Na, Sternchen0805,
ist doch etwas ganz Besonderes, das dich erwartet!
Schon die Vorfreude, welche aus deinen Zeilen heraus leicht zu erkennen ist lässt ahnen welch lang gehegter Wunsch hier sich erfüllen wird.
Dazu wünsch ich dir strahlend blaues Wetter, eine Crew und nette Passagiere sowie ‘immer eine Handvoll Wasser unter dem Kiel‘.
LG
Das erste Mal

In unserem Leben wird man sich stets daran erinnern wann man das erste Mal allein gereist, unabhängig welchen Alters.
Erst einmal die Angst davor überwunden wächst man über sich hinaus, lässt sich auf andere Menschen und Kulturen ein, erweitert seinen Horizont.
Und die Erfahrung der Freiheit gefühlt verändert für immer.
Den Menschen selbst und seine Sensorik dem nächsten gegenüber.

Viel Freude an Gedanken zur nächsten oder gewesenen Reise.
Meine "Reisekarriere" hat damit begonnen, daß mich meine Oma schon im zarten Alter von 10 Jahren mit auf die alljährlichen Kurzreisen des Pferdezuchtverbandes (die waren umsonst, lach) mitgenommen hat. Ich kann mich noch an schöne Tage in Venedig oder Lugano etc. erinnern. Allerdings waren wir reise- und sprachunerfahren, war ja damals nicht so wie heute.
Nun, wir gingen abends noch spazieren und wollten zum Hotel zurück.
Hatten uns natürlich - schlau wie wir waren - den Namen des Hotels gemerkt:
Albergo :-)))) Tja, und dann suchten wir halb Lugano nach Albergo ab. Nur, daß fast jedes Hotel Albergo hieß :-))))
Ein Taxifahrer hat uns dann so lange herumgefahren, bis wir unseren Bus wo stehen sahen.
Lugano hat so einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, daß ich da unbedingt nochmal hin wollte, irgendwas kam aber immer dazwischen und so ergab es sich, daß ich da erst vor ca. 10 Jahren wieder war. Und es war genauso schön, wie ich es in Erinnerung hatte. Und, ich habe das Hotel immer gleich gefunden.


Über die erste Reise ohne Eltern schreib ich später was.
Ein Leben mit Reisen

Mit solch ähnlichen ‚ersten‘ Reiseerlebnissen kam auch ich in Kontakt.
Hineingeboren in die Nachkriegszeit einer Großstadt, da aufgewachsen an der Peripherie derselben, Besatzungszone. Erste Reisen, Tagesreisen, mit den Großeltern im Vorschulalter innerhalb Österreichs. Später, vor Schulbeginn, schon Wochenendreisen, damals mit dem Bus bzw. mit den Eltern per Rad.
Wow. Wie großartig fand ich mich mit dem erlebten.
Und dann, auch noch während der Besatzungszeit, die erste Auslandsreise. Deutschland. Per Bahn zu Besuch bei den Großeltern an der Nordseeküste. Das verlassen der russischen Besatzungszone, damals an der Brücke über die Enns, abenteuerlich für mich als Kind, bestimmt sehr sorgenvoll für die Eltern.
Das Meer. Rauschen, Salzluft, Ferne soweit das Auge reicht und eine Sehnsucht, die mich nicht mehr loslassen wird zu erfahren was da hinter dem Horizont.
In den kommenden Jahren sollten noch Reisen in den Süden des Landes, nach Istrien, damals noch eingegliedert im Jugoslawien Titos und die ersten nach Italien folgen, Lignano, Jesolo und Venedig – was für eine Stadt.
Hier, als Kind, von Angesicht zu Angesicht, einzutauchen in eine Welt voll Fragen, Wissbegierig und Neugierig auf Antworten, wird mich dies mein Leben lang, von innerer Unruhe angetrieben, stets nach Neuen Begegnungen und Antworten suchen lassen.
Doch bis das soweit ist darf ich erst mal mit Erlaubnis der Eltern meine erste Reise allein, mit Rad, im damals noch kaum von Autofahrern erschlossenen Österreich erleben.

