DieGesellschafterin hat geschrieben: Ich persönlich denke, wenn ein Mensch einen anderen Menschen zwar auf virtuellem Wege kennen schätzen und lieben lernt dann setzt er doch alles daran auch diese wunderbare Person kennenzulernen.

Oder?

Hi Gesellschafterin,
ich kann zwar jemanden auf virtuellen Wege interessant finden, doch lieben kann ich nur einen Menschen in meiner realen Welt.
Ich muss sie sehen,zuhören und wenn aus beginnender Sympathie mehr werden sollte,ja dann könnte ich mich möglicherweise verlieben.
Rugginosa hat geschrieben: Mir geht es eher um die Gefühlsebene btw. wie kleide ich Liebe/Verliebtsein oder Zuneigung/Vertrauen in Worte, zu einem Menschen den ich nicht real kenne.



Ich habe mich immer mal wieder mit meiner besten Freundin darüber unterhalten. Weil wir beide in unglaublich vielen Dingen gleich tickten. Aber gerade, was das Einlassen auf jemand, vor einem realen Treffen, total unterschiedlich waren.
Sie konnte das. Êine gewisse Zuneigung und Nähe schon im Vorfeld aufbauen und zulassen.

Ich nicht! Und ich denke, dass ist bei mir eine Art Selbstschutz und ein ausgeprägter Realitätssinn.
Ich möchte nicht meinen eigenen Interpretationen und Wunschvorstellungen erliegen, sondern muss real feststellen, ob ich mich überhaupt auf jemand einlassen möchte.
Natürlich gehe auch ich mit Wünschen und winzigen, klitzekleinen Hoffnungen zu einem Date. Sonst könnte ich mir die Zeit sparen.

Ich bin so schräg drauf, dass mir sogar irgendwelche Kusssmileys und son Kram, vor einem realen Treffen "too much" sind :oops:

Aber, wie bereits geschrieben. Mir ist klar, dass es genug gibt, die da völlig anders unterwegs sind und das ist auch gut so.
Danke Kaschmir. :wink:
Ich betreue Patienten, die aus verschiedenen Gründen nur virtuelle Beziehungen pflegen können - freundschaftliche und auch sehr erotische.

Man vergisst oft, für wie viele Menschen das Internet eine Möglichkeit ist, überhaupt ein soziales Leben führen zu können.

Gut - das ist ein Nischenproblem, aber für die Betroffenen ist es die Rettung aus der Isolation.
Dazu fällt mir spontan auch die( lange Zeit )virtuelle "Romanze", aus dem Film ziemlich beste Freunde ein.

Barbera, ich finde solche Einwürfe, wie deinen total wichtig. Helfen sie doch, immer wieder über die eigene Nasenspitze hinaus zu sehen.
Liebe ist etwas Wunderbares.
Solange sie nur ehrlich gemeint ist.
barbera hat geschrieben: Ich betreue Patienten, die aus verschiedenen Gründen nur virtuelle Beziehungen pflegen können - freundschaftliche und auch sehr erotische.

Man vergisst oft, für wie viele Menschen das Internet eine Möglichkeit ist, überhaupt ein soziales Leben führen zu können.

Gut - das ist ein Nischenproblem, aber für die Betroffenen ist es die Rettung aus der Isolation.


Hi barbera,

ich weiß nicht ob es ein Nischenproblem ist und wenn ja, eines bleiben wird?!

Einsamkeit und Einfachheit und evtl. Angst sind ein großer Druck, um sich in solche virtuellen Beziehungen zu begeben und dann evtl. Haus und Hof zu verlieren!

Die Vereinsamung nimmt zu und die "Gefahren" im Alltag auch, da ist es doch leicht, sich per virtuellem Kontakt ein Bild des Gegenüber zu schaffen, das ein Mix aus dem geschriebenen und dem Wunschdenken ist. Das kann (denke ich) bis hin zum vollständigen Realverlust führen und einen blind für die 'Gefahren machen!
Ich glaube, auch hier läßt sich nicht alles über einen Kamm scheren.
Ein gut funktionierendes “Bauchgefühl“ ein gewisses Niveau sind hilfreich, wenn man sich auf virtuelle Kontakte einläßt
Als ich einmal für längere Zeit aus gesundheitlichen Gründen an die Wohnung gebunden war, bewegte ich mich des öfteren im Internet.
Es machte Spaß, auf diese Weise Menschen kennen zu lernen, die ich im.realen Leben kaum getroffen hätte.
Es kommt drauf an, was man sucht, wie man siebt und worauf man sich einläßt.
Humor ist ein wunderbarer Anfang
Ich habe auf diese Weise so manchen Spaß gehabt,
Auch mal spielerisch geflirtet.
Es liegt doch in meiner Hand, wie sich solche Kontakte entwickeln !
Sowohl bei Skype, als auch im Schreiben oder telefonieren gibt es immer den Ausschalter.
Den ich aber nur selten betätigen mußte.
Und wenn, dann erkannte ich das recht schnell.
Es entstand manche digitale Freundschaft, Vertrauen, das über die Monate und Jahre entstand.
Bis heute lockere, teils sporadische Kontakte. Hin und wieder ergab sich auch mal eine Begegnung ausserhalb des Internets. Eine Romanze suchte ich eher nicht. Wahrscheinlich mit ein Grund, dass ich auf diese entspannte Art kaum üble Erfahrungen machen musste.
Und doch kann ich mir gut vorstellen, dass auch so etwas möglich ist.
Warum nicht ?!
Ich glaube, auch hier läßt sich nicht alles über einen Kamm scheren.
Ein gut funktionierendes “Bauchgefühl“ ein gewisses Niveau sind hilfreich, wenn man sich auf virtuelle Kontakte einläßt
Als ich einmal für längere Zeit aus gesundheitlichen Gründen an die Wohnung gebunden war, bewegte ich mich des öfteren im Internet.
Es machte Spaß, auf diese Weise Menschen kennen zu lernen, die ich im.realen Leben kaum getroffen hätte.
Es kommt drauf an, was man sucht, wie man siebt und worauf man sich einläßt.
Humor ist ein wunderbarer Anfang
Ich habe auf diese Weise so manchen Spaß gehabt,
Auch mal spielerisch geflirtet.
Es liegt doch in meiner Hand, wie sich solche Kontakte entwickeln !
Sowohl bei Skype, als auch im Schreiben oder telefonieren gibt es immer den Ausschalter.
Den ich aber nur selten betätigen mußte.
Und wenn, dann erkannte ich das recht schnell.
Es entstand manche digitale Freundschaft, Vertrauen, das über die Monate und Jahre entstand.
Bis heute lockere, teils sporadische Kontakte. Hin und wieder ergab sich auch mal eine Begegnung ausserhalb des Internets. Eine Romanze suchte ich eher nicht. Wahrscheinlich mit ein Grund, dass ich auf diese entspannte Art kaum üble Erfahrungen machen musste.
Und doch kann ich mir gut vorstellen, dass auch so etwas möglich ist.
Warum nicht ?!
Tja, wenn's dann real wird,

