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Beitragvon Sumsum » 08.10.2017, 20:24

Emotionen erleben wir rund um die Uhr - emotionsfreie Zustände gibt es nicht.
Sind unsere Emotionen nun etwas, das durch den Verstand kontrolliert werden muss oder kontrollieren die Emotionen unseren Verstand ?
Bedingt das Eine einfach das Andere und die Ausprägung eines der beiden ist rein situativ oder
sind Emotionen bloßes Produkt von Trieben und Instinkten?
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Beitragvon Melissa56 » 08.10.2017, 20:28

Nur mal als erstes, spontanes Statement fällt mir ein, dass man u.U. Emotionen unter Kontrolle haben kann, 
den Verstand kann man nicht ausschalten.  
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Beitragvon Melissa56 » 08.10.2017, 20:29

In meinem Peofilstatus steht gerade:
Hör auf dein Herz, dein Verstand wird dich niemals glücklich machen  
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Beitragvon Jeanne46 » 08.10.2017, 20:35

Über alles hat der Mensch Gewalt,

nur über sein Herz nicht....

Wie wahr für mich !

(aus meinem Profil)
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Beitragvon Sumsum » 08.10.2017, 21:07

Gefühle sind nicht mit Emotionen gleichzusetzen.

Emotionen sieht man sofort, z.B. Angst, Ekel, Freude, Verachtung und Wut.
Sie bilden den "ursprünglichen Teil unseres Wesens", würde ich mal behaupten. Einige unserer Emotionen sind angeboren, sie dienen als Schutzmechanismus, z.B. die Angst und der Ekel.
Schon Babys zeigen bei Kontakt mit ekligen Speisen den gleichen Gesichtsausdruck wie Erwachsene.
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Beitragvon Sumsum » 08.10.2017, 21:09

Jeanne46 hat geschrieben:Über alles hat der Mensch Gewalt,

nur über sein Herz nicht....

Wie wahr für mich !

(aus meinem Profil)


Stimmt :wink: :wink:

Das Herz kann uns aber sagen, was wir tun müssen.
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Beitragvon akinom1959 » 08.10.2017, 21:10

Sumsum hat geschrieben:Emotionen erleben wir rund um die Uhr - emotionsfreie Zustände gibt es nicht.
Sind unsere Emotionen nun etwas, das durch den Verstand kontrolliert werden muss oder kontrollieren die Emotionen unseren Verstand ?
Bedingt das Eine einfach das Andere und die Ausprägung eines der beiden ist rein situativ oder
sind Emotionen bloßes Produkt von Trieben und Instinkten?



Ich würde sagen das Emotionen ,keine bloßen Produkte von Trieben und Instinkten sind , Emotionen das sind Gefühle entwerder man hat sie oder man hat sie nicht ,dass Bauchgefühl lässt uns Entscheidungen treffen ,wo der Verstand vielleicht nein sagen würde .
Weiß der Bauch manchmal mehr wie der Kopf / Verstand und sollten wir öfter mal auf unsere Gefühle hören ? Ist der Verstand zu realistisch und bodenständig und bremst uns aus .
Die Emotionen machen doch den Charakter eines Menschen mit aus , Angst ,Freude ,Mitgefühl und Liebe ohne Emotionen sind wir nur ein halber Mensch .
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Beitragvon Sumsum » 08.10.2017, 21:43

Emotionen sind die treibende Kraft, sie sind deutlich spürbar für das Umfeld. Emotionen helfen auf die unterschiedlichsten Situationen zu reagieren, positiv im Fall von Freude oder negativ im Fall von Angst.

Gefühle sind die Quelle unserer Bedürfnisse, Wünsche und über das, was uns gut tut und was nicht. Sie geben Aufschluss darüber, was wir brauchen und wo unsere Grenzen sind.

Nicht ganz einfach, die Unterscheidung Emotionen und Gefühle :roll: :roll:
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Beitragvon akinom1959 » 08.10.2017, 22:17

Emotionen sind doch auch Wahrnehmungen und Empfindungen ,
genau wie bei den Gefühlen , Angst , Wut , Freude .
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Beitragvon digeridoo » 08.10.2017, 22:23

Hallo Sumsum, wenn ich nicht irre, sind Emotionen die Gefühle, die Du benannt hast. Soweit ich weiß, sind Freude, Wut, Trauer, Liebe, Hass, Ekel, Furcht die sieben Grundgefühle, die jeder Mensch besitzt, egal aus welchem sozialen Umfeld oder Land er kommt. Aber mit welchen Gefühlen wir auf einen Reiz reagieren, das ist wohl subjektiv. Im Zusammenhang mit diesem Thema fällt mir ein, dass unsere Gefühle uns zeigen, was wir wünschen, wenn wir sie erkennen können und wollen. Oft unterdrücken wir aber auch Gefühle, weil sie nicht immer angenehm sind.

Wenn wir in der Lage sind unsere Gefühle und unseren Verstand gleichemaßen zu nutzen, gewinnen wir. In den letzten Jahren ist immer wieder von der emotionalen Intelligenz die Rede gewesen. Da spielt das Erkennen unserer eigenen Gefühle und die unserer Gegenüber eine Rolle und das Zusammenwirken mit unserem Vertsand. Das hilft uns beim Ja- und Neinsagen, wenn man mit Wünschen an uns herantritt. Wir können besser erkennen, was gut für uns ist, wo wir zu Kompromissen fähig sind und wo wir uns lieber zurückziehen sollten, weil uns das Anliegen des anderen nicht guttut.,

Ich würde daher nicht sagen "Gefühl oder Verstand", sondern Gefühl in Zusammenarbeit mit unserem Verstand, danach sollten wir streben, um uns gut fühlen zu können.
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Beitragvon barbera » 08.10.2017, 23:16

Die Fragestellung gefällt mir nicht.
Warum "gegen" ?