Fortsetzung folgt.
Danke Robert,
Ohja Vorfreude, ist ja bekanntlich die schönste Freude.
Ansonsten, bin ich meist mit einem Reisebus unterwegs, ideal wenn man alleine verreist, wie ich finde.
Man lernt sich schon bei det Anreise kennen, jeder achtet, auf den Anderen. Und ist trotzdem alleine und frei, tagsüber, wenn man möchte.
Meist in einer Unterkunft, und kann abends zusammensitzen.
Lachen , schweigen Blödsinn machen, mein Lieblingsspruch.
Fliegen , ist nicht meins. Es gibt in Europa soviel Schönes zu entdecken.
Und eine " Liste" wie geschrieben wurde zum Abhaken, wo ich schon war, brauche ich auch nicht.
Jedem, das Seine.
Gute Nacht an Alle, ich freue mich hier zu lesen und dazuzulernen.
Schön zu wissen, wenn jemand immer wieder gerne hier vorbeisieht und dabei auch von/über sich schreibt. Wenn dann noch für sie/ihn/uns etwas an Neuem zu erfahren ist hat all das Geschriebene seinen Zweck erfüllt.
LG

Fortsetzung
Das Rad. Ein rotes 16“ Sport Rad der Marke Dusika (Österr. Sportlegende) mit für damals unglaublichen acht Schaltgängen. Und ich, 14 Jahre jung. O.K.
Los ging’s von Wien über die Bundesstraße Nr. 17, einst Hauptverkehrsstraße nach Italien, in das südlichste Bundesland – Kärnten. Am Weg dahin durch geschichtsträchtige Orte, Städte und Landschaften wie z.B. Wr. Neustadt (Kuzzeitresidenz Kaiser Friedrich III, Grab seines Sohnes Kaiser Maximilian I, der bekannt berühmte Corvinus Becher, die älteste Militärakademie der Welt, etc.), über den Semmering entlang der Semmeringbahn (Weltkulturerbe-erbaut von Freiherr Carl Ritter von Ghega), durch das Mürztal, vorbei an Alpl (Waldheimat, der Geburtsstätte des Peter Rosegger), dem Murtal folgend bis Spielfeld (hier nun Formel 1 Ring von Red Bull) durch das Lavanttal mit dem Stift St. Paul, Klagenfurt, die Lindwurmstadt, Geburtsort des Robert Musil, Roland Rainer, Ingeborg Bachmann oder auch Udo Jürgens und Dagmar Koller, etc.etc., an die Kärntner Seenlandschaft.
Das Gepäck für diese erstmalige Reise, empfunden wie eine Weltreise, wartete da schon auf einem Bahnhof zur Abholung. So war das damals. Campingplatz suchen, Zelt aufstellen und die müden Füße ausruhen lassen. Für zwei Tage war das eine gewaltige Tour. Aber jetzt war dieses kleine Zelt gleich Robinson Crusoe auf der Insel. Und ich fühlte mich frei, so frei.
Wie schnell vergeht die Zeit. Es geht wieder zurück nach Hause. Das Gepäck wieder vorausgesendet, aber nun durch die Kärntner Seenlandschaft, Villach, seit eh und jäh nicht nur durch die bedeutendste österr. Faschingsgilde, sondern seiner Thermalquellen (Warmbad Villach) bekannt. Millstatt, durch die Alpen über den Katschberg, wo es vielfach das Rad schieben galt, Flachau/Wagrain (Wohnort der Skilegende Annemarie Moser-Pröll), Bischofshofen mit der Skiflugschanze bis Salzburg. Diese Stadt spricht für sich selbst.
Jetzt führen die kommenden, letzten Tage entlang der Donau. Wer diesem Radweg (von Passau nach Wien) jemals gefolgt wird mit abwechselnder, einmaliger Landschaft, Kultur auf Schritt und Tritt, dem Weltkulturerbe Wachau und Liebhaber von Reben mit einem guten Glas lieblichen Weines belohnt – und dies fast nur auf ebenem Wege.
Nun, was war die Quintessenz dieser meiner ersten, auf mich gestellten Reise meines Lebens.
So aufregend, so erlebnisreich, so erfahrungsreich sie war, ich werde später nie mehr mit dem Rad reisen.
Fortsetzung folgt.
!! AUFGEPASST !!

Für ALLE Amerika Interessierten

Soeben erfahren:

16 Tägige Camperreise: Die USA im Jeep mit Dachzelt

Näheres unter: http://www.CRD.de
Ja, in diesen Thread komme ich gerne zurück.

Auf meine Bitte, ob mir jemand etwas über den Iran berichten kann, bekam ich prompt Antwort von einer freundlichen Userin. Auch das gibt es hier.

Heute will ich aber kurz über meine Israelreise im März berichten.

Israel war immer ein Ziel auf der Reiseagenda meines Mannes und mir. Aber immer, wenn wir den Plan umsetzen wollten, kam etwas dazwischen. Meist die politische Lage, aber auch Persönliches.