ER vor euch steht,
sein ultimatives Lächeln euch in die Defensive drängt,
sein starker Arm eure Hüften umschlingt
Seine sonorige Stimme das Lied von der Liebe euch ins Ohr flüstert
Und die Schmetterlinge beginnen zu fliegen

Spätestens dann ist alles Geschreibsel hier
Zur Makelatur geworden.
Wetten dass?
Ich finde, um jemand 'zu kennen', genügen auch später wenige Treffen - nicht.

Eine Bekannte 44j hatte 1 Jahr lang einen whatsup- Kontakt mit einem Mann....verliebte sich... dann blieb er
alle 1-2 Monate über Nacht bei ihr.
Bestimmt 30x sagte er, er kommt-
sie wartete vergebens....

Zu mir sagt sie, sie ist in einer 'Beziehung'...
sie träumt von einer gemeinsamen Zukunft...
Er macht angeblich Geschäfte weltweit.- kauft und verkauft Firnen.....
Nach meinem "Wiedererwachen" vor vier Jahren hatte ich eine vierwöchige Romance mit einem Quiz-Duell-Partner. Früher hab ich öfter mal darüber geschrieben. Es geht tatsächlich, und damals fühlte sich das alles richtig an.
Wir haben uns nie gesehen, sondern nur nächtelang gechattet und telefoniert.
Ich hatte damals viele Jahre keinen Sex gehabt. Und es war das höchste für mich.
Es hat mir gut getan, ich bin aufgeblüht und wie schon geschrieben, in der Situation war es das beste, was mir passieren konnte. Es war sozusagen ein geschützter Rahmen

Allerdings kam dann doch der Wunsch nach einem realen Mann auf, treffen konnten wir uns nicht, und somit haben wir es beendet. Und ich habe mir einen echten Mann gesucht :-)

Der Übergang von der Virtualität zur Realität hat dann schon Mut von mir verlangt. Aber es hat sich gelohnt.

Für alle, die aus diversen Gründen keinen realen Partner finden können, ist es eine Alternative, können aber niemals einen echten Menschen ersetzen.

Menschen in echt zu erleben bedeutet neben der Sexualität auch noch ganz viel anderes, ganz andere Anforderungen, ganz andere Ansprüche.
Wer kann, sollte diesen Schritt wagen, und sei es auch nur, um eigene Ängste auszuräumen und den Sprung hinaus in die Wirklichkeit endlich zu wagen. Und den geschützten Rahmen zu verlassen.
@Melissa
gut auf den Punkt gebracht !
Papier ist geduldig - ein altes Sprichwort.

Es ist doch ganz normal, dass der Wunsch aufkommt die virtuelle Person auch in der Realität kennen zu lernen. Dort entscheidet sich was aus dieser Bekanntschaft werden kann.

Denke mal wenn am Anfang Sympathie da ist dann sollte man sich trotzdem die Zeit nehmen den anderen in Ruhe kennen zu lernen. Nach einmal sehen kann man diese Frage noch nicht beantworten. Zumindest ist es bei mir so.

Wir sind alle in einem Alter wo man nichts mehr übers Knie abbrechen sollte. Auch das Kennenlernen nicht. Nicht nur das Gefühl entscheidet sondern auch der Verstand.
Biggi
Das ist ein Irrtum - nicht jeder will sein virtuelles Gegenüber kennen lernen.
Unzählige Menschen lieben das Spiel mit der Phantasie und der Illusion, das niemals der Realität standhalten kann.

So manche/r präsentiert sich so, wie das vom Gegenüber gewünscht ist, und nur dadurch bleibt das Spiel aufrecht.

Ich plaudere ein wenig aus dem Nähkästchen:
Eine Freundin , Juristin, zog aufs Land.
Sie ist mit einem wesentlich älteren Mann verheiratet, der ihre erotischen Erwartungen nicht mehr erfüllt.

Sie geistert in diversen Plattformen herum, unterhält dort virtuelle Beziehungen und träumt sich alles Mögliche zusammen.
Und Partner für diese Inszenierungen gibt es jede Menge.

Ich bin sicher, sie ist nicht der einzige Mensch, der auch auf diese Art relativ glücklich wird.
Eine reale Beziehung ist aus unterschiedlichen Gründen gar nicht erwünscht.

Es gibt Nischen, von denen ein Normalverbraucher keine Ahnung hat.
Ich bin auch oft überrascht.