Wasser Sparen im Haushalt - 10 Tipps

Wasser Sparen im Haushalt - 10 Tipps

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Während die Ressourcen immer knapper werden und die Lebenserhaltungskosten steigen, machen vielen Menschen sich Gedanken darüber, wo sie im Haushalt Einsparungen machen können, die sinnvoll sind für den Geldbeutel. Es gibt aber noch mehr gute Gründe, sich über sparsamen Verbrauch von Wasser oder Energie Gedanken zu machen! Schließlich war es die Generation 50+, die ursprünglich das Umweltbewusstsein im Lande entwickelt, gefördert und auch laut gefordert hat. Die Schlagworte "Jute statt Plastik" und "Atomkraft - nein Danke!" waren schließlich erst der Anfang eines umfangreichen Umweltbewusstseins, und dazu gehört auch - ganz abgesehen von den Kosten, die man damit sparen kann - der verantwortungsvolle Umgang mit Trinkwasser.

 

Tipp 1: Duschen statt Baden

Natürlich ist ein heißes Vollbad eine schöne Sache, liegt man allerdings in der Wanne und fragt sich, wie viele Liter das wohl sein mögen, verliert man schnell die Lust daran. Ein kurzes Duschbad verbraucht wesentlich weniger Wasser, erfrischt aber genau so gut!

 

Tipp 2: Wasser nie unnötig laufen lassen

Oft putzen wir uns die Zähne, während ununterbrochen der Wasserhahn läuft. Viel sparsamer ist es, den Wasserhahn nur kurz aufzudrehen, wenn man die Zahnbürste nass machen und den Mund ausspülen möchte. Ansonsten sollte der Hahn zugedreht sein! Das gleiche gilt für das Einseifen beim Duschen.

 

Tipp 3: Eine Toilettenspülung mit Stopp-Taste

Manchmal verbraucht die Toilettenspülung viel mehr Wasser, als nötig wäre. Moderne Spülkästen verfügen über eine Stopp-Taste, mit der sich viel Wasser sparen lässt. Wer so eine Spülung nicht extra einbauen möchte, kann auch eine mit Wasser gefüllte PET-Flasche in den Spülkasten legen. Diese nimmt so viel Raum ein, dass pro Spülgang 1,5 Liter eingespart werden können!

 

Tipp 4: Wasser auffangen lohnt sich!

Oft lässt man den Wasserhahn laufen, weil man auf heißes Wasser wartet. Fängt man das kalte Wasser dabei auf, kann man damit den Wasserkocher für später oder die Gießkanne für die Blumen füllen.

 

Tipp 5: Perlatoren sparen Wasser

Perlatoren, auch Strahlregler genannt, kosten nicht viel und lassen sich leicht an jedem Wasserhahn anbringen, sparen aber auf das Jahr gerechnet viele, viele Liter wieder ein!

 

Tipp 6: Tropfenden Hähnen den Kampf ansagen!

Auf den ersten Blick scheint es ja nicht viel zu sein, was da aus dem tropfenden Hahn kommt. Auf das ganze Jahr hoch gerechnet macht ein Tropfen pro Sekunde aber bis zu 12 m³ aus.

 

Tipp 7: Effiziente Geräte helfen sparen

Bei der Anschaffung neuer Haushaltsgeräte wie der Spülmaschine oder Waschmaschine lohnt es sich, auf den Wasserverbrauch zu achten. Oft sind etwas teurere Geräte im Endeffekt billiger, weil sie weniger Wasser verbrauchen!

 

Tipp 8: Geräte immer ganz befüllen!

Eine halb volle Spülmaschine einzuschalten oder für zwei Hosen die Waschmaschine zu bemühen, ist wenig effizient. Kleinere Geschirrmengen lassen sich dann besser kurz mit der Hand abspülen, bei der Wäsche wartet man, bis man eine Maschinenladung beisammen hat!

 

Tipp 9: Gemüse und Obst nicht unter fließendem Wasser abwaschen

Natürlich müssen Obst und Gemüse gewaschen werden. Mit dem Stöpsel in der Spüle können sie aber viel besser "baden", als unter fließendem Wasser. Noch effektiver ist das Waschen in einer Schüssel, da man das Wasser dann noch für den Garten verwenden kann.

