Luscinia schreibt: "Immer wieder einmal, manchmal jede Woche, kann man in der Zeitung lesen das Menschen, große wie kleine von neurotischen Hunden gebissen und entstellt werden. Das sollte ein Wolf machen, die Zeitungen wären voll davon - wochenlang."
Es finden sich auch Artikel über Wölfe, die Spaziergänger getötet haben sollen. Aber hier gehe ich davon aus, dass es um Fehlverhalten der Menschen ging, das die Tragödie ausgelöst hat. Wölfe sind eigentlich scheue Tiere, die eher krankes als gesundes. Wild töten. Aber natürlich nutzen sie auch den vom Menschen gedeckten Tisch (ungesicherte, unbewachte Schafweiden etc.).
Ich selbst habe einen 12-jährigen Wolfshund seit seinem 4. Lebensmonat. Die ersten zwei Jahre waren ausgesprochen schwierig mit ihm, aber je enger die Beziehung wurde, desto angenehmer wurde das Zusammenleben. Wölfe und Hunde zeichnen sich durch ein ausgesprochen gutes soziales Verhalten aus. Der Mensch ist das Problem. Hunde werden neurotisch, wenn sie schlecht behandelt werden (Menschen übrigens auch) und Wölfe verändern ihr Verhalten, wenn die Menschen in ihren Lebensbereich eingreifen.
Es sind zwei Fälle bekannt, wo Wölfe Menschen getötet haben. Die Attacken sind in Spanien, in den Funfzigern, wohl vorgekommen. Es handelte sich um tollwütige, Fähen, die Nachwuchs versorgten.
Die Medien berichten vorwiegend negativ. Die Politik reagiert eher populistisch. Die Jägerschaft versteckt sich hinter dem Natur- bzw. Kulturschutz. Der Wolf genießt in Europa einen hohen Schutz.