Alles zum Thema Elektroautos

  • Alles zum Thema Elektroautos
    0  | 1627 Aufrufe

    Elektroautos sind in aller Munde. Doch wie alltagstauglich sind Elektroautos? 

    Immer mehr Unternehmen ergänzen ihren Fuhrpark mit diesen innovativen Fahrzeugen. Jedoch trotz Förderungen und Steuererleichterungen entscheiden sich aktuell relativ wenige Privatpersonen für Pkws mit einem umweltfreundlichen Antrieb auch wenn das Elekroauto sämtliche Vorteile bietet. Automobile mit einem Elektroantrieb sind umweltfreundlich, leise, wartungsarm und günstig im laufenden Betrieb. Doch bringen diese Autos dem Fahrer wirklich klare Vorteile, welche Reichweiten können mittlerweile erreicht werden und was gilt es beim Kauf eines Elektrofahrzeugs zu beachten?

     

    Elektroautos

    Elektrofahrzeuge sind kein neues Konzept. Schon im vergangenen Jahrhundert wurden Pkws erfolgreich mit Strom betrieben. Der umweltfreundliche Antrieb geriet jedoch durch sinkende Öl- und Dieselpreise nach und nach wieder in Vergessenheit. Erst die zunehmende Umweltverschmutzung und massive Bemühungen der Firma Tesla rückten die E-Mobilität wieder in den Mittelpunkt.Behinderten vor einigen Jahren noch Reichweitenprobleme und hohe Herstellungskosten die Alltagstauglichkeit dieser Fahrzeuge, so sind Elektroautos mittlerweile auch für die Mittelschicht realisierbar. Fahrzeuge mit hybriden Antrieben sind kaum teurer als normale Pkws und dank staatlicher Förderungen sind auch neue Kleinwagen mit Elektroantrieb in Deutschland für rund 20.000 Euro erhältlich. 

     

     

    Aktuelle Modelle

    Der Platzhirsch im Bereich Elektromobilität ist eindeutig das US-amerikanische Unternehmen Tesla. Die Luxusfahrzeuge Model S und Model X bestechen dabei nicht nur mit Reichweiten von über 400 Kilometer pro Ladung, sondern auch durch autonomes Fahren und sportliches Fahrgefühl. Mit dem Model 3, welches seit Juli 2017 ausgeliefert wird, betritt Tesla nun neues Terrain. Das Mittelklasseauto, welches rund 40.000 Euro vor Abzug von Förderungen kostet, soll die breite Masse erobern und E-Mobilität für jedermann möglich machen.

     

     

    Der europäische Elektroautomarkt

     

    Im Gegensatz zu US-amerikanischen Kunden können Europäer mittlerweile auf eine breite Auswahl an Elektrofahrzeugen zurückgreifen. So ist der Renault Zoe, mit einer Reichweite von über 360 Kilometer und einem Startpreis von ca. 20.000 Euro (exklusive Batteriemiete) der neue Verkaufsschlager in Europa. Ähnliche Reichweiten, zu etwas höheren Preisen, dafür inklusive Batterie, weisen derzeit noch der Hyundai Ionic, der Nissan Leaf und der Opel e-Ampera auf. Für Kunden, die ihr Auto hauptsächlich im Stadtverkehr betreiben, können zudem auch Modelle aus dem PSA-Konzern oder der neue Smart Electric Drive eine gute und kostengünstige Alternative sein.  

     

    Deutsche Hersteller

    Deutsche Autobauer waren in den letzten Jahren immer wieder der Kritik ausgesetzt, die Trendwende hin zur Elektromobilität verschlafen zu haben. Auch wenn der BMW i3 und VW e-up! schon länger auf dem Markt sind, glänzten diese Modelle anfangs weder durch Reichweite, noch durch innovatives Design. Dass sich dieser Umstand in den nächsten Jahren massiv ändern wird, machten die Chefs der deutschen Autohersteller jedoch auf Automessen in den letzten Monaten klar. So stattet Mercedes seine bestehende Produktpalette, wie beispielsweise die B Klasse, vermehrt mit Elektroantrieben aus und auch die Wolfsburger möchte nach dem Dieselskandal bis 2018 sechs weitere VW Modelle mit Elektroantrieb auf den Markt bringen. 