Nachdem Freunde von mir im Herbst letzen Jahres in Israel waren, habe ich mich endlich auch entschlossen. Ich wollte weder ein rein touristische Reise machen, noch eine religiöse. So kam es mir zugute, dass ich im Omanurlaub mit einer Dame ins Gespräch kam, die mich auf einen anderen Reiseanbieter aufmerksam machte.

Im März dieses Jahres war es dann so weit.

Der Flug ging ab Frankfurt, eine zweite Gruppe kam aus Berlin.

Die ersten drei Nächte verbrachten wir in einem Kibbutz in der Nähe des Sees Genezareth. Die ersten Tage gehörten den Orten, an denen Jesus gelebt und gewirkt haben sollte. Da es aber keine religiöse, sondern eher eine politische Reise war, hielt sich das in Grenzen.

Wir besichtigten Haifa, Nazareth, fuhren durch das Jordantal zum Toten Meer.
Genau an meinem Geburtstag hatten wir am Toten Meer einen halben Tag Aufenthalt und die Gelegenheit im Toten Meer zu baden. Das war ein tolles Geburtstagsgeschenk.

Weiter ging es durchs Westjordanland nach Bethlehem, Bethlehem wurde ein ganzer Tag gewidmet.
Von Behlehem fuhren wir nach Jerusalem, wo wir drei Nächte blieben. Wir besuchten die "üblichen" Sehenswürdigkeiten, hatten auch Gelegenheit zu einem Besuch der Knesset. Besonders beeindruckend war Vad Vashem.

Die letzte Nacht verbrachten wir in Tel Aviv und hatten noch die Gelegenheit im Mittelmeer zu schwimmen.

Mir geht es nun aber bei meinem Bericht auch um anderes:

Unsere Reiseleiterin war eine orhodoxe Jüdin, unser Busfahrer eine Palästinenser.
Im Laufe der Fahrt spitzte sich das Verhältnis zwischen den beiden immer mehr zu. Obwohl der Busfahrer nicht wirklich deutsch konnte, verstand er einiges. Die Reiseleiterin war als orthodoxe Jüdin ausgesprochen "araberfeindlich", was sie immer und immer wieder zum Ausdruck brachte.

Der Busfahrer, der ja doch einiges verstand, sagte uns oft, sie lüge und wurde immer wütender. Sie behandelte ihn wirklich wie "den letzten Dreck". Er wollte hinschmeißen und nur auf unsere Bitten hin, fuhr er mit uns weiter. Wir hätten uns keinen besseren Fahrer wünschen können. Vor allem, da er ja auch so manche Aussage gerade rückte.

Nach Jerusalem durfte unsere Reiseführerin als Israelin nicht rein. So bekamen wir dort zwei junge Palästinenser als Reiseführer.

Am ersten Nachmittag besuchten wir die Geburtskirche.
Abends kam dann einer der Höhepunkte, ein Punkt außerhalb des Programms.
Durch Kontakte eines Mitreisenden und des Palästinenser bekamen wir die Möglichkeit am Abend mit zwei jungen Palästinensern zu sprechen. Es waren Flüchtlinge. Einer von ihnen wurde schon einmal angeschossen und war so schwer verletzt, dass er dem Tod näher war als dem Leben.
Sie berichteten uns vom alltäglichen Leben im Westjordanland, von den Schikanen (kein Wasser, kein Strom....) und den Nöten der Bevölkerung.
Die Diskussion war beeindruckend und machte sehr nachdenklich. Noch dazu, da wir ja auch die illegalen Siedlungen vor Augen hatten.

Am nächsten Tag standen dann noch Besichtigungen in Bethlehem auf dem Programm, u.a. die Mauer, die Jerusalem teilt.

Mittags aßen wir im Haus der Mutter des ersten Reiseführers. Sie empfängt interessierte Personen. Auch sie hat uns über das Leben der Palästinenser, vor allem der katholischen Minderheit, zu der sie und ihre Familie gehört, informiert.

In Jerusalem hatten wir noch ein Gespräch mit jungen Leuten im Willy-Brandt-Center. In Herzliya dann noch eins mit einem Vertreter der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Alle diese Gespräche waren sehr interessant, beleuchteten die Problem Israels aus veschiedenen Perspektiven. Vor allem die Gespräche mit den Palästinensern, verbunden mit der eigenen Anschauung der Gegebenheiten machten sehr nachdenklich.

