Die an sich geniale Idee des Transhumanismus wird wie immer von rassistischen Vorstellungen versaut. Die Inder haben zwar Unrecht mit ihren Vorstellungen zur Seelenwanderung aber unsere Organspenderei und -austauscherei ist auch nur eine Form von primitivem Kannibalismus. und wirklichem Rassismus genau so wie die Rechte es Menschen über alle andere Leben zu stellen.
In Japan gibt es schon Pflege-Roboter die selbstständig alte Menschen versorgen können. Und in Russland ist man in der Lage Süchtige von harten Drogen mittels Computer-Hirnscan die Sucht zu löschen. Herzschrittmacher und automatische Insulingaben sind fast schon so normal wie Hörgeräte oder Brillen die ja auch dazu gehören zum Transgenter.
Filmisch perfektioniert sind die Transhuman oder auf Neusprech auch Transgenter in den Außerirdischen mit dem Namen BORG.

https://www.youtube.com/watch?v=HpGJT2UcbZg
barbera hat geschrieben: Denken funktioniert ohne Gefühle wesentlich besser.


da muss ich Dir leider widersprechen.....
ohne vorausgehende Gefühle gibt es kein Denken.....
denn erst Gefühle wie Schmerz, Angst usw. geben den Impuls an das Gehirn weiter....
(wobei die Trennung zwischen Gefühlen und Emotionen nach wie vor nicht klar dekliniert ist)

@ Gundulabella

Das ist ja höchst interessant! Und es scheint tatsächlich zu stimmen:

Wissenschaft: Wer denken will, muss fühlen - Tagesspiegel

https://m.tagesspiegel.de/meinung/wissenschaft-wer-denken-will-muss-fuehlen/995950.html

So gesehen wird es doch keinen vernünftig handelnden Cyborg mit menschlichem Bewusstsein geben können!



Fumaria1 hat geschrieben: Filmisch perfektioniert sind die Transhuman oder auf Neusprech auch Transgenter in den Außerirdischen mit dem Namen BORG.

Nicht unbedingt Außerirdische ... das ist eine semimaschinelle und kommunistische weil gleichmachende Gesellschaft, die Fremde gefangen nimmt, versklavt und assimiliert.
Im Kern, auch das noch: matriarchalisch.

Das bringt uns zur Frage: kann ein Übermensch weiblich sein?
7of9
Das überzeugt mich :wink:
:lol:
da passt dann noch als Antwort :

42
Von Ento62, 24.11., 15.26h bis A.Tribut 24.11., 15.33h

Manchmal finde ich hier einzigartige Perlen der Kommunikation.
Danke dafür. :D
Verdandi hat geschrieben:
@ Gundulabella

Das ist ja höchst interessant! Und es scheint tatsächlich zu stimmen:

Wissenschaft: Wer denken will, muss fühlen - Tagesspiegel

https://m.tagesspiegel.de/meinung/wissenschaft-wer-denken-will-muss-fuehlen/995950.html

So gesehen wird es doch keinen vernünftig handelnden Cyborg mit menschlichem Bewusstsein geben können!



das scheint nicht nur zu stimmen - es stimmt tatsächlich.... :wink:

dennoch könnte ich mir vorstellen, dass es einmal eine künstliche Intelligenz geben könnte, die Gefühle/Emotionen produziert und diese Gefühle dann in Denken und Handeln umsetzen kann....

viele der Science Fiction, die ich vor fast 50 Jahren gelesen habe - sind heute Alltag....nicht nur die Mikrowelle......
(ich war als ganz junge Frau in der Bibliothek des Deutschen Museums in München - alles was mit Naturwissenschaften/Technik zu tun hatte, haben wir da reinbekommen - und ich hab mir natürlich sämtliche SF reingezogen - logisch)........ :lol:
Wie ich noch gelesen habe, gibt es Wissenschaftler, die der Meinung sind, dass wir uns mindestens ansatzweise bereits im Transhumanismus befinden und da hätte ich ein "gutes" Beispiel: Die Kernkraft. Sie wurde entwickelt, ohne dass sehr gefährliche Folgen als bedenklich angesehen wurden. Die Entsorgung ist ja bis heute bei uns seit mehr als fünf Jahrzehnten der Nutzung nicht geklärt.

Ich sehe zu einem gewissen Grad, dass der Transhumanismus zur Verharmlosung von wissenschaftlichen sowie technischen Erkenntnissen / Errungenschaften mißbraucht wird und / oder werden könnte und damit verbundenen Erträge / Gewinne bei der kommerziellen Nutzen einen "philosophischen Freibrief" erhalten könnten.

