Alternative Energie fällt nicht immer dann an wenn sie gebraucht wird.
Wie kann man eine zuverlässige Versorgung ohne Kohle-, Öl-, oder Atomstrom sicherstellen?
Hallo Krammer,

ein sehr interessantes Forschungsgebiet ist seit vielen Jahren die Kernfusion.

Anders wie bei der Gewinnung von Energie mittels der bereits bekannten Kernspaltung verschmelzen bei der Kernfusion zwei Elemente (Deuterium, Wasserstoff). Bei dieser Verschmelzung wird Energie freigesetzt und es ensteht das sogenannte "heiße" Plasma.
Ein atomarer Abfall, der nur schlecht entsorgt werden kann, entsteht bei der Kernfusion nicht.

Zu diesem Thema kannst Du viel im Internet nachlesen. In Greifswald steht ein Versuchs-Fusionsreaktor, ein sogenannter Stellerator, letztes Jahr hat ihn (er wird "Wendelstein 7X oder X7 genannt) Frau Merkel in Gang gesetzt und das Greifswalder Institut für Plasmapyhsik (IPP) feierte seinen ersten "Plasmashot". In Südfrankreich ist auch ein Fusionsreaktor versuchsweise im Bau, ich glaube auch, fast fertiggestellt. Es ist der ITER, ein Projekt in Catarache, an dem die Internationale Gemeinschaft beteiligt ist.
Wenn man das Wort "Kernfusion" erstmals hört, hat es eher eine Negativwirkung, sind wir doch im Begriff, alle Atomkraftwerke mittlerweile abzuschalten aus bekannten Gründen.
Das Wort Kernfusion ängstigt eher und ruft falsche Vorstellungen wach.
Man sollte sich aber mal die Mühe machen, sich da einzulesen. Es ist wirklich interessant, auch wenn noch sicher viele Jahre ins Land gehen..bis diese Forschung zu einem endgültigen Erfolg führen kann.

Liebe Grüsse Kantorka
Stromspeicher. Eine! Idee
Da beim Speichern von überschüssigem Strom deutlich über 50 % verloren gehen,

wäre ein Verbrauch dieser Überkapazitäten zumindest im Winter,

durch Nachtspeicherheizungen eine Alternative. Richtig in einem Neubau mit eingeplant, könnten sie sogar in Wände integriert werden und somit wenig Platz verbrauchen.

Die Ökobilanz sieht hervorragend aus und der Preis wird nur künstlich hoch gehalten um die Taschen der Energieerzeuger zu füllen.

Es wird zurzeit Energie erzeugt die man nicht speichern kann.

Die Wüstenstaaten würden uns gern mit Energie beliefern, Da sie aber politisch instabil sind und durch Leitungen Abhängigkeiten entstehen würden die nicht erwünscht sind,
ist diese Idee gestorben.
Eine Energieproduktion,
die problemlos verschifft werden könnte,
würde man hingegen Länderübergreifend organisieren können.
Eine Abhängigkeit wäre nicht gegeben.



Zum vertiefen

http://www.heise.de/autos/artikel/Auf-W ... 93140.html

Wasserstoff ist ein Traum der sich hervorragend anhört. Leider nur bis man anfängt zu rechnen. Dazu benötigt man keinen Spitzen Bleistift. Dazu reicht schon ein Griffel.

Von der Ursprünglich erzeugten Energie werden dank Umwandlung in Wasserstoff und zurück, maximal 20-30% zur Fortbewegung oder Stromerzeugung genutzt.
Der Rest geht verloren.
Und das ist sehr optimistisch unter Laborbedingungen gerechnet.
Durch den enormen technischen Aufwand zur Erzeugung, Speicherung und Transport ist die Energiebilanz von Wasserstoff verheerend. Die Anlagen zur Stromumwandlung und den Wasserstofftransport, müssen auch hergestellt, ersetzt und auch gewartet werden.

Da Wasserstoff pro Liter Volumen nur sehr wenig Energieinhalt hat, andrerseits sehr voluminöse und Hochfeste Tanks benötigt werden, die ca 800 Bar aushalten müssen, ist es einfach nicht machbar mit Hilfe von Wasserstoff den Strom zu speichern. Die Tanks müssten Hochhausgröße erreichen und könnten doch nur wenig speichern.
Wurde bereits versucht so einen Tank zu realisieren?
Ein 10 Kubikmeter Transport, würde gerade mal dem Energiewert von wenigen Litern Benzin entsprechen.
Strom aus Wasserstoff ist einfach nicht bezahlbar weil allein für die Umwandlung und Speicherung von Strom in Wasserstoff, schon bis zu 60% der eingesetzten Energie verloren geht.
Wenn von 10 erzeugten kWh nur 4 aus dem Kraftwerk herauskommen, sollte man sich eine Methode überlegen, die mit dem wertvollen Strom sorgfältiger umgeht.

