Ich bin überrascht, :o was für eine Lawine der Start des Thread ausgelöst hat.

Jetzt denke ich, dass die Frage nicht nur sein sollte, was Hochsensible brauchen, sondern eher, dass die Welt Sensible braucht.

Wir sind Seismographen. Ich sehe die feinfühlige Art, die Welt wahrzunehmen, als Ressource.

Was es schwierig macht, die Ressource zu nutzen, das zeigt der Thread, es ist nicht leicht Seismographen zu lesen (wer nie geboren hat, kann Geburtsschmerz nicht einschätzen)
Das ist die Schwierigkeit. Befindlichkeit aus Empfindsamkeit kommt in einer teils abgestumpften Gesellschaft nicht rüber. (Okay, vielleicht bin ich jetzt etwas plakativ).
In unserer Zeit ist es vielleicht auch abhanden gekommen, sensiblen Menschen zu zuhören.
Momentan bekommen die, die am lautesten krakeelen,Gehör und sogar Stimmen. Es wird geklotzt, gebrüllt, übertrieben. Das stumpft ab.
Es braucht auch robuste Menschen, aber keine stumpfen.

Hochsensible hätten das Wissen, wie eine ausgeglichene Welt sein kann, sie empfinden Harmonien und Disharmonien jenseits von ästhetischen Konstruktionsmodellen. Sie in größere Gestaltungsprozesse einzubinden möchte ich hier zur Diskussion vorschlagen. Die Robusten sollten die gestaltete Welt dann beschützen :)
@filippa
Du schreibst u.a.:
Ein durchschnittlich sensibler mensch kann in einem bereich hochsensibel sein, ein hochsensibler hingegen muss nicht unbedingt in allen bereichen sensible antennen haben.
Nein, da gibt es keine zwei verschiedene welten, es gibt verzahnungen, überschneidungen, annäherungen, parallelen….eine bunte mischung von unterschiedlichsten verteilungen der antennen , nochmals gestaffelt nach bereichen.
Akzeptanz braucht jeder mensch für seine individuellen eigenschaften, hochsensible brauchen mehr davon, das ist richtig.
Der weg ist aber für alle immer der gleiche, nämlich dass man seine bedürfnisse klar erkennt, sie ebenso klar anmeldet und menschen meidet, die das kritisieren und nicht akzeptieren.


gut erklärt - das kann ich nachvollziehen......
Ibinda, ich sehe das ähnlich wie Du.
Ich kupfere mal ein bißchen von E. Aron's Buch ab.
Sie schreibt schon 1995:
In den meisten Kulturen hätten sensible Menschen ihren angestammten Platz,
sie seien die eine von zwei Führungsklassen. In alten Zeiten seien sie Priester
oder königliche Berater gewesen, während sich die anderen als Herrscher
oder Krieger hervortaten. Heute aber, so Aron, "erobern in den westlichen
Kulturen die Nichtsenseblen immer mehr Terrain. Sie verdrängen uns."
Schneeweiss1256 hat geschrieben: @ BilderBerger:

Wenn man, so wie Du, die Dinge durchgängig zu realtivieren versucht, sagt es etwas über Dich aus. Was immer das ist, kann ich nicht sagen. Ich kenne Dich nicht.

Zunächst einmal fand ich das Thema interessant.
Als praktizierender Dilettant ("ein bisschen sensibel ist jeder") habe ich mir tatsächlich überlegt, wie groß meine Fallhöhe zu den Hochbegabten ist; das darf man gerne als "durchgängig relativieren" runtermachen.

Indes wüsste ich nicht, wo ich Dich persönlich angemacht habe; insofern darf ich mir Gedanken machen, wenn Du es umgekehrt tust. Vielleicht sagt das ja auch tatsächlich was über Dich aus, aber wie Du schon so schön feststelltest: wir kennen uns nicht, und derartige Sackgassen sind eigentlich müßig. Aber vielleicht das gute Recht der Privilegierten.

Sensibilität hat so viele Facetten, und möglicherweise ist der Elefant tatsächlich das passende Symboltier. Wenn es um Verständnis geht, wird ja oft der Spruch bemüht, man müsse den Interessenten dort abholen, wo er steht. Leider wird so oft vergessen zu klären, wer wen wo abzuholen hat ...



https://www.youtube.com/watch?v=Yylb91M_W6I
normal sein und normal bleiben - damit geht man leichter durchs Leben......
warum ?
weil jedes Abweichen von der Norm (egal in welche Richtung) Kraft kostet... :wink:
Schneeweiss1256 hat geschrieben: Ich hab jetzt lange überlegt, was ich antworte. Und habe mich gegen die Offenlegung meiner Hochsensibilität entschieden.

Ich möchte so antworten….