Kaum jemand ist in der Lage, Verstand oder Emotion auszuschalten.
Wir sind zivilisierte Menschen, die abwägen können, oder können sollten, ob eine emotionale Entscheidung auch klug ist.
...oder ob eine Entscheidung , die vernünftig erscheint, sozial verträglich ist.

Hass ohne Verstand macht Menschen zu Mördern und Verstand ohne Emotion baut perfekte Waffen.
Die Hassenden und die kalten Denker sind gute Geschäftspartner.
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Beitragvon wolke16 » 09.10.2017, 17:05

Die Bedeutung des Fremdwortes "Emotion" ist "bewegen, erregen"

Es scheint mir logisch, dass die Emotionen die Urinstinkte als Basis haben. Unsere Art zu leben hat sich ja immens verändert und unsere Emotionen sind eben dementsprechend.

Ich stelle mir gerade vor, was passieren würde, wenn ich jeder meiner Emotionen nachgeben würde! Wie gut, dass ich meinen Verstand habe!

Doch manchmal ist der Verstand machtlos. "Mit offenen Augen ins Unglück / ins Verderben rennen". Beispiele sind wohl überflüssig.
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Beitragvon Gundulabella » 09.10.2017, 17:36

„Gefühl“ und „Emotion“: Wo liegt der Unterschied?

https://www.jameda.de/gesundheit/psyche ... d-emotion/

Gefühl oder Verstand ?

https://www.beobachter.ch/leben-gesundh ... r-verstand

soweit mir das von Hüther in Erinnerung ist, sagt dieser, dass erst ein Gefühl da sein muss......
z.B. Angst - Schmerz - Zorn - Hunger - Durst - Müdigkeit - Erregung.....
erst dann wird das Denken aktiviert, angetrieben von dem entsprechenden Gefühl......
z.B.: angreifen oder weglaufen ? Sich ums Essen und Trinken kümmern ? schlafen oder wach bleiben ?. sich vertragen oder im Zorn auseinandergehen ?.....usw....

deshalb wird ein Mensch, der nur noch sein Gehirn hat - der weder sehen noch hören noch tasten noch überhaupt seinen Körper fühlen kann - irgendwann in den Wahnsinn verfallen.....oder das Gehirn schaltet sich selber aus und er fällt ins Koma....
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Beitragvon Sumsum » 09.10.2017, 18:58

@Gundi
die Links sind prima und einfach zu verstehen.

Ohne Emotionen wären wir nicht lebensfähig, unsere Gefühle haben große Macht über uns. Sie beherrschen unseren Verstand mehr als umgekehrt.
Kann man Emotionen kontrollieren? Man muss sich jedoch auch die Frage stellen, ob es generell für alle Emotionen zutrifft, ob man sie beherrschen sollte oder ob man sich auch manchen ergeben darf. Einem liebendem Menschen zu raten, sich die Emotionen bewusster vor Augen zu führen, quasi nicht mehr blind vor Liebe zu sein, um demjenigen damit Einschränkungen und Eingrenzungen aufzuerlegen, wäre sicher verkehrt……, man darf Emotionen auch vertrauen, man muss nicht allen misstrauen oder will man der Leidenschaft entsagen ?
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Beitragvon Gundulabella » 10.10.2017, 12:22

das Problem mit den Emotionen ist, dass sie schon sehr viele Jahre lang bestehen.....
d.h. - jeder von uns hat sich im Laufe seines Lebens - das jetzt mindestens ! ein halbes Jahrhundert alt ist - ein System angewöhnt.....
d.h. das, was einem leicht fällt - das möchte man immer wieder machen - und das was einem schwer fällt, versucht man zu vermeiden....wobei das "schwerfallen" und "leichtfallen" bei jedem von uns anders ist..... :wink: .....
wobei dieses "immer wieder dasselbe machen wollen" uns gleichzeitig unflexibler macht - leider nimmt das im Alter zu....

ich hatte mir seit meiner Kindheit ein System angewöhnt, von wegen meinen Weg alleine weiter zu gehen, wenn ich zu sehr drangsaliert wurde ...z.B. wenn ich gezwungen wurde - mich entscheiden zu müssen, zu einer "angesagten" Gruppe gehören zu müssen - obwohl ich "neutral" bleiben wollte.....das hat bereits im Kindergarten angefangen und sich später in der Schule fortgesetzt......
der Nachteil an diesem System ist, dass man sich selber ausgrenzt - dass man nur noch "Mitläufer" in einer Gruppe ist - dass man andere Menschen mehr beobachtet, als sich mit ihnen auseinanderzusetzen....

.....und dann fehlt einem irgendwann die Übung, die dringend notwendig ist, um mit langfristigen Beziehungen klarzukommen :!: (egal welcher Art diese Beziehungen sind)

heute sage ich, dass Menschen, die sich lieber ausgrenzen als sich der Konfrontation mit anderen Menschen zu stellen, länger brauchen, um ihre eigenen Fehlentscheidungen zu erkennen ....
und wenn man seine eigenen Fehlentscheidungen spät - oder - wie bei manchen Menschen - gar nicht erkennt - dauert die Lernphase im Leben halt ziemlich lange ....

ein Trost dabei ist unsere wesentlich längere Lebenserwartung.... :wink:
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