Rentendiskussion in Deutschland: Nebenjobs für die Generation 50plus

München, 01.09.2010 - Die Rentendiskussion beschäftigt einmal mehr ganz Deutschland. Nach der Rente mit 67 bald die Rente mit 70? Politiker sprechen bereits darüber, die Rentengarantie grundsätzlich in Frage zu stellen. Gleichzeitig geht die Zahl der aktuellen Rentner, die zusätzlich einer Nebentätigkeit nachgehen, auf die Millionenmarke zu. Nebenjobs bieten aber nicht nur finanzielle, sondern auch viele weitere Vorteile.

Renate K. aus Speyer ist 60 Jahre alt und Rentnerin. Früher war sie in der Marketingabteilung eines großen Chemiekonzerns beschäftigt. Als sie mit Mitte 50 den Job verlor, musste sie erfahren, wie schwer es bereits in diesem Alter ist, eine neue Anstellung zu bekommen: "Ich habe mich auf viele Annoncen beworben, bin sowohl schriftlich als auch persönlich bei den Unternehmen vorstellig geworden. Es waren viele gute Gespräche dabei, aber ist nie etwas daraus geworden." Einmal bekam sie zu hören: "Wir suchen jemanden, der länger bei uns bleibt." Das wundert sie nach wie vor: "Ich habe nicht vor, allzu bald abzutreten."

Eine eigene Struktur aufbauen

Irgendwann hat Renate K. erkannt, dass Sie sich beruflich neu orientieren muss. So sah sie sich nach Alternativen um und wurde selbst aktiv, indem sie Annoncen schaltete. Seit einem Jahr arbeitet sie nun von zu Hause aus als Telefonistin für ein Industrieunternehmen. "Eigentlich wollte ich das zuerst nicht machen, ich wollte lieber im Büro arbeiten. Mittlerweile bin ich aber alles andere als unglücklich damit. Ich habe mir meine eigene Struktur aufgebaut und kann mir meine Zeit einteilen. Da ich sehr gerne verreise, ist der Job gut auf mich zugeschnitten."

Weiter im Leben stehen

Sven Exter, Geschäftsführer des Online-Portals 50plus-treff.de, weiß um die Motivation vieler Rentner, einer Nebentätigkeit nachzugehen. Diese ist nicht immer ausschließlich finanziell geprägt, denn es gibt noch viele weitere Vorteile. "Natürlich spielt in der Regel das Geld eine Rolle. Die Erfahrungen zeigen aber, dass darüber hinaus die Freude an der Arbeit selbst mindestens eben so wichtig ist. Wer auch im Rentenalter einer Tätigkeit nachgeht, erhält sich seine geistige und körperliche Fitness und steht weiter mitten im Leben. Und nicht zuletzt ist es für die meisten ein gutes Gefühl, einer sinnvollen Aufgabe nachzugehen und gebraucht zu werden."

Das kann auch Renate M. (66) aus Dresden bestätigen. Sie geht gleich drei Nebenbeschäftigungen nach: Als Reiseleiterin in der Tourismusbranche, als Fahrgastbefragerin der Deutschen Bahn und als Testkäuferin für verschiedene Unternehmen. "Für mich ist das Geld wichtig, aber auch der Spaß. Ich bin Single, und so komme ich unter Menschen und in die Welt." Aus Ihrem Bekanntenkreis kennt Renate M. die andere Seite. "Viele kennen kein Handy, kein Internet, kommen mit Automaten nicht zurecht. Ich fühle mich einfach lebhafter und trainiere auch mal meine grauen Zellen."

Selbst aktiv werden

Wer einen Nebenjob sucht, sollte selbst aktiv werden, um eine Tätigkeit zu finden, die zu ihm passt. Und auch einige weitere Dinge gibt es zu beachten. Sven Exter von 50plus-treff.de gibt einige Tipps: "Zunächst ist es wichtig, die Einkommensgrenzen zu beachten. Wer über 65 ist, braucht sich darüber keine Sorgen zu machen, Sie sollten aus steuerlichen Gründen lediglich ihren individuellen Freibetrag einhalten. Rentner unter 65 sind mit einem 400€-Job grundsätzlich auf der sicheren Seite. Um eine geeignete Stelle zu finden, ist es wichtig, Eigeninitiative zu zeigen. Viele verfügen durch ihr langes Berufsleben über Beziehungen, die sehr hilfreich sein können. Gehen Sie auf Leute zu, denn oft ergeben sich daraus Gelegenheiten, mit denen man vorher gar nicht gerechnet hatte." Ein Beispiel dafür gibt Renate M.: "An den Job als Reiseleiterin bin ich durch Zufall gekommen. Ich war früher selbständig in der Tourismusbranche tätig." Als sie sich vor einiger Zeit während einer eigenen Reise beschwerte, antwortete ihr der Inhaber des Reisebüros: "Sie kommen aus dem Tourismus und haben Erfahrung. Wir suchen Leute."

Solche und ähnliche Fälle kennt auch Sven Exter: "Internet-Portale wie 50plus-treff.de sind eine gute Möglichkeit, um Beziehungen jeder Art aufzubauen. In den Themenforen und Regionalgruppen ergeben sich häufig Gelegenheiten Kontakte zu knüpfen, die auch bei der Suche nach einem Job hilfreich sein können."


Über den 50plus-Treff
Der 50plus-Treff ist das Internet-Portal für Partnersuche, Freundschaft und Freizeitgestaltung, das konsequent auf die Generation 50plus ausgerichtet ist. Ursprünglich als Partnerbörse gestartet hat sich das Portal bis heute zu einem aktiven Netzwerk von über 120.000 Mitgliedern entwickelt, die sich in Themenforen und Regionalgruppen weit über die Partnersuche hinaus austauschen und vernetzen. In mehr als 45 regionalen Interessensgruppen organisieren Mitglieder regelmäßige Treffen, um den gemeinsamen Meinungsaustausch auch außerhalb des Internets zu fördern.

Seit Februar 2006 ist der 50plus-Treff als erste Online-Partnerbörse durch den Bundesverband 50 Plus e.V. zertifiziert. Das Gütesiegel steht für höchste Qualitäts- und Servicestandards für die speziellen Ansprüche der Generation 50plus. Der 50plus-Treff wurde im Juni 2005 gegründet und wird von the-e-project.de OHG aus München betrieben. Geschäftsführer sind Sven und Marianna Exter.

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