12 Top-Sehenswürdigkeiten in Dresden

12 Top-Sehenswürdigkeiten in Dresden

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Dresden, die Barockperle im Herzen Sachsens, wird auch „Elbflorenz“ genannt. Ursprünglich würdigte dieser Beiname die bedeutenden Kunstsammlungen und die Archtiktur Dresdens. Der Dichter und Philosoph Johann Gottfried Herder hatte 1802 diesen Vergleich zwischen der deutschen Elbmetropole und dem italienischen Florenz hergestellt. Vieles, das im zweiten Weltkrieg zerstört wurde, ist inzwischen wieder aufgebaut. Und so besitzt das als eine der schönsten Städte Europas geltende Dresden heute wieder eine so große Vielfalt an Sehenswertem, dass es schwer fällt, sich auf wenige Top-Ziele zu beschränken.

 

Innere Altstadt

Pflicht für jede erste Dresden-Reise ist die wiederaufgebaute historische innere Altstadt. Allein auf dem großartigen Theaterplatz tummeln sich eine ganze Reihe namhafter Gebäude: Die nach ihrem Architekten Gottfried Semper benannte Semperoper glänzt mit einer prunkvollen Innenarchitektur und fantastischen musikalischen Darbietungen. Wer in den Genuss einer solchen Aufführung kommen möchte, muss sich rechtzeitig Karten sichern. Der Dresdner Zwinger erfüllte zwar bereits zu Baubeginn nicht die Funktion eines zwischen zwei Wehrmauern gelegenen Verteidigungsareals, erhielt die Bezeichnung „Zwinger“ aber trotzdem. In ihm befindet sich die eindrucksvolle Gemäldegalerie Alte Meister, die Bilder so bedeutender Maler wie Peter Paul Rubens, Rembrandt van Rijn oder Raffael beherbergt. Allein die bezaubernde „Sixtinische Madonna“ von Raffael ist schon einen Besuch wert. Im neuen grünen Gewölbe des Residenzschlosses können erstaunliche Schätze aus Gold, Silber, Edelsteinen und Elfenbein bewundert werden. Das historische grüne Gewölbe, die barocke Schatzkammer des Residenzschlosses ist an sich schon ein Kunstwerk. In ihm befinden sich weitere etwa 3.000 Meisterwerke der Juwelier- und Goldschmiedekunst.

Vom Theaterplatz aus ist es nur ein Katzensprung zur Augustusstraße, wo sich auf der Außenseite des Stallhofs der 102 Meter lange Fürstenzug bewundern lässt. Die überlebensgroße Ahnengalerie der zwischen 1127 und 1873 in Sachsen herrschenden Könige, Kurfürsten, Markgrafen und Herzöge wurde auf rund 23.000 Fliesen aus Meißner Porzellan aufgetragen.

Von hier aus gelangt man über die Töpferstraße auf direktem Weg zum Wahrzeichen Dresdens, der Frauenkirche. Sofort erkennbar ist sie an ihrer auffälligen Kuppelbauweise, ein echtes Meisterwerk barocker Baukunst. Ein anstrengender Kuppelaufstieg zur 67 Meter hoch gelegenen Aussichtsplattform wird mit einer großartigen Rundschau über Dresden und Umgebung belohnt.

Ein weiterer kurzer Spaziergang führt über den Georg-Treu-Platz zum Brühlschen Garten. Von der Brühlschen Terrasse aus kann man seinen Blick über die Elbe mit ihren imposanten Dampfschiffen hinüber zur Neustadt und bis hinauf zu den Loschwitzer Höhen oder hinab zu den Radebeuler Weinhängen schweifen lassen kann.

 

Innere und äußere Neustadt

Interessante Kontraste bietet die am der Altstadt gegenüberliegenden Elbufer gelegene Neustadt:

Sie teilt sich auf in die innere Neustadt am Elbufer und die weiter nördlich angrenzende äußere Neustadt. Der innere Teil, der sich ehemals innerhalb der Stadtmauern befand, wird auch als historische Neustadt bezeichnet und ist geprägt von barocken Bürgerbauten und lauschigen Hinterhöfen. Die wundervolle Platanenallee auf der Hauptstraße lädt zum Flanieren ein. Die Hauptstraße verbindet den Albertplatz mit dem Neustädter Markt, auf dem das berühmte Standbild „Goldener Reiter“ steht. Auf ihrer gesamten Länge ist die Straße eine Fußgängerzone.