     

     

    Vorteile von Elektroautos

    Einer der wichtigsten Gründe, der für den Kauf eines Elektroautos spricht, ist die Umweltfreundlichkeit. Die leisen Fahrzeuge stoßen während des Betriebs keinerlei schädliches CO2 aus und leisten somit einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel. Zudem gewähren einzelne Staaten Elektrofahrzeugen vermehrt Vorteile, wie Förderungen, Steuerfreiheit, kostenfreie Ladestationen und gratis Parken in der Innenstadt sowie die Benutzung der schnelleren Busspur. Elektrofahrzeuge sind zudem mit modernster Technologie ausgestattet und haben weniger Verschleißteile als Autos mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren. 

     

     

    Nachteile von Elektroautos

    Neben dem höheren Anschaffungspreis haben Elektroautos den Nachteil der geringeren Reichweite. Statistiken belegen jedoch, dass ein Großteil der Autofahrer täglich nicht mehr als 50 Kilometer pro Fahrt zurücklegt und diese Reichweite bewerkstelligen auch ältere Elektrofahrzeuge mühelos. Problematisch ist dagegen die Ladezeit. An gewöhnlichen Ladestationen müssen Autos bis zu 6-7h laden, bis der Akku wieder 100 Prozent ist. An Schnellladestationen sind es immerhin ca. 70 Minuten.

     

    Auch Ladestationen für Elekroautos gibt es derzeit nicht flächendeckend in Deutschland. Mitte 2017 gab es in Deutschland rund 7.200 Ladestationen für Elektroautos.

     

    Wegen der wachsenden Produktion von Batterien für Elektroautos ist auch mit einem wachsenden Bedarf an Kobalt zu rechnen. Das Problem ist: Es gibt kein Kobalt und Lithium in Europa. Diese Rohstoffe müssen aus Afrika und Südamerika importiert oder durch Recycling aus Schrott gewonnen werden. Kobalt wird in im Süden des Kongos angebaut. In den Mienen arbeiten Hunderte Kinder und Minderjährige unter prekären Bedingungen

    Das für den Westen angeblich "sauberes Auto" bedeutet für die Kinderarbeiter der Kobalt-Mienen ein Leben unter höllischen Bedingungen und lebenslange Lungenschäden für einen Hungerlohn

     

     

    Fazit

    Die Zukunft des Autofahrens ist elektrisch. Dabei wird der Trend nicht nur von möglichen Dieselfahrverboten verstärkt, sondern auch durch ein größer werdendes Umweltbewusstsein und neue Technologien. Einfamilienhäuser mit Fotovoltaikanlagen, die über Batterien nicht nur das Haus, sondern auch das Auto mit Strom versorgen sind keine ferne Zukunftsmusik mehr, sondern gelebte Realität und auch autonomes Fahren wird in einigen Jahren eine Selbstverständlichkeit im täglichen Straßenverkehr sein.

     

     

    Foto: © Natee Meepian /fotolia.de



    Redaktion, 24.08.2017


Helmut.G 8 | 24.08.2017, 23:37

  • Helmut.G
  • Ich warte schon auf den nächsten längeren Stau an heißen Tagen. Beim Auflösen des Staus bleibt das Elektroauto liegen, da die Batterie leer ist. Außerdem habe ich noch nie darüber gelesen, ob es gesundheitsschädlich ist, auf dieser Menge von Akkus beim Fahren zu sitzen.

Chri51 8 | 25.08.2017, 07:37

  • Chri51
  • Hier geht es nicht um ALLES zur Elektromobilität, sondern nur um einen TEIL! Nämlich um den positiven Effekt für den Schadstoffausstoß beim FAHREN! Aber mit dem Geschehensablauf VOR der Zapf-Steckdose hat das nichts mit Umweltfreundlichkeit und schon gar nichts mit weniger Umweltbelastung zu tun. Die wird nur -zweifellos zu gunsten mancher Stadtbewohner- verlagert! Strom ist keine Primärenergie, sondern muß aus anderen Energien gewonnen werden und da ist immer noch Kohle der mittlerweile wichtigste Lieferant!