Da flüssiger Wasserstoff gekühlt werden muss, verdampft man einen Teil um die Temperatur aufrecht zu erhalten. Das erfordert weniger Aufwand wie der Betrieb einer Kältemaschine.

Man kann ihn also deshalb nicht all zu lange aufbewahren. Irgendwann ist er einfach weg.

Da auch flüssiger Wasserstoff leicht wie Styropor ist, lohnt es sich kaum Wasserstoff herzustellen, diesen zu verflüssigen und den tief kalten (-253°) Wasserstoff über weite Strecken zu transportieren. Treibt man die Motoren auch mit Wasserstoff an, kommt wegen der geringen Energiedichte kaum noch etwas am Bestimmungsort an.

Das dann potenzielle Bomben die mit 800 Bar Druck gefüllt sind,
unsere Straßen bevölkern, sei nur am Rande erwähnt.
Für die Unfälle gibt es Statistiken.
Zum Beispiel: von je einer Million Transporten verunglücken 2 durch explodierende Tanks.

Bei einem Schnitt von je 500 000 Transporten pro Jahr, ein hochgehender Tankwagen,
muss eine Versicherung die Kosten eines Unfalls auf die Transporter umlegen. (Grob vereinfacht)

Dies besagt aber auch: Unfälle passieren sicher.
Es steht einzig nicht fest wo und wann.



Es gibt eine Alternative. Aluminium.

Die Energiebilanz bei der Aluminiumherstellung fällt nicht viel anders aus.

Ach ja. Fast hätte ich es vergessen. Aluminium brennt.

Brennt mit 8,6 kWh/kg

Ein Kubikmeter wiegt Aluminium wiegt 2710 kg. Hat
2710 * 8,6 = 23.306 kWh Speicherkapazität.

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Wasserstoff hat 33 kWh/kg
Ein Kubikmeter Wasserstoff wiegt ca. 77 kg.
77*33 = 2.541 kWh Speicherkapazität.

Ein Kubikmeter Aluminium speichert fast 10-mal so viel Energie
wie ein Kubikmeter flüssiger Wasserstoff.
Transportverluste wie beim Wasserstoff gibt es zudem auch nicht.

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Speicherung in Hydriden oder Nanoröhren stellen die sichersten Wasserstoff-speicher Methoden dar. Die Tanks sind jedoch schwerer.
In einem 200-kg-Tank
können nur etwa 2 kg Wasserstoff gespeichert werden, = 66 KW
was energetisch etwa 8 Litern Benzin entspricht.

Auch ist die Rückgewinnung gasförmigen Wasserstoffs durch Wärmezuführung aufwendiger.
Diese Form der Speicherung ist kostenintensiver als die Speicherung in Druck- und Flüssiggastanks.

Dabei kommt so ganz nebenbei raus, dass schon heute die Akkumulatorenbatterie besser dasteht.
Für den Antrieb von Fahrzeugen auf jeden Fall.
Mit einer 200kg schweren Batterie hat man eine deutlich größere Reichweite.

Aluminium hat den Vorteil, man kann es problemlos im Freien lagern.
Um es zu zünden ist ein erheblicher Aufwand erforderlich.
Mit einem Streichholz geht es jedenfalls nicht.
Man benötigt schon so etwas wie einen Schweißbrenner.
Es ist deutlich ungefährlicher zu Lagern als Holz.
Es ist also kein besonderer Lageraufwand erforderlich.

Es gibt dabei aber ein wirtschaftliches Problem.
Es gibt bereits eine Aluminiumproduktion und deren Geschäft ist sehr lukrativ.
Wird nun Aluminium zur Energiegewinnung erzeugt wird, fällt der Preis dafür ins Bodenlose.
Ob man erst einmal ein Auto daraus baut, bevor man das Aluminium verbrennt, ist doch unerheblich.
Aluminium wird extrem billig weil es mit überflüssigem Strom erzeugt wird.
Vieles, was Heute noch wegen der hohen Material- Erstellungskosten aus Stahl gefertigt wird,
kann dann aus Aluminium hergestellt werden welches preiswerter als Stahl angeboten wird.
Es wird keine Stahlfahrräder mehr geben oder kaum noch Stahl Schiffe.
Nur noch wenn die besonderen Eigenschaften benötigt werden wird noch Stahl eingesetzt.

Aluminium ist dann ein „Nachwachsender Rohstoff.“
Wird das Gerät nicht mehr gebraucht, wird es verstromt und die Asche liegt bereit um erneut zu Aluminium veredelt zu werden.
Warum nicht eine Bierkiste aus Aluminium oder einen Schiffsrumpf oder einen Mast?