Nämlich, indem ich auf das eigentliche Thema des Tread`s hier eingehen möchte: Was Hochsensible brauchen

Akzeptanz!!!!

Für etwas, das der, der nicht hochsensibel ist, niemals verstehen können wird.

Ich wünsche mir, dass die, die nicht hochsensibel sind, aufhören, sich in etwas einmischen zu wollen, das ihnen verschlossen bleiben muss. Es sollte ihnen klar werden, dass sie zu der Welt, in der Hochsensible sich bewegen, keinen Zugang finden können. Und so ist Akzeptanz das einzige, was dann die tausend wirklich auch gut gemeinten Ratschläge, die Hochsensible über sich so ergehen lassen müssen….. lebenslang…. unnötig werden lassen könnten.

Wir werden nicht wie ihr……. wir sind anders….. :-D

Nicht besser. Nicht schlechter. Nur anders….. und gar nicht mal so sehr viel…… ;-)

Du schreibst, dass du dich gegen die Offenlegung deiner Hochsensibilität entschieden hast und tust es m. E. trotzdem - das ist ein Widerspruch in sich.

Akzeptanz ist das Zauberwort im Umgang miteinander und daran möchte ich einfach mal erinnern, denn auch die "nicht Hochsensiblen" haben einen ganz feinen Draht dazu, wenn man ihnen immer wieder unterstellt, dass sie einfach keine Ahnung haben, was ein "Hochsensibler" braucht.
Akzeptanz und Verständnis für die unterschiedlichen Erscheinungsformen der Sensibilität wären sehr hilfreich, um nicht durch Begriffe eine Zwei-Klassen-Gesellschaft zu konstruieren. Hochsensible und weniger sensible sollten nicht nebeneinander herlaufen, sondern in einem konstruktiven Miteinander leben können, das würde allen helfen, denn wir leben nicht in zwei Welten
von fragola » 22.06.2018, 10:36
Akzeptanz ist das Zauberwort im Umgang miteinander und daran möchte ich einfach mal erinnern, denn auch die "nicht Hochsensiblen" haben einen ganz feinen Draht dazu, wenn man ihnen immer wieder unterstellt, dass sie einfach keine Ahnung haben, was ein "Hochsensibler" braucht.
Akzeptanz und Verständnis für die unterschiedlichen Erscheinungsformen der Sensibilität wären sehr hilfreich, um nicht durch Begriffe eine Zwei-Klassen-Gesellschaft zu konstruieren. Hochsensible und weniger sensible sollten nicht nebeneinander herlaufen, sondern in einem konstruktiven Miteinander leben können, das würde allen helfen, denn wir leben nicht in zwei Welten

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Deine Meinung teile ich fragola.
Akzeptanz ist wirklich ein Zauberwort im Umgang miteinander. Daraus ergeben sich auch im Miteinander die benötigten Freiräume um sich weiterzuentwickeln.

Es gibt das gesprochene Wort:
<< Man muss die Menschen nehmen wie sie sind, andere gibt es nicht >>

Jeder von uns kann sich aber verbessern, weiterentwickeln und zu jeder Zeit dazu lernen, auch und gerade aus den Meinungen von anderen Menschen.
Dieses Verbessern, Weiterentwickeln und Lernen, miteinander zuleben ist ein sehr gutes Gefühl. Ich bin ganz deiner Meinung, suchen wir bewusst, das Miteinander auf gleicher Augenhöhe, in möglichst vielen Bereichen des Lebens.
Was Hochsensible brauchen?

Bei einem Kommentar fiel mir ein, was diese "Hochsensible " braucht:
Dass man ihr den Kopf zurechtrückt!
Also, zuerst einmal muss ich eine Verwechslung eingestehen. Ich habe etwas jemandem zugeordnet, was der (BilderBerger) gar nicht geschrieben hatte. Ein großes Sorry dafür.....

Ansonsten möchte ich dann meinen Kopf wieder aus der Disussion ziehen, die sich dann scheinbar und für mich recht unverständlich an dem festzumachen scheint, was ich schreibe. Und ich habe bisher mitnichten irgendwas von meiner Hochsensibilität preis gegeben. Bzw. der Form, in der ich hochsensibel bin.

Ich bin oft in der Versuchung es zu tun, aus Rechtfertigungsgründen, und um dann doch zu sagen.... dafür es "normal" zu nennen und es auf ein normal zu nennendes Maß herunter zu brechen, ist es nicht da.

Und ich werde es jetzt tun!!!

Um den Dingen Genüge zu tun.... und um meinen Kopf wieder aus der sich an mir und dem, was ich schreibe, festmachenden Diskussion heraus zu ziehen: Ich sehe, unter vielem anderen, Totenschädel auf Gesichtern von Mensch und Tier. Und es dauert dann noch ca. 6 Wochen, in denen man etwas dagegen unternehmen könnte.

