Beziehungskiller Eifersucht

  • Beziehungskiller Eifersucht
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    Sie quält, sie schmeichelt, sie gehört zum Gefühlsrepertoire vieler Liebender ganz natürlich dazu: Eifersucht. Ob sie der Liebe aber zu neuer Frische verhilft, oder das Gefühl letztlich zerstört, entscheidet wie so oft das richtige Maß. Eine Prise Eifersucht wird einer Beziehung sicher nicht schaden. Wird sie jedoch zur "fixen Idee", kann schnell ein Teufelskreis entstehen, der die Partnerschaft nicht selten bis an ihre Grenzen bringt.

     

    Wie entsteht der "Beziehungskiller Eifersucht"?

    Unbegründete Eifersucht ist oft ein Ausdruck für tief liegende Selbstzweifel. Betroffene empfinden sich selbst als nicht so erfolgreich, nicht so intelligent, nicht so charmant - schlicht als nicht so attraktiv wie andere Menschen. Aus dieser persönlichen Unsicherheit erwächst die ständige Angst, den Partner an einen vermeintlich attraktiveren "Konkurrenten" verlieren zu können. Betroffene versuchen oft, diesem drohenden Verlust dadurch vorzubeugen, dass sie die Freiheiten ihres Partners beschneiden. Alleiniges Ausgehen wird reglementiert und nicht selten mit Nachfragen, Kontrollanrufen und Vorwürfen überschattet. Um Streit und Verdächtigungen zu entgehen, verzichtet der Andere oft auf einen Teil der gewohnten Freiheit. Dem Partner "zuliebe" werden soziale Kontakte vernachlässigt und persönliche Aktivitäten reduziert.

    Das Verhalten zwanghaft eifersüchtiger Menschen wird mehr und mehr von Kontrollmechanismen beherrscht. Jeder Blick, jedes Gespräch, jedes Lächeln des Partners wird beobachtet und als ernsthaftes Zeichen der Untreue gewertet. Heimlich oder offensichtlich - nicht selten wird auch das Handy, das Adressbuch oder das E-Mail-Postfach des Partners kontrolliert. Hier hat die "gesunde" Eifersucht das Normalmaß weit überschritten. Der Kontrollierte fühlt sich zu Recht hintergangen, bewacht und eingeengt. Ständiges Misstrauen und ungerechtfertigte Anschuldigungen - vom verdächtigten Partner selbst wird diese Situation als zunehmend unerträglich empfunden. Aus der anfänglichen Eifersucht wird ein zerstörerischer Teufelskreis. Ständig kontrolliert, reagiert der überwachte Partner mit Flucht, was der Eifersucht des anderen erneut als Nahrung dient. Die Beziehung wird an einem solchen Punkt kaum noch als befriedigend empfunden. Was die Liebe eigentlich erhalten sollte, hat ihr letztlich ernsthaft geschadet.

    Wenn Eifersucht in Ihrer Beziehung ein Problemthema ist, können die nachfolgenden Tipps helfen, den "Beziehungskiller Eifersucht" rechtzeitig zu entschärfen.

     

    Schluss mit dem "Beziehungskiller Eifersucht"!

    1. Der wichtigste Schritt aus dem destruktiven Gefühlskarussell heraus ist zunächst die Selbsterkenntnis. Machen Sie sich klar, dass Ihr Gefühl vollkommen unbegründet ist, wohl aber Ihren Partner verletzt und letztendlich auch die Beziehung gefährdet. In einem offenen, ruhigen Gespräch sollten Sie sich mit Ihrem Partner bewusst auf zukünftige "Rechte und Freiheiten" einigen.

    2. Selbst in der besten Beziehung müssen beide hin und wieder getrennte Wege gehen. Gestehen Sie Ihrem Partner Freiheiten zu und suchen Sie auch Freiräume für sich selbst! Umso mehr hat man sich zu erzählen, wenn man wieder zusammen ist und umso intensiver kann die Zweisamkeit dann auch wieder genossen werden.

    3. Statt Ihren Partner zu überwachen, achten Sie auf sich selbst! Zweifel und Missmut wirken unattraktiv. Statt sich mit Negativem zu belasten, sollten Sie lieber etwas für sich selbst tun! Ein neues Hobby, eine neue Frisur oder ein neuer persönlicher Stil - Abwechslung macht Spaß und bringt frischen Wind in den gewohnten Lebensrhythmus. Erleben Sie die wohltuende Wirkung einer persönlichen Veränderung und genießen Sie ruhig selbst den einen oder anderen bewundernden Blick! Das steigert das Selbstbewusstsein und gibt Ihnen ein Gefühl für Ihre eigene Attraktivität.

    4. Bleiben Sie souverän, auch wenn der Partner einmal "angeflirtet" wird! Freuen Sie sich, dass Ihr attraktiver Partner sich offen zu Ihnen bekennt und gern an Ihrer Seite ist. Vergiften Sie die Liebe nicht mit krankhafter Eifersucht, würzen Sie sie lieber mit einer Prise gesunder Wachsamkeit!

    5. Sollten Sie trotz aller Selbsterkenntnis Ihre Gefühle nicht allein in den Griff bekommen, scheuen Sie nicht davor zurück, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine psychologische Beratung kann helfen, die Ursachen übermäßiger Eifersucht zu beheben. Die Liebe ist es wert und Ihr Partner wird es Ihnen ganz sicher danken!









    Redaktion, 18.11.2011


Wildkatze2011 0 | 18.11.2011, 14:58

  • Ich schließe mich dem Kommentar von guenni1 an. Ich habe aber auch schon die Erfahrung gemacht, daß bewußt der Partner eifersüchtig gemacht wurde, in dem man mit anderen flirtet und diesen voll die Aufmerksamkeit widmet, den Partner aber einfach abseits stehen läßt. Ob bewußt oder unbewußt ist nicht die Frage, aber dann, wenn der Partner protestiert, sich aufzuspielen und dies noch als "Eifersucht" zu deklarieren, ist nicht schön. M.E. haben solche Exemplare ebenfalls ein gesteigertes Selbstwertdefezit.

lacrima 0 | 18.11.2011, 13:40

  • ja ich möchte das dann auch einmal erleben, das er der eifersüchtigte Partner, statt heute mit Glatze mich morgen mit vollem, langen Haar überrascht............

_Charlotte_ 0 | 18.11.2011, 12:57

  • ...in dem Artikel steht es sehr genau - ich denke das ist vielleicht ein ganz wichtiger Punkt, wenn nicht sogar der wichtigste überhaupt. Ja, dass man sich selbst überprüft, indem man die eigene Attrativität
    nicht vernachlässigt.

dona13 0 | 18.11.2011, 10:34

  • Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht was Leiden schafft.....

guenni1 0 | 18.11.2011, 10:34

  • Eifersüchtig sein hat aus meiner Sicht etwas mit Angst zu tun. Einer Angst, die meist aus der Vergangenheit, eigenem Erleben des Eifersüchtigen stammt. Käme in mir ein solches Gefühl auf, dann gäbe es nur Eines. Mit dem Partner "direkt, offen und ehrlich" reden. Die Frage wie zu verfahren ist, wenn sie berechtigt, auch wenn sie unberechtigt war, muss aus meiner Sicht jeder für sich beantworten.

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