Korb geben – 5 Tipps für das Erteilen einer Absage

Korb geben – 5 Tipps für das Erteilen einer Absage

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Anfangs war alles super. Online-Dating, wie es Spaß macht. Man hat jemanden kennen gelernt, sich ein wenig hin und her geschrieben und sich auf Anhieb sympathisch gefunden. Vielleicht fand auch schon das ein oder andere viel versprechende Treffen statt. Doch nun kristallisiert sich immer klarer heraus, dass der ersehnte Funke nicht überspringen wird. Wie teilt man dies jemandem auf möglichst wenig verletzende Weise mit?

 

 

1. So früh wie möglich absagen

Es ist Teil des Datens und untrennbar mit diesem verbunden: Einen Korb geben oder auch einen Korb bekommen. Wer einen Korb geben muss, ist zwar nicht in der traurigen Lagen, eine herbe Enttäuschung verkraften zu müssen. Doch einem anderen Menschen, den man vielleicht trotz allem sehr schätzt, eine Absage erteilen zu müssen ist ebenso schwierig. Je früher man sich dazu durchringen kann, desto besser ist es für beide. Denn wird zu lange abgewartet, ist die Enttäuschung für den anderen am Ende umso größer. Deshalb gilt: Sobald man sich sicher ist, dass eine Beziehung für einen nicht in Frage kommt, sollte dies dem anderen mitgeteilt werden.

 

2. Nicht „untertauchen“

Keine gute Lösung ist es, sich einfach nicht mehr zu melden oder geplante Treffen immer wieder zu verschieben. Damit wird der Dating-Partner permanent im Ungewissen gelassen und Hoffnungen werden weiter geschürt. Schließlich kann es auch andere Gründe als Desinteresse dafür geben, dass sich jemand rar macht, z.B. Unfall, Krankheit, Stress, familiäre Probleme, etc. Zu einem respektvollen und fairen Umgang miteinander gehört auch, dass man einander mit Ehrlichkeit gegenübertritt. So weiß jeder, woran er ist.

 

3. Ehrlich sein

Ehrlich, aber möglichst wenig verletzend bei einer Absage zu sein, ist nicht einfach. Ein Korb tut immer weh, soviel steht fest. Trotzdem kann man sich auch bei einer Absage gut verhalten. Hatte man bisher nur wenig Kontakt zueinander, sollte dem anderen zumindest mitgeteilt werden, dass kein Interesse an einer Beziehung besteht. Hat man sein Gegenüber bereits etwas besser kennen gelernt und handelt es sich bei dem Korb-Empfänger um einen sympathischen Menschen, kann man ihm das ruhig auch sagen. Dass es zum Sich-Verlieben nicht reicht, muss natürlich auch gesagt werden. Zumindest weiß der andere dann, dass er nichts falsch gemacht hat. Man könnte auch etwas näher auf den Schriftwechsel oder gemeinsame Gespräche eingehen und dem anderen mitteilen, dass oder warum einem diese gut gefallen haben. Doch leider ist eben der berühmte Funke nicht übergesprungen. Gibt es triftige Gründe für den Korb, die im Verhalten des anderen liegen, wäre es fair, diesem auch das zu sagen. So hat der Dating-Partner die Chance, darüber nachzudenken und gegebenenfalls ein paar Dinge zu verändern.

 

4. Höflich bleiben

Dass man bei allem, was man schreibt oder sagt, dem anderen gegenüber höflich bleiben sollte, versteht sich von selbst. Egal, ob es sich nur um einen kurzen Schriftwechsel handelte oder man seinen Dating-Partner bereits besser kennen gelernt hat: Zu einem höflichen und respektvollen Umgang gehört auch, sich bei dem anderen für sein Interesse oder die gemeinsamen Stunden zu bedanken.

 

5. Unmissverständlich auftreten

Trotz allem muss ein Korb unmissverständlich sein, denn sonst besteht die Gefahr, dass die Botschaft nicht richtig verstanden wird und die Hoffnung bleibt. Genauso wichtig wie Höflichkeit und Respekt sind also auch deutliche Worte und – sollte man die Absage bei einem persönlichen Treffen erteilen – eine zur Situation passsende Körpersprache. Lächelnd und nicht eindeutig vorgetragen, wirkt ein „Korb“ möglicherweise so, als sei man sich seiner Sache doch noch nicht sicher.

 

 

 

Foto: © DoraZett/fotolia.de

Redaktion, 02.06.2016

Austrianer
0 | 12.01.2018, 04:13

...hallo, es ist das beste zu sagen so wie es ist...

