Melissa,
der Film lief dieses Jahr einige Wochen hier bei mir...!
Habe ihn aber nicht gesehen.

H i n w e i s

ZDF Sonntag, 20.10.2019, 11.00-12.15 Uhr:
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2019
Live aus der Frankfurter Paulskirche

>>Mit Sebastião Salgado erhält erstmals ein Fotograf den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Die Laudatio hält Filmemacher Wim Wenders. Der brasilianische Fotograf fordere soziale Gerechtigkeit und Frieden und verleihe der weltweit geführten Debatte um Natur und Klimaschutz Dringlichkeit, heißt es in der Begründung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels der den Preis vergibt.

Salgado wurde 1944 in Brasilien geboren und steht in der Tradition der sozial engagierten Fotografie. Während der brasilianischen Militärdiktatur engagierte er sich in der linken Oppositionsbewegung und emigrierte 1969 nach Paris. In seinen kontrastreichen Schwarz-Weiß-Bildern dokumentierte er von Beginn an in Langzeitprojekten Armut, Flucht und Krieg. Sein Bildband „Gold“ hält in beeindruckenden Bildern die Folgen des Goldrauschs in einer brasilianischen Provinz Ende der 70er Jahre fest. Sein bislang letztes Projekt „Genesis“ widmete er der unberührten Natur.

Wie bei allen seinen Werken verbindet sich damit ein Aufruf: Salgado möchte zeigen, wie fragil die Welt mittlerweile geworden ist. Angesichts der weltweiten humanitären Krise sowie der Klimakrise zeichnet der Börsenverein eine Persönlichkeit aus, deren Werke in engagierter Auseinandersetzung mit diesen beiden Themen stehen. Der deutsche Filmemacher Wim Wenders hatte mit „Das Salz der Erde“ einen Film über Leben und Werk Salgados gedreht, der 2015 als bester Dokumentarfilm für einen Oscar nominiert war.<< (ZDF)



Zu diesem Anlass hole ich meinen Beitrag vom 01.06.2019 über den Film „Das Salz der Erde“ noch einmal nach vorn (s.u.).


Der Film ist erneut in der ARD (SWR) Mediathek zu sehen:
Das Salz der Erde - Der Fotograf Sebastião Salgado
17.10.2019 Dokumentarfilm ∙ SWR Fernsehen
https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzExNjIwMDM/
Video verfügbar bis: 24.10.2019 ∙ 23:45 Uhr





Verdandi hat geschrieben:

Wim Wenders und Ribeiro Salgado:

»Das Salz der Erde«

Ein Film über den brasilianischen Fotografen
Sebastião Salgado (2014)


Trailer auf YouTube:
https://youtu.be/JMR2pf6iAAY

In voller Länge in der ARD Mediathek noch verfügbar bis zum 05.06.2019: ... [erneut eingestellt: s.o.]


>>Der Film präsentiert Leben und Arbeit des weltberühmten Fotografen Sebastião Salgado - aus der Sicht zweier Regisseure: der seines Sohnes Juliano Ribeiro Salgado und der von Wim Wenders.<<


▬▬▬__________



Dieser Dokumentar-Film ist sehr beeindruckend! Er ist schon 2014 erschienen, aber ich habe ihn erst jetzt für mich entdeckt.

Wim Wenders hatte 20 Jahre zuvor ein Schwarz-Weiß-Foto von Salgado in einer Galerie gesehen, das ihn nicht mehr losließ. Er kaufte es, hängte es über seinen Schreibtisch und betrachtet es seitdem jeden Tag:

Es ist die Aufnahme von einem Riesen-Erdloch in Brasilien, in dem Tausende von dreckverschmierten Männern herumwuseln und an den steilen Rändern hoch- und runterklettern, um Sack für Sack die Erde nach draußen zu befördern. Es sind keine Maschinen, nur die Männer zu sehen. Keine Sklaven, obwohl es so anmutet, sondern Glückssucher aus allen Schichten und Altersklassen: Es war die Goldmine Serra Pelada in Pará, die in den 80er-Jahren einen Goldrausch ausgelöst hatte, insbesondere bei den armen Bauern der Umgebung. Jeder hoffte auf einen Schatz in dem Sack, den er gerade mühsamst nach oben brachte, der meist aber nur mit Dreck gefüllt war.

Mit diesem Foto beginnt der Film. Und erzählt dann die Geschichte des Fotografen, den es im Laufe seines Lebens in die entlegendsten Gegenden und in die gefährlichsten Situationen getrieben hat. Trotzdem war er nie ein Sensationsfotograf. Er war oft für humanitäre Zwecke, u.a. für Ärzte ohne Grenzen unterwegs.