Da Aluminium aus dem Strom der gerade einmal nicht direkt benötigt, wurde hergestellt wird,
fällt der Strompreis bei der Herstellung kaum noch ins Gewicht.
Man kann Aluminiumstaub durch Pipelines blasen und den Strom dort erzeugen wo er gebraucht wird. Die Stahlproduktion würde drastisch zurückgehen, was sehr positiv den CO-Ausstoß der Hochöfen reduzieren könnte, weil deutlich weniger Koks verbrannt werden müsste.

Aluminium kann in der Wüste durch Solarstrom hergestellt werden und per Schiff zu den Verbrauchern gelangen.
Genau wie heute die Kohle. Geht ein Kohle oder ein Aluminiumdampfer unter, so gibt es keine Umweltkatastrophe durch die Ladung. Das Aluminium verwandelt sich im laufe der Zeit in Sand und gut ist es.
Man kann, genau wie bei der heutige Öl und Erdgaswirtschaft eine strategische Reserve anlegen.
Diesen Berg könnte man sogar bepflanzen und zum Freizeitzentrum ausbauen.

Leider kann das Ganze nichts werden da uns CETA und TTIP das nicht erlauben werden.
(Hoffnung Trump?)
Dann werfen nämlich Hochöfen, Stahlwerke, Kunststofffabriken, Ölquellen und Aluminiumhütten nicht mehr so viel Gewinn ab.
Durch die dann geforderten Schadensersatzzahlungen
ist es weder finanzierbar noch rentabel.
Hallo,
Die Kernfusion könnte in Zukunft sehr Interessant werden, wenn die technischen Probleme gelöst sind und sie erst einmal in Betrieb geht.
Mir geht es um die dringenden Probleme zur Zeit.
Wir müssen die 20-30 Jahre bis zum Fusionszeitalter überbrücken.
Ja,
Wollte sagen, ja, damit gebe ich Dir recht.

Bis die Kernfusion wirklich die gewünschte Lösung bringen kann, werden noch viele viele Jahre vergehen, wahrscheinlich Jahrzehnte.

Aber es wäre eine gute Alternative für die Zukunft unserer nachfolgenden Generationen.

Und ja, es gilt, diese Zeit zu überbrücken, da stimme ich Dir zu.
@Kernfusion: Ich war vor ca. 20 Jahren am Institut für Plasmaphysik in Garching/München. Der damalige Chef behauptete hoch und heilig, dass man kurz vor dem Durchbrüch stünde, und in 10 Jahren die Fusionsreaktoren unbegrenzt gefahrlos Strom liefern würden. Mittlerweile sind 2 Jahrzehnte ins Land gezogen, hunderte Milliarden wurden weltweit "verforscht", die Energiebilanz ist leider noch immer negativ! Googelt mal ITER, oder schaut auf https://de.wikipedia.org/wiki/ITER .
Die Träume der Fusion waren leider teure Seifenblasen, von der "kalten Fusion" schreibe ich am besten gar nix.
By the way, Aluminiumstaub ist auch hochexplosiv (naürlich abhängig von der Korngröße), und Eisen kann man sogar mit einem Feuerzeug anzünden, wenn es ein Putzschwamm aus feiner Stahlwolle ist.
Dabei wird es bei Verbrennung sogar schwerer, weil ja der Sauerstoff dazukommt :-)
Sicherlich kann man vieles mit einem Feuerzeug anzünden oder sogar explodieren lassen. Man muss die Körnung nur fein genug wählen.
Weizenmehl zum Beispiel explodiert auch.
Aber ist es denn notwendig?

Die Kernfusion ist eine Möglichkeit bei der wir es uns nicht leisten können, nicht dabei zu sein, sollte es einmal klappen. Eine zugegeben sehr vage Möglichkeit.
Aber die Sonnen beweisen immerhin, dass es im großen Maßstab funtioniert.

Zum Wasserstoffauto. Da diese mit sehr hohem Druck betankt werden müssen.
Deshalb ist besonders auf das Verfallsdatum des Tanks zu achten.
Er hat nämlich nur wenige Jahre Lebensdauer.
Dies verschlechtert die Energiebilanz von Wasserstoff noch zusätzlich.

Erdgas betriebene Fahrzeuge:
Es sind bereits Erdgasauto-Tanks in die Luft geflogen.
Deren Tanks halten nämlich nur wenige Jahre und müssen dann getauscht werden.
Obwohl, sie müssen weniger Druck als Wasserstofftanks aushalten.

Ebenso verhält es sich mit LPG Tanks.
Auch deren Haltbarkeit läuft ab.

Hätte ich ein Erdgas- oder LPG Auto,
ich würde mich danach erkundigen.

Vor Allem aber, wenn ich vor hätte eins zu kaufen.
Könnte sein, dass der Tanktausch bevorsteht.