Tja, die Beugung ist die Deklination ...
[quote="silberfisch51"]
Heute wird bereits in der Grundschule mit den lateinischen Begriffen gearbeitet. Es ist für die Kinder nicht schwierig, da sie es von Anfang an so lernen. Und sie haben damit auch die Grundlage für das Erlernen der Fremdsprache.




Nicht erst heute wird in der Grundschule mit den lateinischen Begriffen gearbeitet. Vielleicht war es damals eine Ausnahme, aber wir lernten sie ab der 3. Grundschulklasse. Wer de lateinischen Begriffe allerdings nicht verstand, durfte bei den deutschen bleiben.
Ohhhhhhhhhhhhhh .... "schöner" Themen-Thread :-) :-) :-)
PS: Also, ein Germanist würde hier sofort bemängeln, daß nun "schön" in diesem Kontext (sorry: "Zusammenhang") nicht nur unpassend sondern sogar falsch ist.
Ähh ...
der Nick "Silberfisch" erinnert mich sofort an "Zwiebelfisch", diese Spiegel-Kolumne des wirklich fulminanten Bastian Sick. Und es paßt total, auch Silberfisch ... legt anscheinend wert auf die deutsche Sprache.
barbera hat geschrieben: Interessant wäre ein Versuch, das Wort "Konjugation" ins Deutsche zu übertragen.
Mit einem einzigen Wort....


Antwort dazu von reiner63 » 22.12.2017, 14:53
"Beugung würde ich sagen"

"Beugung" wäre zu wenig, da Verschiedenes existiert, auf das sich die Beugung beziehen kann: etwa auf Substantive oder auf Verben.

Und "Konjugation" wäre dann die Beugung eines Verbs. Okay, EIN einziges Wort =
.
.
"Verbbeugung"

Achso, DEUTSCH ... dann halt "Zeitwortbeugung" oder "Tuwortbeugung" (so kannte ich`s begrifflich aus der Volksschule) = "Tätigkeitswortbeugung"
Kunjugation = Zeitenwende

als kleine Eselsbrücke: Dingwörter werden dekliniert
...und Deklination ist die Beugung der Substantive, Adjektive, Pronomen...
jetzt verstehe ich endlich, warum Deutsch so eine schwierige Sprache ist - mit einer extrem schwierigen Grammatik.....
es liegt daran, dass nur dann etwas richtig sein kann, wenn es perfekt zu deklinieren ist......
:lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Zitat:
Beugung der Substantive, Adjektive, Pronomen ... wenn es perfekt zu deklinieren ist.

Redet um Gotteswillen nicht versehentlich deutsch ... man könnte Euch sonst für ungebildet oder gar doof halten !

Und komme mir keiner blöd, ich bin Lateiner !
Gundula hat geschrieben: jetzt verstehe ich endlich, warum Deutsch so eine schwierige Sprache ist - mit einer extrem schwierigen Grammatik.....


Gundula,
Du hast es wohl anders gemeint (spaßig); ich möchte es aber dennoch mal aufgreifen.

Wir als Muttersprachler, ja wohl die meisten hier, bemerken die Schwierigkeit unserer deutschen Sprache gar nicht so sehr. 4 Fälle (Nominativ - Genitiv - Dativ - Akkusativ) - okay, in anderen Sprachen hat man noch mehr, etwa im Russischen (wieviele?) und in Latein (6, zusätzlich zu "unseren" noch den Ablativ und den Vokativ). Gleich 3 Artikel (der-die-das), im Französchischen nur 2 (le, la), im Englischen nur 1 (the). Dementsprechend komplexe Deklinationen und Konjugationen. Und, und, und ... ...

Aber selbst Muttersprachler haben so ihre Probleme. Wie viele etwa verwechseln "daß" und "das" (das "Das" ist immer rückbezüglich, steht FÜR etwas stellvertretend); wie viele schreiben etwa "einzigste" anstelle von "einzig" ("einzig" ist ja schon der Superlativ im Reigen von Positiv -> Komparativ -> Superlativ / etwa "gut - besser - am besten"); wie viele haben Probleme bzgl. der Interpunktion/Zeichensetzung (ich auch), etc ...

Die wirkliche Schwierigkeit bemerkt man immer besser aus einer gewissen DISTANZ. Etwa, wenn man eine 2. oder 3. Fremdsprache lernt. Der Vergleich unter den verschiedenen Sprachen ergibt dann diese andere, notwendige Sichtweise. Eben = Distanz. Und noch mehr Distanz zur eigenen Muttersprache erhält man, wer Deutsch als Fremdsprache lehrt.
Ich als Österreicherin verwendete bis zu meinem Abitur 1974 ausschließlich die deutschen Begriffe. Etwas anderes stand in der Handelsakademie nicht auf dem Lehrplan. Das änderte sich schlagartig mit meinem Germanistikstudium. Plötzlich von Null auf 100 waren die lateinischen Termini gefragt. Latein war, anders als heute, auch eine Voraussetzung für dieses Studium (kleines Latinum bis zum Beginn des 3. Semesters).

Wenn ich nun die hier in Deutschland gebräuchlichen deutschen Begriffe sehe, hat lateinisch doch wohl doch schon einen Sinn. Diese Begriffe differieren im deutschsprachigen Raum.

Wir hatten Gegenwart (Präsens), Mitvergangenheit (Perfekt), Vergangenheit (Perfekt), Vorvergangenheit (Plusquamperfekt), Zukunft (Futur) und Vorzukunft (Futur II).

Wobei Vorvergangenheit mir ein passender Begriff erscheint als vollendete Vergangenheit. Das mag aber Geschmackssache sein.
cron