Die Reise war zwar sehr anstrengend, da die Tage oft zu vollgestopft waren, aber auch sehr nachhaltig. Ich bin sehr froh, dass mir diese Reise möglich war.
Hallo silberfish51,

ist ja ein interessanter Beitrag, danke dass du ihn uns bekannt machst.
Hier ist unmissverständlich zu erkennen weshalb diese Gegend scheinbar nicht befriedet werden kann.
Diese stete Suche aller Beteiligten nach Feindbildern schürt, ja, schafft in den Köpfen der Völker, der Menschen nur Hass, Ablehnung, Neid, Voreingenommenheit, Überheblichkeit - wie zu lesen ist.
Schade, schwer zu verstehen, dass Menschen sich noch immer von Politik und falschen Predigern verführen lassen.
Aber so eine Reise hat auch schöne, unvergessliche Augenblicke zu bieten.
Und wie immer weitet sich dadurch der Horizont des Erkennens, Verstehens.
Reisen kann für so manchen eben mehr sein als sich aus Erschöpfung nach einem Arbeitsjahr nur nach Ruhe und Erholung zu sehnen.
Vielleicht magst du auch noch über andere Reisen berichten.
Liebe Grüße
Reisen ist für mich Lebenselixier.

Das Reisevirus packte mich im Alter von 10 Jahren, als mir ein Buch in die Hand fiel mit dem Titel : das Mädchen vom Kilimandscharo. Es vermittelte mir eine so fremde Welt und Kultur, die ich unbedingt kennenlernen wollte. Das Buch müßte ich unter dem Bett verstecken, da es mich angeblich vom Kühemelken und der Hausarbeit abhielt.

Mit meinem 18. Geburtstag bekam ich eine Rechnung meiner "Pflegeeltern" in Höhe von 2000 DM . Daher arbeitete ich in einer bahnhofskneipe, um die Schulden abzubezahlen. Es war die einsamste Zeit meines Lebens. Aber nach einem Jahr hatte ich soviel gespart, daß ich während des Studiums die Welt entdecken konnte.

Die erste Reise war ein internationaler Jugendaustausch in Moskau und Leningrad. Auf dem Flug nach Moskau zitterte ich so sehr vor Aufregung, daß mein Nachbar meine Hand nahm, bis wir ankamen. Immer noch habe ich den Geschmack von Kwass im Mund, wenn ich an das Bier in Milchfässern denke. Die schönen und endlos langen U-Bahnschächte faszinierten mich. Vor dem straffen Programm morgens um 7 machte ich mich oft für 1 Stunde selbstständig und stromerte durch die Gegend - und verlief mich natürlich. Aber kein Problem - durch Hinterhöfe hindurch brachten mich Mütterchen wieder zurück ins Interhotel.
Mit dem Roten Pfeil - so hieß der Zug damals, ging es nach Nowgorod und an die Wolga.

Ein Semester später verlängerte ich meinen Israel- Urlaub in einem Kibbuz direkt an der syrischen Grenze. Das "Kommune-Leben" war prägend für meine späteren WG-Erfahrungen und ich fand zwei Frauen, mit denen ich während der Studienzeit Südamerika bereiste und wir lange einen jährlichen Stammtisch im "Schlenkerla" in Bamberg pflegten.

Mit 20 dann meine Reise quer durch die Türkei in das damalige Persien mit Rotel-Tours - ein Traum aus 1000 und einer Nacht. Nie habe ich schönere Frauen als in Teheran gesehen. Die Wüste und Persepolis, die Teestuben und das knusprig gebackene Fladenbrot aus einem Lehmofen unterwegs, die flanierenden Studenten mit Büchern in der Hand vor der großen Moschee in Quumran, Isfahan... Die bunten Gewänder der Frauen in Shiraz, in Teheran zeigte mir ein Fotograf die Oper und kleine Lokale... Meine Welt und Weltanschauung veränderte sich für immer.... Von dem schüchternen ängstlichen Kind wurde ich durch meine Reisen und Begegnungen zu einer neugierigen Entdeckungsreisenden mit viel Dankbarkeit im Herzen.

Jetzt freue ich mich auf Kolumbien - mein Rucksack und ich - wir können nach einigen Jahren Krankheit wieder alleine in die Ferne schweifen. Durch Recherchen fand ich eine Tourismusmanagerin im Urwald an der Pazifikküste mit einem tollen Projekt: Manos cambiadas. Jeder gibt und bekommt etwas - kein Geld, sondern Austausch und Teilen von den Gaben, die man hat. Jeder Mensch ist einzigartig und hat etwas spezifisches zu geben. Für mich Inspiration pur und mein Herz wird wieder weit :D :D

Herz - Grüße an alle, die unterwegs sind

Laura
unglaublich..... :!:
so viel Mut hatte ich nie, als ich jung war - doch ohne diesen Mut wärst Du vielleicht untergegangen......
Korrektur zu meinem Israelbericht.