Die äußere Neustadt entstand Ende des 19. Jahrhunderts hinter den Stadtmauern als Gründerzeitviertel und sollte der stark wachsenden Bevölkerung Platz bieten. Für Dresden-Besucher ist ein Abstecher in den spannenden Stadtteil, der als Künstlerviertel gilt, ein Muss. Stilvolle und ungewöhnlich gestaltete Häuserfassaden, verwinkelte Gassen, kreativ gestaltete Hinterhöfe, viele Kneipen, Cafés, Restaurants und alternative Läden machen die äußere Neustadt aus. Besonders sehenswert ist die Kunsthofpassage mit ihren fünf auf originelle Weise thematisch gestalteten Höfen zwischen Alaunstraße und Görlitzer Straße.

Auf keinen Fall entgehen lassen sollte man sich den ältesten und schönsten Milchladen der Welt, die Pfunds Molkerei in der Bautzner Straße 79, die 1998 sogar einen Eintrag in das Guiness-Buch der Rekorde erhielt. Der gesamte Milchladen ist mit handgemalten Fliesen im Neorenaissance-Stil ausgekleidet. Hier können Käseköstlichkeiten aus handwerklich-bäuerlicher Produktion erstanden werden.

 

Loschwitz und Weißer Hirsch

Ein weiteres Wahrzeichen von Dresden ist die Loschwitzer Brücke, die dank ihres hellblauen Anstriches und der zur Zeit ihrer Entstehung fortschrittlichen Bauweise ohne Pfeiler in der Elbe vom Volksmund auch „Blaues Wunder“ genannt wurde und wird. In der historischen Schwebebahn Dresden kann man sich gemütlich von Loschwitz nach Oberloschwitz bringen lassen und dabei die Aussicht auf das Elbtal genießen. Das Villenviertel Loschwitz geht nahtlos in den ebenso prachtvollen Stadtteil „Weißer Hirsch“ über. Ein Spaziergang durch das Viertel lohnt sich allein schon wegen seiner zahlreichen Kulturdenkmäler. Stilvolle Villen vermitteln ein mondänes Flair und die Aussicht auf Dresden ist traumhaft.

 

Schloss und Schlosspark Pillnitz

Die Schlossanlage Pillnitz liegt direkt an der Elbe im Osten Dresdens und kann über eine ausladende Treppe auch vom Wasser aus erreicht werden. Markant sind die asiatischen Chinoiserien und die geschwungenen Dächer. Neben dem sehenswerten Bergpalais, Wasserpalais und dem neuem Palais sowie einer großartigen Parkanlage gibt es hier auch einige botanische Kostbarkeiten zu besichtigen. Als besondere botanische Sehenswürdigkeit gilt die über 230 Jahre alte und fast 9 Meter hohe Pillnitzer Kamelie.

 

 

Einige Veranstaltungstipps für August und September 2016:

Dresdner Schlössernacht 16.7.2016

Moritzburg Festival 6.-21.8.2016

Canaletto Dresdner Stadtfest 19-21.8.2016

Keramikmarkt Dresden 3.-4.9. 2016

Museumsnacht Dresden 17.9.2016

Bachfest Dresden 23.9.-3.10.2016

 

 

 

Foto: © KavalenkavaVolha/fotolia.de

 

Redaktion, 14.07.2016

schwarzekatze60
0 | 14.07.2016, 19:55

Ja Boris,Kulturerbe hin und her-Dresden ist immer eine Reise wert.Zum  Bau der Waldschlösschenbrücke wurde ein Bürgerentscheid durchgeführt.Mein DD Tipp:Fahrt mit der Weissen Flotte von der Altstadt auf der Elbe nach Pillnitz und dort in der Backwirtschaft die Dresdner Eierschecke probieren

boris10
2 | 14.07.2016, 16:55

Einen Gruß nach Berlin. Meines Wissen hat Dresden und das Elbtal
nicht mehr den Status des Weltkulturerbes. Mit dem Bau der
Waldschlösschen Brücke ist der Titel aberkannt worden. Oder irre
ich mich?

toska5
1 | 14.07.2016, 15:38

Erich Kästners Geburtshaus und Museum vergessen!!!

Ambe44
1 | 14.07.2016, 14:07

Dazu ein kleiner Tipp ... die Stadtrundfahrten mit dem Hop on Hop Off Bus kann man für wenig Geld auf mehrere Tage verlängern (und zwar Tag für Tag)und dadurch von vielen Vergünstigungen wie Dampferfahrt, Meissen-Besuch, usw. profitieren.

Einfach Zeit nehmen, um die Details im Prospekt genau zu studieren.