Mir geht es nicht um angeben und IN Sein. Meine Reiselust ist auch nicht der Moderne geschuldet. Schon als Kleinkind im Jahre 1957 fuhr ich mit meinen Eltern nach Italien, im Zug, später kamen auch noch andere Länder dazu und 1968 reisten wir im ersten eigenen PKW (einem VW Käfer) zu Dritt bis Gibraltar und Tanger. Mein erster Flug erfolgte 1972 mit einer Freundin nach Mallorca.es gäbe viele interessante und lustige Anekdoten aus all den Jahren.

Mich begleiten Reisen mein ganzes Leben lang, zunächst der Tatsache geschuldet, dass meine Kinderärztin meiner Mutter die Adresse einer billigen Pension in Viserba bei Rimini gab, ich sollte ans Meer. Österreich hat kein Meer, ich bin Tirolerin.

Später wiederholte sich das übrigens bei meinem Sohn, der seine schwere Neurodermitis in den jährlichen 5 Sommerferienwochen, die wir in einer Ferienwohnung (einem Ferienhaus) in Portugal verbrachten, in den Griff bekam.

Nun in den späten Jahren, wo ich über mich selbst entscheiden kann, ohne familiäre Rücksichten, treibts mich auch in die fernen Länder. Ich bevorzuge die Art des Reisens von redladyxx und mag eher keine Ressorts (auf jeden Fall keine mit 'all inclusive' und Bespassungsprogramm), auch keine geführten Reisen. Ich mag das Land selbst erkunden und erfühlen.

Meist mache ich eine Fernreise im Jahr und bereise daneben auch Nahziele. Ich bin in der glücklichen Lage mir das leisten zu können. Ich mache keine Luxusreisen, aber auch keinen Billigurlaub. Alleine reisen ist ansich teurer. Aber lieber alleine als mit unpassender Begleitung. Auch später in der Rente (mit fast 66) wird sich daran nichts ändern. So lange ich das kann, aus gesundheitlichen Gründen, und mein Interesse anhält, werde ich das sicher beibehalten.
Mal abgesehen davon, wie "sinnvoll" das Reisen überhaupt ist ... ich finde es schön, dass es auch hier wieder UserInnen gibt, die sich dem besseren Teil der Touristen zugehörig fühlen, weil sie ja scheinbar nicht pauschal, sondern (gefühlt) völlig individuell unterwegs sind ... und das gar nicht oft genug betonen können.

Mit einem guten Anbieter kann auch der sogenannte Pauschaltourismus sehr individuell gestaltet werden ... aber natürlich entfällt dann das erhabene Gefühl von Exklusivität :wink:
Was soll das @Ambe. Du verteilst sehr gerne Spitzen. Ich schreibe selten, auch als Premium hab ich zuletzt sehr wenig geschrieben. Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass Du dagegen schießt.

Erhaben fühlen sich doch eher Jene, nach meinem Empfinden, die mit der Sterneanzahl ihres Etablissements reüssieren müssen oder auch den bekannten teuren Gruppenveranstaltern. Wobei ich das niemandem neide. Die Bedürfnisse und Möglichkeiten sind individuell. Jede(r) wie er will und kann. Mich stört es nicht.

Ich mag keine Pauschalreisen, weil ich eher Einzelgängerin bin, weil ich gerne für mich oder auch nur mit einem Partner reise, weil ich mir das ansehen kann, was ich möchte in meinem Tempo. Nicht mehr und nicht weniger.

Damit ist für mich das Thema erledigt.
Maybe, so ist das auch bei mir.

Aber was solls, aus manchen Beiträgen spricht der reinste Neid und die Erhabenheit, dass man selbst doch ein viel besserer und klügerer Mensch ist als die anderen.
jeder so wie es ihm Spass macht.....
ich bin interessierte Mitleserin, weil ich noch in der Reise-Übungsphase bin...
habe meine Nische entdeckt mit den Fahrradtouren und fliege jetzt das erste Mal seit Jahren wieder....(habe Albträume vom Ffm Terminal 1 und 2 - doch in der Gruppe wird es gehen).....
Liebe Gundula, ich denke, du hast in den letzten Jahren schon so viel geschafft, du wirst dir auch den Frankfurter Flughafen untertan machen :-) Ich wünsche dir eine schöne Reise und freundliche Mitreisende. Wäre schön, wenn du etwas dazu schreiben würdest, wenn du zurück bist.
Vorab muß ich sagen, daß meine weiteren Reisen eine Weile her sind. Die letzten Jahren bin ich nur sozusagen im Mittelmeerraum mit Flugzeug und Auto unterwegs gewesen oder in angrenzenden Ländern per Auto. Jeweils individual.



