Gute Wünsche zurück @sonnenkind
.......und für alle die's sonst noch brauchen können :D
Sonnenkind, das hast du vortrefflich beschrieben!
Wenn man nur drei Freibeiträge hat, überlegt man schon, wofür man sie hergibt. Da wird das Lesen wichtiger als das Schreiben. Und man gerät nicht in Versuchung, sich oft in diese "Scharmützel" einzubringen.
Dieser Blick sozusagen von außen hat was herrlich Befreiendes.
(Mit "man" meine ich in diesem Falle mich.)

Danke für deine Beiträge (bewusst Mehrzahl)!
@Sonnenkind was du schreibst gefällt mir sehr gut, zeigt es doch das du ein sehr reflektiert denkender Mensch bist.
Jeder lässt sich mal hinreißen sich verbal zu vergaloppieren, Hauptsache man erkennt es und ändert das eigene Verhalten, und nicht wie oft versucht wird, das der Anderen zu ändern, weil man sich selbst für unfehlbar hält.

Vor Jahren, beim Tod meines Bruders ist mir mal dieses Gedicht in die Hände gefallen, es passt sehr gut zu den Versuchen hier, das Monopol auf gute Kommunikation zu erlangen.....was natürlich ein völlig aussichtsloses Unterfangen ist.


Das Gedicht heißt Desiderata

"Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast dieser Zeit und denke daran, dass wahrer Friede nur in der Stille zu suchen und zu finden ist.

Versuche, soweit es dir möglich ist, ohne dich selbst aufzugeben, mit allen Menschen auf gutem Fuß zu stehen, das heißt: auszukommen.

Wo immer es nötig ist, sage ruhig und besonnen die Wahrheit, und sei dir dabei stets bewusst, dass diese auch schmerzen kann.

Höre die Weltweisen, aber höre auch die anderen an, selbst wenn sie dir unwissend und dumm erscheinen, denn auch sie haben ihre Geschichte und an ihrem Schicksal zu tragen.

Meide die lauten und streitsüchtigen Menschen, denn sie sind eine Qual für den Geist.

Wenn du dich mit anderen vergleichst, werde nicht hochmütig und überheblich oder fühle dich nicht zu gering. Wisse: Es wird immer Menschen geben, die besser, vielleicht auch bedeutender oder geringer sind als du. Freue dich an dem bisher Erreichten und deinen Plänen, die dich beflügeln.

Sei eifrig in deinem Beruf und sorge, dass er dir Freude macht und Zufriedenheit in dir schafft, wie bescheiden er auch immer sein mag, er ist ein echter Besitz im Wechsel der Zeiten.

In geschäftlichen Dingen sei vorsichtig; denn überall lauern Betrüger, die dich schädigen wollen. Das soll dich jedoch nicht blind machen für das Gute und Schöne und was dir sonst noch an Anstand begegnet. Suche deinen Vorteil und nutze ihn, aber nicht zum Schaden anderer.

Viele Menschen streben nach hohen Idealen, und überall gibt es gute Menschen und Helden. Sei du selbst! Bleibe dir selber treu, was auch immer geschehen mag, Und - was immer du bist, bleibe stets bescheiden.

Heuchle nie Gefühle vor, wo sie nicht vorhanden. Du schadest dir damit selbst und vor allem verletzt du andere.

Denke nie verächtlich über die Liebe, denn sie ist etwas Heiliges, und wo immer sie sich wieder regt, behandle sie als etwas Kostbares. Sie erfährt soviel Entzauberung, erlebt soviel Enttäuschung und erträgt manche Dürre. Dennoch wächst sie immer wieder neu wie frisches Gras, sie ist voll Ausdauer und Langmut.

Ertrage mit freundlicher Gelassenheit den Rat der Älteren, besonders wenn sie dir nahe stehen. Gib die Jugendjahre mit Anmut zurück, wenn sie vorüber sind.

Stärke die Kraft deines Geistes, damit sie dir beisteht, wenn plötzliches Unheil über dich kommt.

Überfordere dich nicht mit Wunschträumen, bleibe realistisch und schau auf das, was im Augenblick nötig und möglich ist. Denn viele Ängste kommen aus falschen Erwartungen und Vorstellungen. Sie machen dich an Leib und Seele kaputt und nähren deinen Verdruss.

Bei aller Übung von Selbstdisziplin sei freundlich zu dir selbst. Du bist ein Kind der Schöpfung, ebenso wie Sonne, Mond und Sterne sowie Bäume und Sträucher, Berge, Hügel und Täler, Wind, Wasser und Feuer ein Teil dieser sind.

Du hast ein Recht, hier zu sein. Du brauchst dich nicht zu rechtfertigen, Gott hat dich gewollt; Er liebt dich und will, dass du glücklich bist. Und wenn du dich auch selbst und deine Umwelt nicht verstehst, so entfaltet sich doch die Welt nach Gottes Plan. Er hält und trägt dich.

