Die dunkle Jahreszeit - Wie Sie den Herbstblues vertreiben

Die dunkle Jahreszeit - Wie Sie den Herbstblues vertreiben

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Die Tage werden kürzer, die Nächte länger, draußen wird es kühler. An den Bäumen sieht man, wie die Blätter sich in leuchtendes Rot und Gelb verwandeln und schließlich herabfallen. Es ist Herbst.

Die Jahreszeit, in der die Natur so wunderschön anzusehen ist, bringt jedoch auch ihre Tücken mit sich. Viele Menschen fühlen sich in der Herbstzeit antriebslos, niedergeschlagen und bedrückt. Das Schlafbedürfnis steigert sich ebenso wie der Appetit - besonders auf Süßes.

Man schätzt, dass jedes Jahr etwa eine Million Menschen in Deutschland an der sogenannten Saisonal Abhängigen Depression (SAD) erkranken - dem Herbstblues. In südlichen Ländern ist diese Krankheit nahezu unbekannt. Je nördlicher das Land, umso mehr Menschen leiden darunter.

 

Ursachen

Die Hauptursache der Herbstdepression ist der Mangel an Sonnenlicht in den Herbst- und Wintermonaten. Licht ist für den menschlichen Körper enorm wichtig. Bei Lichteinfluss produziert die Zirbeldrüse in unserem Gehirn vermehrt Endorphine, die sogenannten Glückshormone. Sie machen uns aktiv und heben die Stimmung.

Bei Lichtmangel, den die Herbst- und Wintermonate mit sich bringen, schüttet die Zirbeldrüse dagegen vermehrt Melatonin aus. Das Hormon ist für die Regelung des Wach-Schlaf-Rhythmus in unserem Körper zuständig. Bei beginnender Dunkelheit und in der Nacht wird Melatonin ausgeschüttet und sorgt dafür, dass wir müde werden und schlafen. Fällt dann am Morgen das erste Sonnenlicht ins Schlafzimmer, wird die Melatoninproduktion gehemmt und es wird wieder Serotonin, eines der Glückshormone, produziert. Wir werden wach und können in den Tag starten.

 

Tipps um den Herbstblues zu vertreiben

 

1.) Gönnen Sie Ihrem Körper so viel Tageslicht wie möglich

Gehen Sie spazieren, fahren Sie Rad oder genießen Sie einfach die Ruhe auf einer Parkbank. Jeden Tag mindestens eine halbe Stunde. Auch wenn die Sonne nicht scheint, nimmt die Netzhaut des Auges das Tageslicht auf und der Körper wird angeregt, das Hormon Serotonin zu produzieren.

 

2.) Gesunde und ausgewogene Ernährung

Obst, Gemüse und frischer Salat sollten jeden Tag auf Ihrem Ernährungsplan stehen. Kohlenhydratreiche Lebensmittel, wie Bananen, Nüsse, Nudeln oder Kartoffeln fördern die Serotoninproduktion des Körpers. Auch ein Stückchen Schokolade darf man sich ab und zu ruhig gönnen, denn sie macht glücklich. Natürlich alles in Maßen, damit neben der Stimmung nicht auch das Gewicht steigt.

 

3.) Farben machen gute Laune

Farben haben mehr Einfluss auf unsere Gemütslage, als wir denken. Ein strahlendes Gelb oder leuchtendes Orange zum Beispiel bringt gute Laune. Natürlich werden die Wenigsten ihre Wände neu streichen wollen, wenn der Herbst im Anmarsch ist aber man kann auch in kleinen Dingen für ein farbliches Wohlgefühl sorgen. Ein Obstkorb mit Zitrusfrüchten auf dem Wohnzimmertisch etwa, bringt nicht nur einen frischen Farbton ins Haus, sondern verleitet auch zum gesunden Naschen und damit zu einem zusätzlichen Vitamin-C-Schub, den der Körper in der kalten Jahreszeit gut gebrauchen kann, um Erkältungen vorzubeugen.

 

4.) Soziale Kontakte

Gerade in der dunklen Jahreszeit neigt man oft dazu, sich zuhause einzuigeln. Treffen Sie sich mit Freunden und Bekannten. Gehen Sie tagsüber doch einfach mal ins Café nebenan und genießen eine Tasse Tee oder Kaffee. Konversation mit Menschen, die man mag, gemeinsames Lachen oder gemeinschaftliche Unternehmungen, bringen gute Laune.

 

5.) Lichttherapie

Wer nicht die Möglichkeit hat, täglich außer Haus Licht und Sonne zu tanken, für den gibt es im Handel sogenannte Lichttherapielampen oder Lichtduschen. Täglich eine bestimmte Zeit von einer solchen Lampe bestrahlt, erhält der Körper den Ausgleich zum fehlenden Tageslicht.

 

Kommen Sie glücklich durch die dunkle Jahreszeit!

Redaktion, 01.12.2011

cloudy
0 | 01.12.2011, 19:08

Aqua
der neue Name wäre gar nicht so verkehrt, so oft, wie Deine Kommentare mich zum Lachen bringen...

Ich lege mich in den Wintermonaten jede Woche mal ein paar Minuten auf die Sonnenbank. Man spürt sofort die Wirkung und auch die leicht gebräunte Haut unterstützt das Wohlbefinden.

rheinnixe
0 | 01.12.2011, 19:03

Meterologisch gesehen ist ab heute schon Winter. Über mangelndes Sonnenlicht konnten wir uns bisher nicht beklagen; wir hatten den sonnigsten November seit Beginn der Wetteraufzeichnung (1891).

Aquamarin50
0 | 01.12.2011, 18:14

Aha....werde meinen Nick umbenennen...
ab morgen heiße ich "Sorotonistin" :))))