Man spürt als Betrachter, wie sehr er sich auf das, was er sah und schließlich mit der Kamera aufnahm, eingelassen hat. Ich habe noch nie solche Bilder gesehen, die aus äußerst bewegenden Momenten entstanden sind und jedes für sich eine ganze Geschichte zu erzählen vermag. Zumal er auch technisch ein Könner ist, der die Möglichkeiten der Schwarz-Weiß-Fotografie für seine Sujets auf eine unnachahmliche Weise perfektioniert und revolutioniert hat.

Zuerst waren es die Menschen, die ihn fesselten und faszinierten - bis er nach Ruanda kam und in die grausamen Auswirkungen des kurz zuvor stattgefundenen Völkermordes geriet. Danach musste er sich eine Weile ganze zurückziehen und hat sich später nur noch auf Landschaften und Tiere einlassen können. Und wieder schaffte er auch damit ein künstlerisch und technisch überragendes Werk!

Zwischendurch berichtet er in diesem Film von einem Projekt der erfolgreichen Wiederaufforstung einer 600 Hektar großen Fläche ehemals gerodeten Regenwaldes und belegt dies eindrucksvoll mit seinen Bildern.

Es war die inzwischen nicht mehr betriebene Familien-Farm in seiner brasilianischen Heimat, auf der er als Kind gelebt hat. Über mehrere Jahre wurden für das Wiederaufforstungs-Projekt 150 bis 200 Pflanzen- und Baumarten (der ursprünglich 400) mühsam in großen Mengen aufgezogen und ausgepflanzt. - Der Blick der Kamera gleitet langsam über die sanften Hügel und belegt, dass nun alles wieder dicht bewachsen ist. Die Salgados haben es gezeigt: Renaturierung ist möglich. Man muss es nur wollen und sich dafür engagieren. Das Gelände ist jetzt ein Naturschutzpark.

Ein wunderbarer Film! Wim Wenders hat mal wieder Qualität der Spitzenklasse abgeliefert. Ich kann diesen Film nur weiter empfehlen. :D


Bild

Sebastião Salgado (2014), Quelle: José Cruz/ABr (Wikimedia Commons)
Danke für den Hinweis.
Ich werde den Film die nächsten Tage anschauen.
Auf Empfehlung habe ich mir den Film in der Videothek angesehen - einfach empfehlenswert - und beeilen!
Habe mir gerade mit meinem Sohn in München

Das perfekte Geheimnis angeschaut

Der Film hat echt Spass gemacht:
superlustig, sehr gute Schauspieler, interessante Thematik mit viel Spannung und Überraschungsmomenten.
Das Wunder von Marseille - wirklich empgehlenswert und ich werde mir diesen Film in 1 - 2 Wochen sicher noch einmal anschauen.
In Vorbereitung auf ein Weihnachtskonzert mit den Wiener Sängerknaben wurde der Film "Kleine große Stimme" gezeigt. Das war eine gute Idee. Jetzt freue ich mich um so mehr auf das Konzert.
Der Film ist bemerkenswert, politisch und romantisch zugleich. Er ist in voller Länge auch auf you.... zu sehen.
agapanta hat geschrieben:
Habe mir gerade mit meinem Sohn in München

Das perfekte Geheimnis angeschaut

Der Film hat echt Spass gemacht:
superlustig, sehr gute Schauspieler, interessante Thematik mit viel Spannung und Überraschungsmomenten.



HAMMER :!: :!: :!:
Crash0 hat geschrieben: In Vorbereitung auf ein Weihnachtskonzert mit den Wiener Sängerknaben wurde der Film "Kleine große Stimme" gezeigt. Das war eine gute Idee. Jetzt freue ich mich um so mehr auf das Konzert.
Der Film ist bemerkenswert, politisch und romantisch zugleich. Er ist in voller Länge auch auf you.... zu sehen.

Bild
(Filmplakat auf englisch, Wikimedia-Commons)


„Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ (Israel, 2015)

...von und mit Natalie Portman,
nach dem gleichnamigen autobiografischen Roman
von AMOS OZ (2004)

Trailer Deutschland (2016) auf YouTube:
https://youtu.be/WY9BPr4x2z0

Ich habe bisher nur Amos Oz' letzten Roman „Judas“ gelesen ...
(s. meinen heutigen Beitrag im Thread „Literatur“:
https://www.50plus-treff.de/forum/viewt ... 6#p5073586 ),
... den diesem Film zugrunde liegenden gleichnamigen, autobiografischen Roman von ihm aber noch nicht (ist bestellt).