So lebe denn in Frieden mit Gott, was du auch immer für eine Vorstellung von ihm hast. Was auch immer dein Streben und Sehnen ist, bewahre dir den Frieden mit deiner Seele, also den Frieden mit dir selbst und deinen Mitmenschen. Dann wird in dir die Erkenntnis wachsen, dass die Welt bei aller Mühe und Last, bei aller Plage und zerronnenen Träumen, dennoch eine schöne ist, auf der zu leben sich lohnt.

Greife nicht nach den Sternen. Strebe behutsam danach, zufrieden und glücklich zu sein."


Wer nicht lesen möchte auch gut.
Diejenigen, die sich auf Scharmützel mit "Betonköpfen" einlassen, verschaffen manchmal Raum für jene, die dann klug und besonnen reagieren können und wollen.
EmmaKlein
Gewähre doch dem Autor die Ehre, ihn zu erwähnen!

Der Text ist von Max Ehrmann - ich kenne das Gedicht in einer anderen, etwas kompakteren Überseztung.

"Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast
und denke an den Frieden der Stille." .....

Ein schönes Gedicht - ich hatte es fast vergessen!
@ Barbera sorry dachte ich hätte den Autor erwähnt bzw . mit kopiert.....war keine Absicht.
In den Worten von Max Ehrmann
steckt viel Wahrheit. -
Gefällt mir, EmmaKlein
In der Filosofie geht es per definitionem um die Liebe zur Weisheit (oder zum Wissen?) und nicht um die Liebe zur Wahrheit oder Wirklichkeit, auch wenn Letztere natürlich zu einem filosofischen Diskussionsthema werden können.

Hier finde ich die Unterscheidung zwischen dem Mut, das zu ändern, was man ändern kann, der Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die man nicht ändern kann, was auch Mut erfordert, und der Weisheit, das Eine vom Anderen zu unterscheiden, ganz brauchbar bei der Kommunikation mit Anderen, was man aber nur selber bewirken kann, indem man es auch tut, anstatt darauf zu warten, dass es Andere für Einen tun, denn schöne Worte und guter Rat sind billig zu haben, nützen jedoch gar nix, wenn man sie nicht in die Tat umsetzt.

Ansonsten gilt besonders hier für die schriftliche Kommunikation im Forum Wittgensteins Empfehlung: "Darüber, was man nicht mit Worten beschreiben kann, sollte man am Besten schweigen!"
Wie auch immer, ich sag danke, für die positiven Rückmeldungen Bild und die guten Wünsche
positiv + positiv = besseres feedback + bessere Laune und deshalb bessere Zeiten......... :wink:
Ach, ganz vergessen...danke auch für das wunderschöne Gedicht, liebe EmmaKlein
Tja
Hängt in der Kirche von St Paul's Baltimore
Ist auch keine Prosa, eher ein Verhaltenskodex der Gläubigen
Danke für den Hinweis und gleich noch etwas dazu gelernt.... Desiderata...

Da soll noch mal einer sagen, dass fifty nicht bildet :wink:
Wie schön,
Einer Herzensgebildeten zur Bildung verhelfen zu dürfen.


Was die Notwendigkeit einer Wahl zwischen privater und öffentlicher Kommunikation betrifft, je nachdem ob die andere Person selbst oder ihre Argumente in der Sache gemeint sind, hat @Sonnenkind hier am 26.12.2018, 11:26h eine Aussage getroffen. die ich absolut treffend und richtig finde:


>>Vielleicht wäre es für gute Kommunikation auch mal ganz hilfreich zu unterscheiden, ob man persönlich ein Problem mit jemand hat, oder nur mit diversen Verhaltensweisen dieser Person.

Spätestens, wenn man bemerkt, dass es tatsächliche ein Problem mit dieser Person gibt, sollte (meine Meinung) Kommunikation nicht mehr öffentlich stattfinden.<<

Aber das ist wohl für so manchen anderen nur ein Lippenbekenntnis, nach außen gern mal scheinheilig bekannt, dabei bloß Makulatur für das womöglich tief sitzende Bedürfnis, jemand Bestimmten unbedingt schaden oder sich an ihm für sein schädigendes Verhalten rächen zu wollen - selbstverständlich öffentlich, damit es auch jeder mitkriegt, als aufrechtes Interesse an der Wahrheitsfindung getarnt.

Aber das Publikum befriedigt nur seine Gelüste der Sensationsgier daran, während die Akteure auf der Bühne mit jedem weiteren Auftritt selbst dafür sorgen, in seiner Achtung tiefer zu sinken.

Nein, solche Fälle werden wir wohl niemals durch ehrliche direkte Kommunikation aufklären oder gar lösen können.


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