Du spürst das , das die "Chemie" zwischen uns stimmt oder auch nicht , so ist das 

Aber immer mit Achtung und Stil 

Anna_Lena0000
0 | 19.01.2017, 12:47

Das ist ein sehr guter Beitrag. Herzlichen Dank!

SteppingStone
3 | 25.11.2016, 12:14

50plus scheint ein Portal zu sein, wo sich Freundschaft, Interessengemeinschaft und Partnerschaft so einigermaßen vermischt.
Ich finde hier viele interessante Dinge, wie ungezwungene Regionaltreffen, Reisen für Singles usw.
Wenn es mit einer Liebesbeziehung nicht hinhaut, muss ja nicht gleich die Tür zugeknallt werden, wenn der Mensch interessant ist, kann man evtl. ja eine Freundschaft beibehalten.
Meine Güte wir sind ja keine Teenies mehr...
Daß höflich miteinander umgegangen wird, setze ich in - eigentlich allen Lebenslagen - voraus.
Darüber muss man nichts sagen.

Warum sagt man eigentlich: einen Korb geben?
Ich habe dabei nie Körbe mit....

Grüsse

wollsocke01
1 | 27.06.2016, 16:47

Ein toller Artikel, den aber wohl nur sehr wenige Personen lesen.
Vor allem Punkt 4 - Höflichkeit!
Ich glaube manchmal ich bin im "falschen Film", wenn komische Anmache
von 40-jährigen bei mir ankommt. Heißt es nicht 50plus?

Gruß

Steinbock1955
1 | 25.06.2016, 14:05

An den GROSSERBERLINER: Bitte nicht den Kopf hängen lassen, nicht alle weiblichen Wesen sind soo herzlos und kaltschnäuzig! Wir Frauen können besser !!! Auf zum nächsten Treffen mit erhobenem Haupt und einem Präsent . . . dem Mutigen gehört die Welt und die Richtige wartet schon. Viel Glück wünsche ich von ganzem Herzen, möge Dein Wunsch bald in Erfüllung gehen! Herzlich grüsst: F. Talabot

habeichnicht
2 | 03.06.2016, 08:54

Unglaublich wie feige die Menschen sein können....

Tournaline
0 | 03.06.2016, 07:59

Nun auf Wunsch der Administration nach freundlichen, sachbezogenen Mehrzeilern, folgender Kommentar:

Schon die Bezeichnung "Korb" empfinde ich als etwas unglücklich gewählt, ist diese doch bei den meisten sofort mit negativen Assoziationen, gar Abwertung verbunden.

Hingegen sehe ich es als natürlichen Verlauf des Kennenlernens an, auch wieder einen Schritt zurück zu machen, an jedem Punkt. Dabei handelt es sich ja um keine objektive Wertung an sich, dieser Prozess ist ein höchst subjektives Geschehen, ich mache lediglich damit eine Aussage über meine subjektiven Vorstellungen über einen etwaigen Partner, stelle den Menschen in keiner Weise an sich in Frage.

Schwierig wird die ganze Angelegenheit aufgrund bereits gemachter Erfahrungen des Gegenüber (und meiner) und die, wiederum subjektive, Interpretation, die sehr von dem eigenen Selbstwert abhängt.
Ist es mit dem Selbstwert problematisch, wird auch der Umgang mit einer Absage entsprechend sein. Also wäre es ratsam, um in der Zukunft leichter mit etwaiger Ablehnung umzugehen, diesem Thema ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken.
Dann könnte es auch wiederum umgekehrt einfacher sein, frühzeitig selber dem anderen zu verstehen zu geben, dass das Ganze nicht klappt, weil man selber gelernt hat, dass es sich nicht um eine objektive Ablehnung der anderen Person handelt, sondern vielmehr um eine Aussage zu den subjektiven Vorlieben. 
Das Gefühl "versagt" oder "verletzt" zu haben bzw zu sein, kann dann in den Hintergrund treten, freundlicher Umgang miteinander einfacher.  

Es liegt ja in der Sache der Natur, dass die ersten Begegnungen, sei es schriftlich, telefonisch oder real zunächst einmal zeigen müssen wie groß die Affinität tatsächlich ist, mit der gelegentlichen Konsequenz ein "nein" zu empfangen oder auch zu verteilen.

 

Tournaline
4 | 02.06.2016, 17:20

Also am Besten gefallen mir persönlich gefüllte Körbe, mit Blumen, Picknick Sachen und Co.

 

Beatrixe
3 | 02.06.2016, 14:50

Danke für diesen hilfreichen Artikel.
Wäre ich mit meiner Lebenserfahrung mal wieder nicht drauf gekommen. :-)