Ja man darf sich nicht verlieren!

Auch ich steh an dieser Schwelle. Meine demente und gehbehinderte Mutter lebt bei mir im Haus/Wohnung. Es gibt gute, schlechte und Tage die man fast nicht mehr schaft .Sie geht 2x die Woche in eine Pflegeeinrichtung, sonst mach ich alles alleine.

Ich bin am Jahreswechsel da angekommen, daß das Jahr 2018 eine Entscheidung bringt. Sie ist in drei Heimen angemeldet. Wer zu erst anruft und ich auch in diesem Moment ja sage, dann fällt die Entscheidung. Die Pflegeheime sind alle gleich gut und alle nicht weit von mir entfernt.

Wünsche auch allen anderen Kraft die in diesen Situationen sind.
Nettestierfrau,
da muss ich dir vollkommen recht geben.
Habe ja selbst Jahre in der Ambulanten Pflege gearbeitet.
Es gibt einfach Grenzen, durch KrankheitVerschlechterung und Lebenssituation.
Da kann dann auch kein Ambulanter Pflegedienst mehr helfen. Wobei der Pflegedienst ja nur kurze Zeit da ist.
Ich hatte Fälle, wo ich auch drauf bestehen musste, dass der Gepflegte erst einmal in die Kurzzeitpflege gehen musste, weil die Lebenspartnerin, mir an der Aufgabe selbst fast zerbrochen wäre. Das Verhältnis zwischen den zwei wurde auch immer schlimmer. So habe ich gedrängt und habe auf ein gutes Heim verwiesen. Es waren drei Wochen geplant und jetzt fühlt er sich so gut dort, dass er dort geblieben ist, aus freien Stücken.
Die Partnerin besucht ihn jeden Tag und das Verhältnis ist wieder top.

Man sollte immer abwiegen, was für alle das beste ist. Keiner sollte auf der Strecke bleiben.
Weil, wenn es einem selbst nicht mehr gut geht, kann man auch keine gute Pflege leisten.

Ich wünsche allen, in der Situation sind, einen Angehörigen zu pflegen oder Entscheidungen treffen müssen, viel Kraft und Mut. Zu den Entscheidungen zu stehen, die getroffen werden, egal was andere davon halten und sagen.
Keiner macht es sich leicht.
Man sollte immer abwiegen, was für alle das beste ist. Keiner sollte auf der Strecke bleiben.
Weil, wenn es einem selbst nicht mehr gut geht, kann man auch keine gute Pflege leisten.

Ich wünsche allen, in der Situation sind, einen Angehörigen zu pflegen oder Entscheidungen treffen müssen, viel Kraft und Mut. Zu den Entscheidungen zu stehen, die getroffen werden, egal was andere davon halten und sagen.
Keiner macht es sich leicht.


Dem kann ich voll und ganz zustimmen. Auch ich hab das schon hinter mir und bin in einigen Zeiten weit über meine Grenzen gegangen. Am Ende bleibt man selbst auf der Strecke und ist auch ein nervliches Wrack. Ich bin froh, dass ich nach dem Tod meiner Mutter nochmal die Kurve gekriegt habe. Mich hat die Pflege auch zwischenzeitlich nicht nur mental//emotional an den Rand meiner Kräfte gebracht, sondern auch zwischenzeitlich wirtschaftlich. Heute habe ich wieder eine gewisse Ruhe in mir und ein gutes Auskommen, aber das war ein langer Weg.

Also: Vergesst Euch selbst nie!
cron