    Heute wird in Deutschland gegen die Schließung der letzten Zechen protestiert, kam eben in den Nachrichten! Aber nicht, weil die großen Stromkonzerne keine Kohle mehr brauchen, sondern weil in steigendem Maße Kohle aus Kolumbien per Schiff -und Diesel!- über den Atlantik befördert werden. Und wenn aus den 3 % Elektroautos 100% werden, wird dieser Versorgungsweg extrem anwachsen, sich mit Sicherheit verdoppeln...
    Wer glaubt, dass die sog. Umweltenergie in dem Ausmaß und vor allem schnell genug mitwächst, möge weiterträumen!

    https://de.wikipedia.org/wiki/El_Cerrej%C3%B3n

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-09/kolumbien-steinkohle-el-cerrejon

    http://www.deutschlandfunk.de/kolumbiens-kohle-deutschlands-doppelmoral.1247.de.html?dram:article_id=320192

akinom1959 1 | 25.08.2017, 08:22

  • akinom1959
  • Im Stau sollte man den Motor ausmachen , dass schont dann die Batterie und bei Benziner / Diesel schont es auch die Umwelt .

MilanH 2 | 25.08.2017, 08:46

  • MilanH
  • Und von wo nehmen wir den Strom? A-KW will niemand, die Deutschen verfeuern die. Kohle und importierte Gas, also fossilen Brenstoffe, die Alpenländer haben Wasser, aber auch nicht immer genug, Wind und Sonne auch nicht immer da, und wenn in Überschuss, wo speichern? Also sind wir wirklich sicher dass wir im Moment alles im Griff haben? Was ist mit Brenzellen Technology? Ist Nuklear Technologie wirklich so schlecht? Überlegen Sie mal !!!

Jungsechziger 5 | 25.08.2017, 09:10

  • Jungsechziger
  • ... umweltfreundlich ???
    Frage: Wie und wo wird der Strom erzeugt? Ohne Umweltbelastungen? Mit welchen Wirkungsverlusten? Wer bezahlt die Ladestationen (mit Anschlußwerten von 170 kw)? Wer gleicht die bei der Herstellung der Autos (weniger Teile) freigesetzten Arbeitsplätze aus?

Ultreia62 1 | 25.08.2017, 13:42

  • Ultreia62
  • Zitat aus dem blogtext:

    >>> An gewöhnlichen Ladestationen müssen Autos bis zu 6-7h laden, bis der Akku wieder 100 Prozent ist. An Schnellladestationen sind es immerhin ca. 70 Minuten. <<<

    Lassen wir mal vorstehende - berechtigte – "theoretischen" einwände beiseite und wenden wir uns der praxis zu:

    Ferienzeit, juhu, deutschland fährt auf urlaub, beliebte reiseziele sind nördl. adria, südfrankreich, spanien.
    Nehmen wir mal als ausgangsposition ruhrgebiet, nrw, niedersachsen an, dann sind diese beliebten ziele in einer entfernung von 1000+ km.

    Und jetzt ist die phantasie des geneigten lesers gefragt:
    wie, bitte, soll das bei den dztg. reichweiten und aufladezeiten der elektroautos funktionieren??

Nebel1957 0 | 25.08.2017, 16:16

  • Nebel1957
  • es ist doch schön, dass 50+ uns über die Automobile Zukunft aufklärt! Leider wird der politische Weg dargestellt, nicht die objektiven Tatsachen über Pro und Contra.

    In meinen Augen ist es gut, dass die Politik technologische Entwicklungen bestenfalls beeinflussen kann, sich selbst aber oftmals in ihrer Vorgehensweise im Wege steht, bzw. nur einen geringen Haltbarkeitswert haben.

    Ich denke wir sind uns in einigen Punkten einig, aufgrund derzeitiger Belastung unserer Umwelt müssen Änderungen herbei geführt werden, die bereits kurzfristig wirken und nicht erst in Jahrzehnten, dies nicht auf regionaler sondern auf globaler Ebene. Aber was müsste getan werden? Sicherlich kein politisches Debakel und wirtschaftspolitische Entscheidungen.

    Das Elektroauto und das autonome Auto wird m.E. noch lange Zeit ein Nischenprodukt bleiben, so wie vorherige Versuche und Förderprogramme wie z.B. das Gasauto.

    So lange keine Bewusstseinsänderung beim Einzelnen stattfindet, möchte jeder "seinen" mobilen Untersatz haben, seine persönliche Schutzzone. Solange unser Wirtschaft auf jährlichen Umsatzwachs programmiert ist, werden Konzerne und Betriebe ihr Marketing darauf ausrichten, persönliche Anreize für die Individualät der Kunden zu schaffen. Solange es für eine vierköpfige Familie mit einem eigenen Fahrzeug und Verbrennungsmotor angenehmer und kostengünstiger ist von A nach B zu kommen als mit öffentliche Verkehrsmittel, wird es keine wesentliche Verhaltensänderung in der Bevölkerung geben.