Wenn man dialektisch an die Sache heran geht, dann ergibt sich ein etwas / leicht anderes Bild:
Wissenschaft und Technik oder auch Kapital sind vom Prinzip her nicht böse oder schlecht. Erst durch die Anwendung von Wissenschaft durch den Menschen gibt es die zwei Möglichkeiten, ob sie zum Nutzen oder zum Schaden eingesetzt wird. Spam-Software wird sicher zum Nutzen von Unternehmen eingesetzt und dürfte zum Schaden bei Menschen führen. Die Betrachtung von Nutzen und Schaden ist daher unterschiedlich und auch von Interessengruppen abhängig.
Ich befürchte allerdings, dass wie so oft zuerst Bedürfnisse nach einem bestimmten Produkt bei den Menschen geweckt werden und ernst zu nehmende Kritiken banalisiert werden, bis eine ausreichende Marktdeckung erreicht ist, und das Produkt dann nicht mehr vom Markt genommen werden kann.

Generell geht es um die Verantwortung von Wissenschaft und Technik gegenüber der Anwendung. Diese Verantwortung wird durch Menschen zu selten hinterfragt und breite Teile der Wirtschaft werden keine Verantwortung entdecken, da sich ja Geld damit verdienen lässt. Leider hat Wirtschaftswachstum meisten Vorfahrt vor moralischen, ethischen und auch ökologischen Grundwerten.

Ein weiterer Punkt könnte sein, dass die Politik zunehmend überfordert werden könnte, ständig Gesetze zu erstellen, die den Bürger vor der moralischen und ethischen Entmündigung schützen könnte, falls Teile der Politik überhaupt den Willen aufbringen, wissenschaftliche Erkenntnisse hin auf moralischen und ethischen Grundwerte zu überprüfen.
Die Idee Nietzsches vom archaischen Übermenschen, den man bei den Goten auch einen „Gott“ nannte, bezieht sich auf die besondere Tugendhaftigkeit, die einen Menschen auszeichnet, der somit als die personifizierte Güte selber, bzw. ihrer Kinder gelten kann.

Das gespaltene Verhältnis Nietzsches zur Kirchenmoral, bzw. zu den dortigen, scheinheiligen „Gottessöhnen“, veranlasste ihn dazu, die nicht nur, deren „Herrn“ für tot zu erkläre, sondern auch die von ihnen verkündeten Normen und Gesetze in Frage zu stellen, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Auf der Suche nach der „optimalen Weltformel“ oder auch nach dem „Stein der Weisen“ hat er jedoch eine menschenverachtende Idealvorstellung von der Welt erschaffen, in der eine besonders geschulte Elite von Aristokraten ihr dienendes Volk mit dem Naturrecht des geistig Überlegenen beherrschen dürfen soll.

Diese eigentliche nicht nur inhumane, sondern sogar extrem asoziale - weil dem sozial ausgleichenden Humanismus diametral entgegengesetzte - Lehre des Transhumanismus bot seinen nihilistischen Anhängern, welche die Existenz jeglicher sozialen Verhältnismäßigkeit leugneten, die optimale Grundlage für ihren rassistisch begründeten Nationalismus.

Hier von Fortschrittlichkeit zu reden, macht nur dann Sinn, wenn das Ziel eine Diktatur der Priester ist, wie sie auch im von Nietzsche so sehr bewunderten persischen Zoroastrismus der Fall war.

Ansonsten hat diese menschenverachtende „Herrschaftsideologie für geistig Übermächtige“ Nichts mit einem Humanismus gemeinsam, in dem die sozialen Werte wie „Rücksichtnahme und Fürsorge gegenüber Bedürftigen“ Vorrang vor der „unbegrenzten Freiheit der Stärkeren auf Kosten Schwächerer“ haben, und ist damit als ein geistig verrohender Rückschritt zu bezeichnen.
@CornusMas
und leider werden die negativen Folgen einer Entdeckung erst im Nachhinein realisiert....
wobei die Atomkraft das beste Beispiel ist....

siehe Wiki - Entdeckung der Kernspaltung.....
da hatte noch niemand an eine Atombombe gedacht....
Hallo @Barbera ( 24.11.2020, 0:51),

Du siehst durch das Fortschreiten transhumanistischer Gedanken und deren Umsetzung in der Alltagspraxis die Gefahr – wie Du so erfrischend formulierst - einer „Verblödung“.