Das MUSS ich Menschen sagen!!! Aber wie bitte macht man das, ohne sie zu erschrecken????

Hab ich übrigens bei mir selbst im Spiegel auch gesehen, bevor ich mich 4 Tage später für 4 Wochen im Krankenhaus wieder gefunden habe, mit einer Gehirnhautentzündung. Und das war schon RICHTIG gruselig für mich.

Und - und wer jetzt noch sagt, Hochsensibilität sei etwas "Normales", dass der, der es ist, im Grunde für sich nur so definiert, vielleicht, um etwas Besonderes darstellen zu wollen, möge sich bitte an meine Stelle begeben und dann das stemmen, was ich da ab und an stemme, ohne da irgendeine Möglichkeit zu kennen, das in die Wege leiten zu können, in die es dann müsste.

Ich muss es den Leuten überlassen, ob sie für sich selbst sorgen wollen oder nicht, wenn ich ihnen sehr vorsichtig und ohne preis gegeben zu haben, was ich wirklich gesehen habe, sage, dass es dringendst anstünde, für sich selbst zu sorgen.
@ Schneeweiß

Gestern ist es mir im laufe des tages so allmählich gedämmert, um welche art der hochsensibilität es sich bei dir handelt, jetzt hast du es bestätigt.
Erst mit diesem wissen kann ich deine darstellung von zwei welten verstehen und auch so stehen lassen. Und auch anderes, was du geschrieben hast.
Hellseherische fähigkeiten sind auch unter hochsensiblen nicht alltäglich und ich verstehe , wie du dich in der belastung und verantwortung siehst. Das ist alles andere als einfach. Folgen kann dir da niemand. Akzeptanz hingegen, so hoffe ich, wirst du finden.
Vielleicht kannst du trotzdem akzeptieren, dass ich den größten teil der hochsensiblen (immerhin wird jeder 5. als hochsensibel angesehen) nicht als in einer anderen welt lebend betrachte, zu der ich keinen zugang habe. Deine begabung hingegen ist außergewöhnlich. Ich wünsche dir sehr, dass sie dich nicht einsam macht.
littlemermaid hat geschrieben: Ibinda, ich sehe das ähnlich wie Du.
Ich kupfere mal ein bißchen von E. Aron's Buch ab.
Sie schreibt schon 1995:
In den meisten Kulturen hätten sensible Menschen ihren angestammten Platz,
sie seien die eine von zwei Führungsklassen. In alten Zeiten seien sie Priester
oder königliche Berater gewesen, während sich die anderen als Herrscher
oder Krieger hervortaten. Heute aber, so Aron, "erobern in den westlichen
Kulturen die Nichtsensiblen immer mehr Terrain. Sie verdrängen uns."


littlemermaid, die Aron schreibt in meinen Augen etwas kulturell einseitig. (Frage ist, ob in monotheistischen Religionen die Priester die Sensiblen sind).
Ich denke es sind, Seher, Spirituelle, Schamanen, Heiler, Künstler, Staatsorakel, Astrologen...
Auch ob Unsensible uns verdrängen können, ist die Frage. Denn mit der "unsensiblen" Lebensweise kommen Krankheiten und Empfindlichkeiten anderer Art.
Grundsensibilität ist in allen Menschen angelegt. "Kinder und Narren sagen die Wahrheit", dieser Spruch erzählt davon.
Das vierte Lebensjahr ist entscheidend, ob die Antennen bleiben oder verschwinden. Das hat was mit der kognitiven Entwicklung zu tun und dem, in welcher Umgebung sich KInder bewegen. (Man denke an die Reinkarnationen im tibetischen Buddhismus, die meist mit vier Jahren gefunden werden).

Bei dem Phänomen Hochsensibilität, besonderen Gaben, Visionen etc. gibt es für mich trotz kognitiver und plausibler neurologischer Erklärungen immer einen Anteil, der sich der biologischen, physikalischen, naturwissenschaftlichen Analyse entzieht.

Meermaid es gibt sie noch, Sufis, Schamanen, Visionäre, Spirituelle. Sie sind nicht im Zivilisationstrubel zu finden und auch nicht prominent. Und die, die man zu kennen glaubt, verwahren sich dagegen, zu jener Gruppe zu gehören.
Ich denke sogar, dass Hochsensible einfach lernen müssen, sich zu schützen.Und sie tun es, vor allem, wenn sie geschult wurden, damit umzugehen.