Früher gab es manchmal Pauschalreisen, einfach wenn man keine Zeit hatte, sich selbst darum zu kümmern, oder weil es preislich günstiger war, aber auch, weil man manche Städte oder Länder noch nicht kannte, und man erstmal eine Rundreise machen wollte. Oder Badeurlaub.

Für mich war das Reisen Hobby. Wir haben sehr viel gearbeitet und als Hobby dann Reisen vorbereitet. Das lief so ab, daß ich mir in speziellen Buchhandlungen Reiseführer gekauft habe, mehrere, diese dann intensiv studiert habe, was mir zusätzlich schon Kenntnisse vom Land, der Kultur und den Gepflogenheiten gebracht hat. Als Buchungen im Internet noch nicht die Regel waren, habe ich mir so eine gewünschte Route erarbeitet und bin mit diesen Wünschen ins Reisebüro, eines, wo man mich im Laufe der Zeit schon kannte, und die dann versucht haben, das alles unter einen Hut zu bringen.

Gerne habe ich bei "neuen" Ländern erstmal pauschal eine Rundreise gemacht und dann den Rest des Urlaubs individuell. Hat es mir gefallen, habe ich dann später einige Orte der Rundreise selbst gebucht und besucht und nach meinem Gutdünken Zeit dort verbracht.

Auch waren die Reisevorbereitungen ein sehr wichtiger Bestandteil meiner Vorfreude. Wir hatten ein Zimmer zuhause nur für Reisesachen. Sowohl die Bücher, wie auch bestimmte Klamotten, Utensilien oder Mitbringsel waren da drin gelagert. Die Katze hat sich da allerdings auch gerne breit gemacht, die hat schon immer gespürt, wenn wir wieder weg wollten und die Koffer in Beschlag genommen :-)))

Also, diese Vorfreude, dieses Vorbereiten, war ein wichtiger Bestandteil meines Lebens.

Spannend wurde es dann wieder, als man per Internet z.B. die ersten Hotels anschauen konnte, und es in asiatischen Ländern möglich war, selbst die ganzen Inlandsflugstrecken anzuschauen und auch zu buchen.

Später dann die Fluglinien aus den Emiraten, die auf halber Strecke Halt machten, da konnte man dann Zwischenstops planen, das hat auch viel Freude gemacht und das Spektrum erweitert.

Durch das viele Sichbefassen mit Fluglinien, Flugstrecken, Hotels, Sehenswürdigkeiten etc. hat man dann bald ein Gefühl für die Sprache der Reisekataloge oder Internetbeschreibungen entwickelt und in der Regel das bekommen, was man auch wollte. Ich war aber auch ein zähes Luder und habe immer lange gesucht :-)))


Und irgendwann traut man sich dann vieles zu und braucht nicht mehr Pauschalreisen, so wie bei Maybe. Deshalb ist man kein Angeber, sondern einfach ein Kenner und Genießer. Im Gegensatz zu ihr mag ich für längere Zeit keine so ganz ruhigen Orte, sondern brauche auch mal Jubel, Trubel, Heiterkeit, zumindest zeitweise,
aber das ist eben der Vorteil der individuellen Planung.

Vorteil von Pauschalreisen ist, daß man als Teilnehmer einer solchen ganz anders behandelt wird, wenn es Unruhe oder Katastrophen gibt.



Kirchen- und Messebesuche in Deutschland können niemals das ersetzen, was man erlebt, wenn man sich auf Reisen begibt.

Da gehört Mut dazu und lernen, sich einzulassen auf was Fremdes, Unbekanntes,
da gehört Unbequemlichkeit dazu, fremdes Essen, fremde Sprache, Situationen meistern, mit denen man trotz guter Vorbereitung nie gerechnet hätte, lach,...

Da lernt man sich selbst und auch mögliche Partner ganz anders kennen.

Und manchmal staunt man, was man alles schafft.
Natürlich soll doch Jede und Jeder so reisen, wie es für ihn richtig erscheint ... ich finde es einfach nur sehr abwertend gegenüber anderen Menschen, wenn ich Kommentare wie diesen lese ...
Jacks67 hat geschrieben: (Teilzitat)

Ich denke, dass die Leser, Schreiber und Reisende hier in diesem Forum nicht mit den Müllverursachern und Umweltzerstörern des Pauschaltourismus gleichzusetzen sind.


... und deshalb konnte und wollte ich mir meine Bemerkung nicht verkneifen. Die ziemlich heftige Reaktion in den beiden nachfolgenden Kommentaren zeigt mir, dass ich da wohl einen wunden Punkt getroffen habe :wink:

Und ich habe nirgendwo von Angebern geschrieben, sondern nur von meinem Eindruck, dass sich manche Individualtouristen anscheinend besser fühlen als andere Menschen ...
Melissa56,
wunderbar formuliert, auch alle Anderen.
Viel ausführlicher könnte ich es selbst nicht beschreiben.
Für Österreicher gilt als Erinnerung:

Hilfestellung/Angebot für all jene welche ins Ausland reisen durch das BMfA, zu finden unter: http://www.reiseregistrierung.at

Vielleicht gibt es vergleichbare Hilfestellung auch außerhalb Österreichs.
Voll Hoffnung und erwartungsvoll auf weitere Postings,
LG Robert_Michael
Aha... hier sind noch mehr vom Reisevirus infiziert!