Mein diesbezüglicher Ansatz auf Deinen Beitrag geht eher in Richtung der möglichen Beeinflussung der Entwicklung von Charaktereigenschaften.

Zur Erläuterung ein vereinfachtes Fallbeispiel:

Ich möchte eine Fremdsprache lernen. Dazu brauche ich vor allem Zeit (Geduld), Eigenmotivation, Fleiß, Resilienz bei unvermeidbaren Stagnationen/Rückschlägen und ähnliches.

Also alles Eigenschaften, die auch im Bewältigen des Alltags-/Berufslebens von Vorteil sind. Ich erkenne dabei aber auch, dass mich diese Eigenschaften langfristig an man Ziel bringen, wenn es auch Mühe bereitet. Ich erfahre, dass Mühe belohnt wird und das Mühe sogar Freude bedeuten kann – alles Dinge, die meine Wertvorstellungen mit ausprägen.

Im transhumanistischen Kontext könnte ich mir z.B. einen Chip kaufen, der mir das mühsame Erlernen der Fremdsprache erspart und eine Kommunikation in der Fremdsprache jederzeit ermöglicht.

Je mehr Geld ich investiere, desto besser wird der Chip und desto besser wird meine „Sprachbeherrschung“. Und das alles ohne Mühe (Charakterbildung) und nicht durch Talent, Fleiß und Training erlangt, sondern lediglich durch meine finanziellen Ressourcen.

Du wirst erkennen, was ich andeuten möchte. Es geht um „intellektuelle Vorteile“, die ohne die bis jetzt im Normalfall damit verbundene Bildung von wertvollen Charaktereigenschaften erzielt werden könnten.

Ich räume allerdings ein, dass auch heute schon entsprechende finanzielle Ressourcen den Zugang zu Bildung zumindest nicht behindern.

Vielleicht können wir uns soweit verständigen, dass es zumindest möglich (und innerhalb gewisser Grenzen bestimmt auch sinnvoll) sein könnte, die Arten des Wissenserwerbs bzw. Zugangs zu Daten/Informationen durch neue Technologien im Sinn des „Human Enhancement“ anzupassen.

Vielleicht war meine ursprüngliche Fragestellung hinsichtlich „Transhumanismus“ verfrüht und ich hätte besser nach eurer Auffassung zu den Vorzügen/Nachteilen des „Human Enhancement“ gefragt.
Vielleicht ist es generell hilfreicher, statt irgendwelcher modebedingter Anglizismen lieber die deutschen Begriffe zu verwenden, denn deren Bedeutung festzulegen, ohne dass es zu Missverständnissen dabei kommt, ist schon schwierig genug.

Das „human enhancement“ als „Erweiterung menschlicher Fähigkeiten durch technische Hilfsmittel“ hat ja noch Nichts mit dem „Humanismus als Idealvorstellung von sozialem Handeln der Menschen untereinander“ zu tun, welches sich nach den Utopisten zu Zeiten von Karl Marx erst mit der Abschaffung der selbstentfremdenden Fließbandarbeit durch Automatisierung (die heute Digitalisierung heißt) verwirklichen ließe.

Nach deren Meinung hätte der Arbeiter durch die so gesparte Arbeitszeit angeblich mehr Zeit für die Verwirklichung eben dieser humanistischen Ideale, wie Gleichberechtigung, Brüderlichkeit (Freundschaft) und Herrschaftsfreiheit gehabt, wie sie das letzte Mal zu Hippiezeiten auch von den Blumenkindern im Namen Krishnas gefordert wurde, als es um den Protest gegen den mit modernsten technischen Waffen geführten Vietnamkrieg ging.

Dass Dieses eine Illusion war, zeigt die bisherige Geschichte, denn der Mensch strebte nur nach noch mehr Produktivität und Luxuskonsum, wobei er offensichtlich den Fortschritt der sozialen Kultur mit dem technischen Fortschritt verwechselt, wenn er lieber den Auftrag seines himmlischen Vaters erfüllt, sich die Welt untertan zu machen, anstatt auf seine Kinder Rücksicht zu nehmen, denen er damit ein soziales Schlachtfeld mit einem Berg von Schulden hinterlässt, die sie ihr Leben lang nicht mehr tilgen können.

Das kann man dann tatsächlich „transhumanistisch“ oder besser noch: „bestialisch“ nennen, wobei die schlimmste Bestie nicht das Raubtier, sondern der Mensch selber ist.