
Die Ansichten und Meinungen ändern sich manchmal überraschend schnell und man wundert sich.
Allerdings weiß auch ich, was Wankelmut ist und versuche, alles mit einer gewissen Gelassenheit zu sehen.
Es ist aber schon ärgerlich, wenn Zusagen gemacht, und dann nicht
eingehalten werden?

Ich zum Beispiel kann das überhaupt nicht vertragen. :)
Das finde ich auch ärgerlich und enttäuschend. :(
Wenn ich eine Zusage mache und weiß, daß der Betreffende dann auf mich wartet, dann ist es mir persönlich sehr unangenehm, wenn mir etwas dazwischen kommt und ich den Termin wirklich nicht einhalten kann.
Es gibt aber Zeitgenossen, die melden sich nicht einmal, lassen trotz Zusage einfach nichts mehr von sich hören. So ein Benehmen finde ich einfach asozial; es zeigt, daß ich ihnen sch....egal bin, folglich können mich diese Leute dann auch mal ....
Es fängt heutzutage doch schon bei den Kindern an.

Beispiel: sie sagen zu, auf die kleinere Schwester aufzupassen.
Doch was tun sie?
Sie daddeln was das Zeug hält, und Schwesterlein ist völlig sich selbst überlassen.

Oder aber: sie betteln um irgendeinen Gegenstand. Vater genehmigt den Kauf, unter einer Bedingung: mit helfen beim Bau eines Schuppens.
Sohnemann sagt zu.
Und was geschieht? Sohnemann denkt nicht daran dem Vater zu helfen,
er spielt viel lieber mit seinen neuen Tablet.

Ergo: die heutigen Kids sind nicht zuverlässig, niemand kann sich auf sie verlassen, und das wird sich auch im späteren Leben nicht ändern.
Die Bankrotterklärung einer Erzieher-Generation, die keinen Bock hatte, als gutes Beispiel voranzugehen.

Es hat keinen Zweck, Kinder erziehen zu wollen, weil sie einem ja doch alles nachmachen.
Frag mich grad bei was sich der Vater auf seinen Sohn verlassen wollte....von fünf Kindern kann er sich nur auf ein kleines Kind verlassen.
Ja, er erzieht doch seine Kinder mit der Mutter , das spricht meines Erachtens nicht für die Eltern. Ausserdem haben wir diese Eltern erzogen :roll:
Wenn es klare Regeln und Absprachen gibt und gegenseitiges Vertrauen da ist, vor allem Vertrauen der Eltern zu den Kindern dann funktioniert das auch.
Auf meinen Sohn- er ist ja erst 23, kann ich mich blind verlassen, und er sich auf mich auch. Aber wir täten garnicht auf den Gedanken kommen, dass das erforderlich ist, das ist gar kein Thema zwischen uns.
Ich habe da auch keine Probleme - selbst mit meinen Enkelkindern nicht.
Denn zuerst muß man selbst Verlässlichkeit vorleben und auf mich können sie immer zählen.
translation,so sehe ich das auch,
ich kanns nicht leiden wenn immer auf die Kinder und jungen Leute geschimpft wird.
Auch wenn nicht immer alles rund läuft, Vorbild sind die Eltern allemal und das prägt .
Der Vater ist ein absolut zuverlässiger Mann und Handwerker,
daran kann es nicht liegen.

Die Mutter zog die Kinder allein groß, war nur zuhause und hat sich um den Haushalt gekümmert.
Erst jetzt, wo die Kids aus dem Gröbsten raus sind hat sie sich einen Halbtagsjob gesucht.

Auch da sehe ich keinen Fehler.

Könnte es sein das der Schulalltag die Kinder aus dem Ruder gehen läßt?
@ BilderBerger:

Da hast Du etwas sehr Wahres geschrieben: Kinder folgen nicht den Worten und auch nicht irgendwelchen Moralpredigten, sondern dem, was ihnen vorgeLEBT wird.
Und dann ist es auch noch wichtig, wie sie sich fühlen.

Irgendwo habe ich mal gehört/gelesen:
"Irgendwann später werden sich die Menschen nicht mehr daran erinnern, was Du alles gesagt hast, sondern wie sie sich bei Dir gefühlt haben!".
monty1 hat geschrieben: Oder aber: sie betteln um irgendeinen Gegenstand. Vater genehmigt den Kauf, unter einer Bedingung: mit helfen beim Bau eines Schuppens.
Sohnemann sagt zu.
Und was geschieht? Sohnemann denkt nicht daran dem Vater zu helfen,
er spielt viel lieber mit seinen neuen Tablet.

Ergo: die heutigen Kids sind nicht zuverlässig, niemand kann sich auf sie verlassen, und das wird sich auch im späteren Leben nicht ändern.


Falsches Ergo.
Dem Sohn hätte nur das Tablet wieder entzogen gehört, damit er versteht, dass es Konsequenzen hat, wenn man sich nicht an seine .Verträge oder Abmachungen hält. Das ist der Fehler bei den heutigen und dazu auch fast immer weiblichen Erziehungsexperimenten
hätte man ihm das Tablet entzogen, wäre er erst recht zornig geworden und hätte sich vielleicht noch mehr von seinen Erziehern entfernt....

ganz abgesehen davon, dass Erpressung noch nie funktioniert hat..... :!:

ich habe zwar keine eigenen Kinder, kann mich aber noch sehr gut an meinen eigenen "Zorn" 14/16jährig erinnern.....

da haben die mir mal so ein "Benimmbuch" geschenkt.....
wie sich "junge Damen" benehmen ....wie sie die Tür aufmachen und wieder hinter sich zu.....wie sie sich hinsetzen und wie sie sich "damenhaft" bewegen......

vielleicht war das mit ein Grund, warum ich später in meiner Pferdeanlage so "rumgestiefelt" bin..... :lol:
aktuell mache ich kleinere Schritte und drehe mich mehr in den Hüften - von wegen Arthrose-gelenke-Aua.....
werde ich deshalb auf meine alten Tage damenhafter ?...... :lol:
Gundulabella hat geschrieben: hätte man ihm das Tablet entzogen, wäre er erst recht zornig geworden und hätte sich vielleicht noch mehr von seinen Erziehern entfernt....
ganz abgesehen davon, dass Erpressung noch nie funktioniert hat..... :!:


Ich verstehe diese Ansicht , aber sie ist und bleibt eben weiblich. Die Männerwelt funtioniert anders, ohne darauf jetzt näher einzugehen, das Militär wußte schon immer wie man Verlässlichkeit erzieht. Leider auch bis hin zum selbstverleugnenden Kadaver-Gehorsamkeit und zur Nibelungentreue.
Wichtig ist dabei nur dass man eben Jungs anders erziehen sollte als Mädchen und daher auch die Väter so wichtig sind.