Sie mögen strukturell und institutionell vorübergehend in der modernen Gesellschaft nicht herausragen, dafür aber sind sie wohl verstreut vorhanden.
@Marcheennature
Du schreibst u.a.:

Jeder von uns kann sich aber verbessern, weiterentwickeln und zu jeder Zeit dazu lernen, auch und gerade aus den Meinungen von anderen Menschen.
Dieses Verbessern, Weiterentwickeln und Lernen, miteinander zuleben ist ein sehr gutes Gefühl. Ich bin ganz deiner Meinung, suchen wir bewusst, das Miteinander auf gleicher Augenhöhe, in möglichst vielen Bereichen des Lebens.


das ist richtig.....

jenseits davon glaube ich, dass die Bandbreite bei den Menschen sehr groß ist.....
leider wird oft in der Familie/dem Umfeld gefordert, dass sich die Leute "anpassen" müssen - damit sie als "normal" gelten können.....
denn alles was als "abnormal" empfunden wird - ist suspekt, denn es paßt nicht in die Norm - also paßt es nicht in die Gemeinschaft.........

leider sind es aber gerade diese "nicht ganz normalen" Menschen, die die Grenzen ausgetestet und uns als Spezies weiter gebracht haben.... :!:
Ibinda,
Aron meinte die Priester in vorchristlicher Zeit. Priester gibt es in Religionen aller Zeiten und aller Kulturen. Manchmal nennen sich die religiösen Amtsträger anders ("Geistliche", "Seher", "Schamane", "Medizinmann", "Imam"), aber in vielen Religionen heißen sie sich tatsächlich "Priester".
littlemermaid hat geschrieben: Ibinda,
Aron meinte die Priester in vorchristlicher Zeit. Priester gibt es in Religionen aller Zeiten und aller Kulturen. Manchmal nennen sich die religiösen Amtsträger anders ("Geistliche", "Seher", "Schamane", "Medizinmann", "Imam"), aber in vielen Religionen heißen sie sich tatsächlich "Priester".

Hast recht. :)
von Gundulabella » 22.06.2018, 17:35
@Marcheennature
Du schreibst u.a.:
Jeder von uns kann sich aber verbessern, weiterentwickeln und zu jeder Zeit dazu lernen, auch und gerade aus den Meinungen von anderen Menschen.
Dieses Verbessern, Weiterentwickeln und Lernen, miteinander zuleben ist ein sehr gutes Gefühl. Ich bin ganz deiner Meinung, suchen wir bewusst, das Miteinander auf gleicher Augenhöhe, in möglichst vielen Bereichen des Lebens.
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das ist richtig.....

jenseits davon glaube ich, dass die Bandbreite bei den Menschen sehr groß ist.....
leider wird oft in der Familie/dem Umfeld gefordert, dass sich die Leute "anpassen" müssen - damit sie als "normal" gelten können.....
denn alles was als "abnormal" empfunden wird - ist suspekt, denn es paßt nicht in die Norm - also paßt es nicht in die Gemeinschaft.........

leider sind es aber gerade diese "nicht ganz normalen" Menschen, die die Grenzen ausgetestet und uns als Spezies weiter gebracht haben.... :!:
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Ja Gundulabella, auch ich glaube dass die Bandbreite bei den Menschen sehr gross ist .......... ich sehe aber auch, dass die Famillien und die Umfelder sich dauernd weiterentwicklen, weiterverändern und eben auch beeinflusst werden. Dass Vieles schon heute akzeptiert wird was noch vor Jahren nicht möglich war. Somit wird auch das Normale und die Normen bei den Menschen eine grössere Bandbreite erhalten.
Es wird aber auch immer sobleiben, dass Menschen die neues Austesten, gegen Widerstände ankämpfen müssen. Jeder von uns muss sich eben überlegen, wo und für was, er seine Lebensenergie und Lebenszeit einsetzt.
Das macht uns ja auch zu dem Menschen, den wir sind.

Die grösste Unsensibilität der Menschheit sehe ich zu der Naturwelt und der Tierwelt. Zwischen dem, was der Mensch auf dieser Welt lebt und dem was die Natur und die Tierwelt braucht umzuüberleben, findet wirklich keine gute Entwicklung und nicht genug Achtsamkeit statt. Die Unsensibilität der Menschheit unter sich, wahr auch noch nie Menschenwürdig ......... es gibt und es wird eben nie auf keinem Gebiet einfachere Lösungen geben ...........

Somit bleibe ich weiter bei der Meinung von fragola, wir Menschen leben auf einer, dieser Welt und es gibt mir nichts, dass ich mich mit meiner Sensibilität verstecke. Wie ich mit meiner Sensibilität lerne, in der Famillie oder Gesellschaft zuleben, hängt auch trozdem von mir selbst ab. An dem konstruktiven Miteinander sollten wir eben Alle mitwirken, mit allen verschiedenen Sensibilitäten.