Aber nun habe ich mir den Film schon mal angesehen. Dieser hat nach seinem Erscheinen nicht nur positive Kritiken bekommen. Einige Kritiker bemängelten, dass die Regisseurin und Darstellerin der Mutter von Amos Oz, Natalie Portman, sich zu sehr an die Buchvorlage gehalten und es versäumt habe, eine eigene Filmsprache für diesen Stoff zu entwickeln.

Mir kam das allerdings zupass, weil ich mehr an Amos Oz' Biografie als an einem zu eigenständigen Spielfilm interessiert war.

Die äußeren Umstände sind schnell erzählt: Die Eltern flüchteten aus Osteuropa und wanderten 1933 bzw.1934 in Palästina ein. Sie lebten in Jerusalem, wo Amos Oz 1939 geboren wurde und in den 40er-Jahren aufwuchs. Die Mutter war depressiv und nahm sich das Leben, als er dreizehn war. Danach lebt er viele Jahre in einem Kibbuz und begann dort mit seiner schriftstellerischen Arbeit.

Sehr beeindruckend, in der Tat streckenweise eher „finster“ in Bild und Ton und der damit transportierten Atmosphäre, vermittelt der Film nicht nur auf der handelnden sondern auch atmosphärischen und symbolischen Ebene allerdings einen sinnlichen Eindruck der unsicheren Verhältnisse sowohl im Land als auch in der Familie im Jerusalem der Gründungsphase des Staates Israel inkl. Rückblenden auf Szenen von Verfolgungen und Verleumdungen der jüdischen Vorfahren in Europa.

Sehr sehenswert, wie ich es empfunden habe! – Und nun werde ich das Buch noch lesen.




Den Film "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis", den @Verdandi empfohlen hat, habe ich im Kino vor einigen Jahren gesehen.
Er ist wirklich sehenswert. Mir hat die Portman als Mutter gut gefallen.
Ein berührender und beeindruckender Film.

Ich schaue mir lieber Filme im Kino an, da sind sie aktuell und auf der großen Leinwand gefallen sie mir besser als im "Heimkino".....

Am Samstag sah ich mir mit einer Freundin die französische Komödie
"Lieber Antoine als gar keinen Ärger" an.
Wir waren beide enttäuscht von dem Film. Ich kann den leider nicht empfehlen.
Zu viele Gewaltszenen, die für meinen Geschmack dem Thema des Films nicht gerecht wurden....
Die schönste Zeit unseres Lebens

Der völlig desillusionierte Comiczeichner Victor befindet sich gerade beruflich und auch in seiner Beziehung auf dem absteigenden Ast. Immer wieder kommt es zwischen ihm und Marianne zu Auseinandersetzungen, bei denen sie sich heftige Beleidigungen an den Kopf werfen. Mithilfe der Eventagentur von Antoine erhält er jedoch die Möglichkeit, noch einmal jenen Tag vor 40 Jahren im Jahr 1974 zu erleben, an dem er Marianne, die trotz allem noch immer die Liebe seines Lebens ist, kennenlernte. Der brillante Unternehmer bietet seinen Kunden durch eine Mischung aus Theaterkunst und historischer Rekonstruktion die Möglichkeit, in die Zeit ihrer Wahl einzutauchen.
Wiki

Dieser Film ist voll mit französischem Charme - witzig und sentimental, frech und manchmal tiefsinnig.

Ausserdem spielen zwei meine allerliebsten Schauspieler die Hauptrollen: Daniel Arteuil und Fanny Ardant - die so unglaublich Schöne und Talentierte!

Wer ein wenig Französisch versteht, sollte sich den Film in Originalsprache anschauen.
Die Dialoge sind auf Französisch ungemein spritzig, aber die Untertitelung ist ebenfalls recht gut.

Der Film ist ein großes Vergnügen für die Generation 50plus.
Das Eintauchen in die verrückten Siebzigerjahre tut der Seele gut - lach!
Ein großes Vergnügen mit Tiefgang.
@katinka
Da kann ich dir absolut beipflichten

90 Min zum Lachen, aber auch vieles aus dem Leben in der heutigen Zeit, gegriffen.

Kann man sehr weiterempfehlen !!!
Alles außer gewöhnlich
Stille Helden

Der Film erzählt von einem realen Hilfsprojekt und dessen Nöten. Es geht um die Welt der Behinderten, im Besonderen um autistische Jugendliche.
Es geht um Bürokratie und die täglichen Schwierigkeiten mit den Jugendlichen.
Sehr sehenswert, und zum Schluss eine sehr anrührende Szene, in der die Autisten eine Tanz Performance aufführen...
Ein sehr empfehlenswerter Dokumentarfilm, Aretha Franklin, Amazin Grace, der gerade in den Kinos läuft:

https://www.kino-zeit.de/film-kritiken- ... grace-2018