    Doch sollte sich der allgemeine Wunsch hin zum Elektroauto und autonomen Auto wirklich durchsetzen, so hoffe ich, dass unsere Politiker genügend finanzielle Mittel gespart hat, um die daraus resultierenden frei werden Arbeitsplätze der Automobilwirtschaft, der Zulieferer, der Raffinerien und Sonstige auffangen zu können.

Chri51 0 | 25.08.2017, 16:50

  • Chri51
  • @akinom1959

    bei stehendem Stau ist Dein Satz richtig, aber die wenigsten Staus sind komplett stehend, sondern laufen mit stop-and-go, bzw. in Schritttempo. Da kann man sich @Helmut.G´s Argument prima vorstellen... dann kommt der ADAC mit Austauschakkus!?!

    Bei meinem Kommentar oben hatte vergessen, dass ja auch die von weit her angelieferte Kohle erst der Rohstoff ist, der im fernen Südamerika extrem umweltbelastend gefördert wird!

    Die Abgase, die Innenstädten damit verschwinden, werden von deutschen Kohlekraftwerken ja trotzdem erzeugt!
    Im Prinzip ist es nur eine örtliche Verlagerung, der perfekte Fauxpas gelingt, wenn starke Stürme aus diesen Gegenden die Kraftwerks-Schwaden wieder Richtung Großstadt treiben...

ernstjo 0 | 25.08.2017, 21:47

  • ernstjo
  • Elektroautos brauchen Strom zum laden der Akkus.Wo soll denn der ganze Strom herkommen? Wie soll denn das gehen wenn in einer Straße alle zur gleichen Zeit ihre Fahrzeuge laden wollen? Wie soll denn der ganze Strom zum Auto kommen? Ein Tesla. braucht zum laden mehrere Stunden bis zu 3x32 Ampere, diese Belastung hält kein Stromnetz aus. Da werden ganze Straßen finster werden weil die Erdverlegten Stromkabel diese Belastung nicht verkraften. Man sollte vieleicht den Politikern verbieten über Sachen zu reden von denen sie keine Ahnung haben.

WWScheuchzer 0 | 26.08.2017, 11:33

  • WWScheuchzer
  • Wenn ich morgens auf dem Weg zur Arbeit bin, überhole ich fünf bis sechsmal immer wieder die gleichen Autos. Ich bin zu Fuß nunmal schneller. Gegenüber den Autofahrern habe ich den Nachteil, das meine Atemluft nicht gefiltert wird. Manchmal wünsche ich mir, die Pendler würden sich und ihre Kinder mal 20 Minuten den von ihnen produzierten Abgasen aussetzen.
    Meiner Meinung nach ist der Preis den wir für Mobilität bezahlen, mit all den Umwelt- und Gesundheitsschäden, zu hoch.

Sonnenblume07 0 | 09.09.2017, 15:06

  • Sonnenblume07
  • Es ist schon ein Anachronismus mit der Mobilität des Durchschnittsbürgers. Auf der einen Seite soll die arbeitende Bevölkerung mobil und flexibel sein - teilweise besteht geradezu ein Zwang - und auf der anderen Seite sich umweltfreundlich und ressourcenschonend verhalten. Ich glaube aber, dass uns nichts anderes übrig bleiben wird als die Entwicklung von Elektroautos aufmerksam zu begleiten. Der allgemeine Leidensdruck ist anscheinend noch nicht so groß, als dass man sich auf Seiten der Autoindustie, außer der Firma Tesla und ein paar junge Start-up-Unternehmen, viel intensiver mit der Forschung und Entwicklung von geeigneten E-Autos beschäftigen müsste. Probleme, wie Komfort beim Fahren, Streckenleistung in km, Aufladegeschwindigkeit, Aufladestationen, Batteriehaltbarkeit und -entsorgung sind noch nicht ausgereift. Auch das Preis- Leistungsverhältnis lässt gegenüber Autos mit Verbrennungsmotor stark zu wünschen übrig. Das kann sich wohl der Durchschnittsbürger nicht leisten.

Neue Mitglieder



Impressum | AGB | Datenschutz | Hilfe und Kontakt | Partner | Partnerprogramm | Erfolgsgeschichten | Presse | Werbung | Jobs
© 2005-2017 50plus-Treff GmbH