Ich war noch kein Jahr alt, da ging es schon mit dem 2CV & Zelt nach Italien. Ostern dann in die Camargue. Und als Italien immer teurer wurde... im Sommer in die Bretagne. Es könnte also auch anerlerntes Verhaten sein :wink:
Als ich dann die Füße unter meinem eigenen Tisch hatte, wurde die Reisen bunter und weiter. Oft im Winter neben der Arbeit noch gejobbt, um mir ein Flugticket und Mietwagen leisten zu können. Für ein Zimmer reichte es oft nicht. Dafür mußte irgendwo in der Pampa ein kleines Zelt neben dem Auto reichen. So habe ich viele Länder bereisen können und zehre endlos in Erinnerung daran. Das kann man wohl reisesüchtig nennen... oder?

Mittlerweile genieße ich es einfach den Wohni und die Hundis zu packen... und ab... irgendwo ans Meer. Da reicht auch die Nord- oder Ostsee. Hauptsache die Sonne scheint 8)

Grüßle Podenca
http://elefand.diplo.de/

Das ist der Link zur Krisenvorsorgeliste Deutschland
Ambe44 hat geschrieben: Natürlich soll doch Jede und Jeder so reisen, wie es für ihn richtig erscheint ... ich finde es einfach nur sehr abwertend gegenüber anderen Menschen, wenn ich Kommentare wie diesen lese ...
Jacks67 hat geschrieben: (Teilzitat)

Ich denke, dass die Leser, Schreiber und Reisende hier in diesem Forum nicht mit den Müllverursachern und Umweltzerstörern des Pauschaltourismus gleichzusetzen sind.


... und deshalb konnte und wollte ich mir meine Bemerkung nicht verkneifen. Die ziemlich heftige Reaktion in den beiden nachfolgenden Kommentaren zeigt mir, dass ich da wohl einen wunden Punkt getroffen habe :wink:

Und ich habe nirgendwo von Angebern geschrieben, sondern nur [color=#FF4040]von meinem Eindruck, dass sich manche Individualtouristen anscheinend besser fühlen als andere Menschen ...

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Ambe, sie fühlen sich nicht nur besser als andere Menschen, sie sind auch besser, denn:
Sie haben einfach mehr Ahnung :)


Ist doch nicht schlimm, oder ? Der eine kennt sich damit aus und der andere mit etwas anderen. Das ist ja einer der Vorteile, gereist zu sein. Man ist einfach toleranter :D
Melissa56 hat geschrieben:
Ambe, sie fühlen sich nicht nur besser als andere Menschen, sie sind auch besser, denn:
Sie haben einfach mehr Ahnung :)


Ist doch nicht schlimm, oder ? Der eine kennt sich damit aus und der andere mit etwas anderen. Das ist ja einer der Vorteile, gereist zu sein. Man ist einfach toleranter :D


Dann reist mal schön weiter ... mir scheint, es fehlt da bei einigen noch ziemlich an Toleranz. :lol: :lol: :lol:
Anmerkung:
Toleranz? Wie an Toleranz denken ohne Pluralismus, oder umgekehrt.
Das Individuum so sein lassen wie und was es ist, als gleichwertig anerkennen - sonst ist es Intoleranz.
Wer könnte dies besser nachvollziehen denn jemand der viel gereist.

Doch soll es hier nicht um diese Begrifflichkeiten gehen, sondern viel mehr darum was der Einzelne zum Wohle anderer Reisender hier posten möchte.
Hallo Podenca,
sag´, wie war das damals ins benachbarte Italien oder Frankreich zu reisen? Mit dem eigenen Auto!
Sicher abenteuerlich, aber wie unterscheidet sich dies zu Heute und wie ist die Begegnung mit dem Nachbar gewesen, waren Campingplätze damals auch schon Pflicht zum Zelten und was hast du für dich als du selbständig zu Reisen begannst anders gemacht.
Würdest du rückblickend dieselben Erfahrungen machen wollen, oder was würdest du ändern.
Wir sind gespannt wie du das heute siehst bzw. was du heute auf Reisen für dich geändert hast oder nicht mehr missen möchtest.
Und ..............welche Ratschläge sind dir für andere ein Anliegen.
Mal sehen was von dir noch zu lesen ist.

LG Robert_Michael
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