 

Tipp 10: Das richtige Spielzeug für die Kinder und Enkel

Natürlich möchten Gartenbesitzer ihren Kindern oder Enkeln an heißen Sommertagen auch Wasserspielzeug zur Verfügung stellen. Ein kleines Planschbecken reicht aber längst nicht an den Wasserverbrauch von Wasserrutschen oder ähnlichen Spielzeugen heran, die einen kontinuierlichen Wasserstrom aus dem Gartenschlauch erfordern!

 

Weitere Tipps und Informationen erhalten Sie im Ratgeber unter: http://www.bauen.de/ratgeber/neue-energien-umwelt/energiesparen/wasser-sparen.html

Redaktion, 01.08.2013

stillwater
1 | 01.08.2013, 20:06

Bin erstaunt über so viel positive Resonanz zu meinem "uralten " Blogkommentar ! Ergänzend würde ich auf der o.g. Sparliste die Punkte 3/5/6/7/8 sofort löschen,da eindeutig und jeder Hinsicht kontraproduktiv !Selbstverständlich bin mir bewußt,dafür mehr über den Verbrauch zu bezahlen.
Das ist aber nichts gegen die immensen Kanalsanierungmaßnahmen in unseren Städten,die nun,aber klar doch,der geneigte Bürger mitfinanziert.
In einigen Städten werden die Hauptkanäle regelmäßig mit Frischwasser geflutet,um weiteres Schadensaufkommen zu minimieren.

Ernst_
5 | 01.08.2013, 13:43

Ich kann mich stillwater vollkommen anschließen. Die Abwasserrohre müssen zwischenzeitlich immer öfters von Firmen gereinigt werden. Wenn ich bei mir in der Küche kaltes Wasser benötige, lasse ich erst mal den Hahn auf, bis ich kaltes Wasser habe. Hier in der Nähe gibt es ein Hochhaus, in dem die Leute schon längere Zeit nicht mehr duschen. Hier ein Zeitungsausschnitt zu eienm Kommentar eines Professors, der etwas zu denken geben sollte. 
http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Donaucenter-Prima-Klima-fuer-die-Legionellen-id24597046.html
Natürlich ist das nicht zu verallgemeinern, da es von vielen Faktoren, wie groß ist das Leitungsnetz, wo bleibt Wasser stehen, da die Wohnung nicht vermietet ist und wie alt ist das Leitungsnetz. 

KirscheBerlin
6 | 01.08.2013, 13:34

@Stillwater
Genauso ist es! Dazu noch ein anderer Aspekt: In vielen Stadtteilen saufen den Berlinern schon die Keller ab, weil der Wasserverbrauch so dramatisch gesunken und somit der Grundwasserspiegel gestiegen ist, auf eine Höhe, wie er vor der industriellen Revolution war. Da inzwischen auch das Rote Rathaus in seinen Kellern "Landunter" vermeldet, gerät das Problem endlich mal auf den Focus der Verantwortlichen! Das Berliner Problem: Die Wasserbetriebe sind zu Hälfte privatisiert. Egal, ob die Berliner viel Wasser oder wenig verbrauchen, bezahlen müssen sie alles, so oder so!

brigitte1959
2 | 01.03.2012, 19:12

@ Amazon: gar nicht seltsam dass die Gebühren steigen wenn der Verbrauch stark sinkt, mit den Gebühren zahlen wir ja keinen Literpreis sondern den Bau, die Erhaltung und die nötigen Reparaturen der Anlagen. Und das wird eben über den Verbrauch anteilsmäßig abgerechnet.
Beim Wassersparen geht es also nicht um unsere Kosten sondern um den sparsamen Umgang mit einem wertvollen Rohstoff.

stillwater
17 | 01.03.2012, 18:26

Es ist falsch,das so wenig Wasser in D verbraucht wird,da dadurch in sehr vielen Kommunen das Kanalnetz derart verrottet ist( Unmengen an Ablagerungen) und für sehr viel öffentliches Geld saniert werden muss.In D gab und gibt es keinen Wassernotstand.
Leider spricht dagegen die Profitgier der kommunalen und privaten Wasserwirtschaftsverbände,hier wird ohne Not der Wasserpreis künstlich hochgehalten.
Gäbe es einen akzeptablen Wasserpreis,könnte die ganze Wassersparhysterie relativiert werden und den Kommunen bliebe ein Großteil der Sanierungskosten in Zukunft erspart.www.bpb.de/themen/OBN2XY,0,Wassersparen_in_Deutschland_%96_ein_zweischneidiges_Schwert.html