Es muss heißen: Nach Bethlehem durfte unsere Reiseleiterin nicht rein.
Liebe Laurabee,
das ist ja ein bewegtes Leben welches du in die Krippe gelegt bekommen. Es hat aber auch eine starke Frau aus dir geformt.
Reisen hat dich dann nach Antworten suchen lassen und der Kontakt mit dem Unbekannten dir ein Gefühl von Wohlwollen, von angenommen werden vermittelt und viel Wärme und Empathie in deine Seele gepflanzt
ohne danach zu fragen wer du bist und was du hast.
Auch das ist eine Erfahrung von Reisen, wenn man sich einlässt auf das Fremde, ohne Vorbehalte und dem Anderen seine Hand entgegenstreckt.
Ich erinnere mich an einen Mitarbeiter, welcher verheiratet mit einer Kolumbianerin und zu Familientreffen immer dahin gereist ist.
Er hat stets geschwärmt von Land und Menschen, vom Hochland ebenso wie von der Karibik, davon dürfte ihm besonders das Archipel bei Cartagena gefallen haben. Seine Frau kam von da.
Jedenfalls wünsche ich dir da eine schöne Zeit, dazu auch etwas Zeit um die Seele baumeln zu lassen. Eines der Zitate von Paolo Coelho, welche ich mir am Jakobsweg in Erinnerung gerufen, sei dein Reisebegleiter:
"Recuerda tus sueños y lucha por ellos. Tienes que saber lo que quieres de la vida. Solo hay una cosa que hace que tu sueño sea imposible: el miedo al fracaso ".

Liebe Grüße, Robert_Michael
WIENBESUCHER, WIENLIEBHABER UND WIENER

Die ersten Weihnachtsmärkte haben geöffnet.
Darunter wurde auch Wiens größter zwischen Rathaus und Burgtheater illuminiert.

Diesmal mit der Jahreszeit angepassten Temperaturen.
Also warm anziehen, eine Tasse mehr vom Punsch oder beides.

Anmerkung:
Hoffentlich lässt sich der Osterhase mehr Zeit.
Fortsetzung
Ein Sommermärchen. An einem schönen Augusttag eine lang gehegte Reise zum Besuch der Großeltern. Ohne Familie.
Die Lokomotive stand schon unter Dampf als man am Bahnhof angekommen und es blieb nicht mehr viel Zeit um sich zu verabschieden. Unter Dampf? Es war die Zeit der Umstellung von Kohle auf Strom und des mehrmaligen Wechsel der Züge um ans Ziel zu gelangen. Wie abenteuerlich und zugleich interessant war dies. Mein reservierter Sitzplatz am Fenster ließ mich die vorbeiziehende Landschaft in mich aufsaugen und Bilder der Welt in meinem Kopf entstehen.
Dann an der ‚Waterkant‘ gibt es für mich als Binnenländer viel des Neuen zu erkunden. Das alte Land, Hamburg - ein Erlebnis für sich, die Elbemündung, Helgoland – faszinierend, nachts die Fischauktion, Schiffe, welche man betreten und sich ansehen konnte, wie winzig waren die doch daheim auf der Donau.
Ein bisschen schwer war es mit der Sprache da sich die, meist Älteren, in Platt unterhielten da war es mit der unterschiedlichen Bezeichnung von Gegenständen leichter.
Das alles sollte aber in den Schatten treten für eine Begegnung welche im Nachhinein die Sehnsucht, den Wunsch nach einem Erdteil in mir erweckt den ich mir erst sehr viel später erfüllen werde können.
Ich sehe sie noch vor mir. Groß, schlank, kohlschwarzes Haar bis zu den Waden und diese unvergleichlichen Mandelaugen. Sie war das Kind eines deutschen Vaters und einer japanischen Mutter. Es war eine Zeit, in der wir jede Minute miteinander zubrachten. Wir wussten aber auch dass es eine Trennung für immer geben wird. Sie wird Deutschland nach Japan und ich nach Österreich verlassen.
Verlassen, verlassen hat mich aber nie die Sehnsucht nach diesem fernen Land, seiner Kultur seinen Menschen mit ihrer Lebensart, das hat sie damals in mein Herz gepflanzt.
Und es lässt mein Sinnen nach all dem das unsere Welt als Geschenk bereithält vervielfachen.
Fortsetzung kommt demnächst