kundgeba hat geschrieben:
    bei unserem letzten Stammtisch - bestellte ein Mitglied der Wiener Gruppe - bei der Wirtin eine

    Blaulichtmelange


    - uups . ich stand unwissend an - ich, als Wienerin die so gerne Dialektpflege betreibt - mußte nachfragen.
    Also eine "Blaulichtmelange" - ist eine ganz normale "Wiener Melange" aber der Kellner soll sie gefälligst - ganz, ganz schnell servieren - eben mit Bild :lol:



@ das muss ich mir merken für meinen "Wien-Aufenthalt" zufällig hier gelandet und mich
köstlich amüsiert, ich übe damit ich Euch und die Wiener verstehe in 3 Wochen :wink: :wink:
    Auch das ist Wienerisch :lol:


    Beim Letzten "Wetten Dass" in Wien.

    Achtung, naja die Wette war ja nicht so besonders - aber das hier wären die TOP drei Stadtwetten für Wien gewesen :)

    1. Wetten, dass bei einem Stau auf der Südosttangente die Wiener keine Rettungsgasse schaffen.

    2. Wetten, dass man keine 100 Wiener Taxifahrer auftreibt, die ohne Navi zum Stephansdom finden.

    3. Wetten, dass Bürgermeister Häupl schneller einen Doppler austrinken kann, als Maria Vassilakou einen Kurzparkschein ausfüllt.

    Top die Wette gilt :)
:lol: :lol: :lol:


danke vielmals für diesen link!
i.o.
Warum ist der Rathausplatz in Wien der sauberste Platz der Welt?

Weil der Bürgermeister jeden Tag mit einem Fetzen drübergeht!
(Fetzen = Lappen = auf wienerisch betrunken)
mein vater sagte häufig zu mir, als ich kind war ......(später auch noch)

hoid endli dei GOSCHN

und ein wiener freund meinte .....

du (ich) bist immer so GOSCHERT

na, bin i net ....... :roll: :roll:
Ich empfinde den Dialekt als eine Art Seelensprache. Der Dialekt ist eine sehr kreative und lebendige Sprache - Sprache, die sich immer weiter entwickelt.
Beim Lesen des Wiener Dialekts, der oft fast blumig ist (in Form von einer extra Portion Kreativität) entstehen sofort Bilder im Kopf.
Eure Beiträge haben mich animiert, steirische Wörter hier vorzustellen:
Z.Bsp: Da kloane Seppl sitzt in da Schul, in da erschtn Reih neb´n ana Gugatzgscheckat`n!
Der kleine Josef hat in der Schule neben einem Mädchen Platz genommen, dessen Gesicht von Sommersprossen geziert ist und ihm Gesellschaft in der ersten Reihe leistet.

Schmafu = Unsinn
broadfouzat = übertrieben gesprächig
schnoddan = schnattern, viel reden

Woaz = Mais
Bauwoaz = Weizen
WIPPLINGERBROSCH
- Zahnprothese von der Krankenkasse (war dereinst in der Wipplingerstraße)

BOJAZA
- Bajazzo, Clown, KASCHPERL

EI´BRENNTE HUND
- Kartoffel in einer (säuerlichen) Einmachsauce gewürzt mit Majoran und Lorbeer

BIZZLARBEIT
- Feinarbeit (pici auf ung. winzig)

NUDLDRUCKER, ZWIRNSCHEISSER
- Geizkragen
Was man nicht alles findet, wenn man in der Vergangenheit gräbt!
Ein wahrer Schatz an zum Aussterben verurteilten WUCHTLN

Ein GÖSSERMUSKEL kommt nicht aus der Muckibude.
Das ist der Bierbauch, den man kriegt, wenn man zuviel Bier von der Brauerei Gösser trinkt.

Und wenn einer ein OWIZAHRA ist und noch dazu HOCKNSTAD, dann ist er ein arbeitsunwilliger Mensch ohne berufliche Tätigkeit.
Die in meiner Jugend noch zum Stadtbild gehörenden PLETSCHNPRACKER sind so gut wie ausgestorben.

Pletschn werden die großen Blätter von Pflanzen bezeichnet, so auch von Gemüse wie z.B. Kohl etc..
Pracker bezeichnete man die unmittelbar nach dem WK II in großer Zahl aufkommenden Wanderverkäufer, die mit meist handgezogenen Pritschenwagen durch die Straßen und Gassen zogen und Obst und Gemüse anboten. In Wien werden jährlich an die 60.000 Tonnen Gemüse angebaut, d. i. 1/3 der in der Stadt benötigten Gemüsemenge. Die dafür verantwortlichen Gärtner werden heute noch als PLETSCHNPRACKER bezeichnet, obwohl sie zeitgemäß ihre Produkte anders als damals an die Konsumenten bringen.